Niedrige Kosten und neue Erfahrungen

Erasmus in Osteuropa? Das lohnt sich!

+
Warum nicht Erasmus in Osteuropa?

Viele Studenten denken beim Bildungsprogramm Erasmus eher an Reisen in Länder wie Spanien, Frankreich, Italien und Skandinavien. Warum sich jedoch auch ein Blick gen Osten lohnt: 

Noch vor ein paar Jahren war es nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) schwierig, Studierende für eine Erasmus-Erfahrung in den neuen EU-Ländern – etwa Polen, Ungarn, Tschechien, Kroatien und Rumänien – zu gewinnen. Denn viele Interessierte denken bei Erasmus eher an mediterrane oder skandinavische Länder. Mittlerweile begeistern sich aber viele Studenten für Osteuropa.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Lebenshaltungskosten sind niedrig und Kenntnisse der Landessprache meistens nicht nötig. Oft sind nach Angaben des DAAD die Chancen auf einen Platz wegen geringerer Nachfrage größer.

2015 registrierte der DAAD, dass rund 10 Prozent der Studierenden, die mit Erasmus ins Ausland gingen, Osteuropa wählten.

Eine solche Erfahrung erweitere den Horizont ungemein, glaubt Lisa McMinn, die für das Erasmus-Programm nach Budapest ging. „Wenn man aus Westeuropa rauskommt, lernt man viele Dinge, die man vorher nicht wusste", erklärt die Masterstudentin.

Im Alltag reichen einfache Sprachkenntnisse oft aus. „Man sollte immer ein bisschen Landessprache mitbringen“, rät Nadine Stäcker, Erasmus-Koordinatorin der Universität Hamburg. „In der Regel wird aber nicht erwartet, dass man die Landessprache kennt“, sagt sie.

Wichtig sei, dass die Studenten die Arbeitssprache beherrschen. Die ist an den meisten Universitäten Englisch. Lisa McMinn etwa hat an der Central European University auf Englisch studiert.

Vor allem wegen der niedrigen Kosten sind die Universitätsstädte in Osteuropa attraktiv. Lisa McMinn hat in Budapest etwa 500 Euro im Monat ausgegeben. Enthalten war bereits die Miete für ihr möbliertes Zimmer in einer Wohngemeinschaft in Höhe von 200 Euro. Am günstigsten sind Zimmer in Studentenwohnheimen. Die fangen in manchen Städten, wie etwa der slowakischen Hauptstadt Bratislava, schon bei 30 Euro an. WG-Zimmer gibt es bereits ab 200 Euro. In den großen Städten wie Warschau oder Prag sind die Lebenshaltungskosten nach Angaben des DAAD oft höher.

Essen und Feiern gehen sind meistens preiswert. „In Budapest kann man viel erleben und unternehmen, oft auch umsonst oder nur für kleines Geld. Es sind viele junge und internationale Leute unterwegs“, beschreibt McMinn die Atmosphäre.

Also: Ab nach Osteuropa!

dpa/kp

Quelle: Mannheim24

Meistgelesen

Zwei gefasste IS-Kämpferinnen kommen aus Mannheim!

Zwei gefasste IS-Kämpferinnen kommen aus Mannheim!

Schwerer Unfall auf B272: LKW-Fahrer durch Video abgelenkt!

Schwerer Unfall auf B272: LKW-Fahrer durch Video abgelenkt!

Kennzeichen abgeklebt: BMW rast über A65

Kennzeichen abgeklebt: BMW rast über A65

Ehedrama: Mann (52) verletzt Gattin (36) mit Messer! 

Ehedrama: Mann (52) verletzt Gattin (36) mit Messer! 

Auto auf Parkplatz abgestellt - Lidl lässt es verschrotten

Auto auf Parkplatz abgestellt - Lidl lässt es verschrotten

Kommentare