Privates Surfen am Arbeitsplatz

Jeder Fünfte shoppt Weihnachtsgeschenke am Arbeitsplatz

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Jeder fünfte Deutsche shoppt am Arbeitsplatz - und riskiert womöglich eine Abmahnung.

Kurz vor Weihnachten ist die Zeit chronisch knapp. Und so gibt jeder fünfte Deutsche an, Weihnachtsgeschenke schon einmal am Arbeitsplatz zu shoppen. Doch ist das erlaubt?

20 Prozent aller Deutschen shoppen während ihrer Arbeitszeit im Internet Weihnachtsgeschenke - ist der Online-Shop doch nur einen Klick entfernt. Das ergab jetzt eine repräsentative Umfrage des Cashback-Portals Shoop.de. 

Doch rechtlich ist das heikel: So lange privates Surfen am Arbeitsplatz nicht ausdrücklich gestattet ist, müssen Arbeitnehmer davon ausgehen, dass es verboten ist. 

Wer unerlaubt privat surft, riskiert eine Abmahnung

Nur wenn die private Nutzung zum Beispiel in einer Betriebsvereinbarung oder in der Betriebsordnung klar erlaubt ist, sind Sie auf der sicheren Seite. Ansonsten gilt: Wer während der Arbeitszeit privat surft, verstößt gegen seine Pflichten aus dem Arbeitsvertrag und riskiert eine Abmahnung.

In vielen Betrieben ist die private Nutzung des Computers  nicht klar geregelt, der Arbeitnehmer duldet sie jedoch - in einem gewissen Umfang. Doch was heißt das genau - fünf Minuten? Eine halbe Stunde? Fragen Sie zur Sicherheit nach, wie die private Computernutzung in Ihrem Betrieb gehandhabt wird. 

Private Handynutzung am Arbeitsplatz - ist das erlaubt?

Also besser vom Handy aus shoppen? Auch hier sollten Sie vorsichtig sein. Solange sich Ihr Arbeitgeber zu dem Thema nicht geäußert hat, dürfen Sie zwar davon ausgehen, dass Sie bei einer sogenannten "sozialadäquaten Nutzung" Ihres Smartphones während der Arbeitszeit keinen Ärger bekommen. Als sozialadäquat gilt zum Beispiel, einmal kurz seine SMS oder E-Mails zu checken

Doch eine intensive Nutzung des Handys während der Arbeitszeit widerspricht den Interessen Ihres Arbeitgebers und ist in jedem Fall verboten. Im Extremfall kann Ihr Arbeitgeber sogar ein totales Handyverbot am Arbeitsplatz aussprechen. Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts München ist der Betriebsrat hier allerdings mitbestimmungsberechtigt. Verlegen Sie Ihr Weihnachtsshopping also lieber in die Mittagspause

Vorsicht, Chef liest mit

Achtung: Ist privates Surfen am Arbeitsplatz in Ihrer Firma verboten, darf Ihr Arbeitgeber alle E-Mails lesen. Denn er muss ja davon ausgehen, dass es sich ausschließlich um dienstliche E-Mails handelt. Ist die private Nutzung dagegen erlaubt, darf Ihr Arbeitgeber gar keine E-Mails mitlesen - denn in diesem Fall kann er nicht ausschließen, dass private Nachrichten darunter sind. Und diese gehen nur Sie etwas an.

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