Hoch hinaus auf die Storchen-Nester

Im Zoo: Ein Ring für jeden kleinen Storch

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Die ersten sechs Jungtiere konnten bereits gekennzeichnet werden.

Heidelberg – Um die Wege von Störchen nachzuverfolgen und herauszufinden, woher sie kommen, wird im Heidelberg Zoo jedes Jahr der Storchen-Nachwuchs beringt. Keine einfache Angelegenheit!

Jedes Jahr kommen sie wieder, die nistenden Storchenpärchen auf dem Dach des historischen Zoogebäudes. Sie sind meist die ersten Tiere, die die Zoobesucher bewundern können, wenn sie durch das große Tor laufen.

Weitere Nester dieser jährlich wiederkehrenden Sommergäste kann man auch auf den hohen Bäumen auf dem Zoogelände finden.

Ab März oder April beginnen die Brutpaare jedes Jahr ihren jeweiligen Stammsitz weiter auszubauen und bereiten ihr Nest für die Jungvögel vor – Mehrere Meter hoch kann ein solches Bauwerk dann werden.

Bis Anfang August kann die Brutzeit dauern. Nach gut 30 Tagen schlüpfen die Jungvögel und wohnen noch etwa zwei Monate im elterlichen Nest.

Die kleinen Störche werden im Laufe dieser Zeit immer wieder gezählt und beringt, damit später ihr Flug nachverfolgt werden kann.

Hoch hinaus, auf die Nester

Doch so einfach ist das Beringen nicht, weiß vor allem Helmut Stein, Storchenbeauftragter der Region. Er steckt allen Jungtieren vorsichtig ihre persönliche Ringnummer an.

Die hoch gelegenen Nester können manchmal nur mit dem Hubsteiger erreicht werden – und dann gibt es ja noch die fürsorglichen Storchen-Eltern. Der Eindringling wird umflogen und ist wilden Scheinangriffen ausgesetzt, die Jungvögel drücken sich tief ins Nest.

Die eigentliche Prozedur geht dann sehr schnell und hat keine Auswirkungen auf die Vögel. Am Dienstag können bereits die ersten sechs Jungstörche beringt werden.

Mit dem Hubsteiger ans Storchennest auf dem Dach des Zoogebäudes.

Störche aus der ganzen Welt

Die Auswertungen der Flugrouten der Störche ergeben, dass im Heidelberger Zoo meist sogenannte Freiflieger brüten, die direkt aus Afrika kommen.

Allerdings kommen auch einige Vögel aus dem Mannheimer Luisenpark zum nisten vorbei und außerdem Störche, die nicht mehr ziehen und Heidelberg als ihre Heimat gewählt haben.

Die Mehrheit der Störche zieht jedoch über zwei Wege: Die Route nach Westen verläuft bei Gibraltar über das Mittelmeer, zur Überwinterung in Westafrika.

Die „Ostzieher“ fliegen über den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel weiter in Richtung Ostafrika.

kab

Quelle: Heidelberg24

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