Erstmals seit 10 Jahren

Ab 2020 wird Schwimmen in Heidelberg teurer – doch die Stadtwerke versprechen mehr Flexibilität

Hallenbad
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Die Preise der Heidelberger Schwimmbäder werden erhöht. (Symbolbild)

Heidelberg - Erstmals seit 10 Jahren werden in Heidelberg die Eintrittspreise der Schwimmbäder erhöht. Grund hierfür sind gestiegene Kosten und Investitionen.

  • Stadtwerke Heidelberg passt Preise der Schwimmbäder an.
  • Die Preise für einen Schwimmbadbesuch werden teurer.
  • Mehr Möglichkeiten bei Ticketauswahl verspricht höhere Flexibilität.

Erstmals seit 10 Jahren werden in Heidelberg die Preise für die Schwimmbäder erhöht. Grund dafür sind „gestiegene Unterhalts-, Energie- und Personalkosten“, so die Stadtwerke Heidelberg. Die Stadtwerke nutzen die Gunst der Stunde und krempeln jetzt das gesamte Tarifsystem um. Dadurch versprechen die Betreiber mehr Flexibilität und mehr Möglichkeiten bei der Ticketauswahl.

Ab dem 1. Januar 2020 kostet somit eine Einzelkarte für die Hallenbäder und das Tiergartenbad 4,50  Euro und für das Thermalbad 6 Euro. Bisher kostete ein Besuch der Hallenbäder 4 Euro und des Thermalbads 5 Euro.

Heidelberg: Schwimmbad wird teurer, Ticketauswahl wird größer

Die Stadtwerke Heidelberg äußern sich in einer Pressemitteilung zu den Preiserhöhungen. So sollen erhöhte Personal, Energie- und Instandhaltungskosten zur Preiserhöhung beigetragen haben, doch auch Investitionen der vergangenen Jahre. Peter Erb, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Bäder erklärt: „Wir haben außerdem viel in die Bäder und damit in das Baderlebnis investiert und das, obwohl die Preise und damit die Einnahmen konstant blieben. So wurde es immer schwerer, die Lücke zwischen Einnahmen und Kosten gering zu halten. Deshalb haben wir uns nun schweren Herzens dazu entschieden, die Preise erstmalig seit Jahren anzupassen.“ Doch Erb betont auch, dass Badegäste vom neuen Rabattsystem mit mehr Flexibilität und attraktiven Preisen profitieren können.

Sauna-Liebhaber müssen ab 2020 außerdem nicht mehr den vollen Eintrittspreis zahlen und können ein separates Sauna-Ticket für die Hallenbäder Hasenleiser und Köpfel erwerben.

Heidelberg: Neues Preismodell ab 2020 in Schwimmbädern der Stadt

Für Badegäste, die weniger als drei bis vier Mal im Jahr schwimmen gehen, sind Einzeltickets die beste Option. Sportliche Kurzzeitbesucher können mit der Geldwertkarte bares Geld sparen: Mit der aufladbaren Karte zahlt man eine Mindestgebühr für die ersten 50 Minuten und zahlt danach für jede weitere Minute. Für Schwimmer, die öfter als drei Mal im Jahr ins Schwimmbad gehen und dort länger als 90 Minuten verweilen, ist die neue Mehrfachkarte das Richtige. Diese sind übertragbar und sind ab Kauf drei Jahre gültig. Hier die Preisstaffelung für die Schwimmbäder ab 2020:

Preise für die Hallenbäder und Tiergartenbad

  • Einzelkarte: 4,50 Euro (ermäßigt 3 Euro)
  • Geldwertkarte: 2,50 Euro Mindestbetrag für 50 Minuten, danach 0,05 Euro pro Minute
  • 10er-Mehrfachkarte: 40,50 Euro (ermäßigt 27 Euro)
  • 50er-Mehrfachkarte: 157,50 Euro (ermäßigt 105 Euro)
  • 100er-Mehrfachkarte: 225 Euro (ermäßigt 150 Euro)
  • Familienkarte: 10 Euro

Preise für das Thermalbad

  • Einzelkarte: 6 Euro (ermäßigt 4,50 Euro)
  • Geldwertkarte für Thermalbad: 3 Euro Mindestbetrag für 50 Minuten, danach 0,06 Euro pro Minute
  • 10er-Mehrfachkarte: 54 Euro (ermäßigt 40,50 Euro)
  • 50er-Mehrfachkarte: 210 Euro (ermäßigt 157,50 Euro)
  • 100er-Mehrfachkarte: 300 Euro (ermäßigt 225 Euro)
  • Familienkarte: 15 Euro
  • Ab 2020 wird es in den Schwimmbädern Heidelbergs keine Saison- oder Jahreskarten mehr geben, da diese von den Mehrfahrkarten abgelöst werden. Aktuelle Jahreskarten verlieren ihre Gültigkeit 12 Monate nach Kaufdatum. Laut den Stadtwerken Heidelberg können Familien, Menschen mit Behinderungen und Heidelberg-Pass-Inhaber von verbesserten Konditionen profitieren: Bei der Familienkarte können ab 2020 sieben Personen das Ticket nutzen. Außerdem können diese im Voraus gekauft werden und so lange Wartezeiten vermieden werden. Menschen mit Behinderungen erhalten außerdem eine Ermäßigung ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent statt wie bisher 80 Prozent.

  • Quelle: Heidelberg24

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