Die Pandemie-Lage in der City

Corona in Heidelberg: Mega-Kultur-Event geplatzt – „Heidelberger Frühling“ fällt aus

Coronavirus in Heidelberg – Die aktuelle Lage und die neuesten Zahlen und Entwicklungen im News-Ticker:

  • Seit Beginn der Pandemie haben sich in Heidelberg bislang 3.882 (+16) Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 54 (+/-0) Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Derzeit gibt es 105 (+5) aktive Fälle. (Stand: 5. März, 7:55 Uhr, Gesundheitsamt RN-Kreis 7:55 Uhr, Gesundheitsamt RN-Kreis).
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg beträgt 43,3 (+3,0). (Stand: 5. März, 7:55 Uhr, Gesundheitsamt RN-Kreis)
  • Seit dem 11. Februar gilt die Ausgangsbeschränkung in Heidelberg nicht mehr.

Update vom 5. März, 20:45 Uhr: Die Stadt Heidelberg bereitet sich auf Öffnungsschritte vor. Zunächst aber müssen die Verantwortlichen auf die rechtlichen Umsetzung der Corona-Gipfelbeschlüsse seitens der Landesregierung warten. Bei einer Inzidenz unter 50 werden voraussichtlich umfangreiche Lockerungen – auch für den Einzelhandel – möglich.

Update vom 5. März, 14:21 Uhr: Jetzt ist es traurige Gewissheit: Ausgerechnet die 25. Auflage des beliebten wie renommierten Kultur-Festivals „Heidelberger Frühling“ (20. März bis 18. April) ist am Freitag von den Organisatoren in Absprache mit der Stadtspitze schweren Herzens abgesagt worden, wie HEIDELBERG24 berichtet. Als Alternative für die 92 geplanten Veranstaltungen mit 475 nationalen wie internationalen Künstlern soll es ein Digitalangebot unter dem Motto „Lasst uns spielen!“ geben, bei dessen doppeldeutiger Namensgebung ein gewisser Protest durchklingt.

Auch Star-Pianist Igor Levit (33) hätte beim 25. „Heidelberger Frühling“ auftreten sollen.
Stadt Heidelberg
Fläche 108,84km²
Einwohner161.485 (Stand: Dez. 2019)
Bevölkerungsdichte1484 Einwohner je km²
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Corona in Heidelberg: Hilfe für Schüler und Ladenbesitzer – wer 1 Mio. Euro spendet

Update vom 5. März: Tolle Geste des großzügigen Heidelberger Unternehmers Wolfgang Marguerre (80): Der Chef von Octapharma spendet eine Million Euro für Projekte für Schüler aus Familien mit besonderen Bedarfen sowie zur Stärkung der Heidelberger Altstadt mit ihren vielen inhabergeführten Betrieben, die von der Corona-Krise finanziell arg gebeutelt sind.

Wolfgang Marguerre zeigt mit dieser großzügigen Spende ein weiteres Mal sein großes Herz für Heidelberg und die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt – insbesondere für Kinder und Jugendliche. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Mit seiner Spende sendet Wolfgang Marguerre genau ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ein wichtiges Signal der Unterstützung aus und bietet zugleich vielen Menschen neue Perspektiven“, bedankt sich OB Dr. Eckart Würzner (59, parteilos).

In Zeiten von Homeschooling will die Stadt vor allem Laptops für Schüler an weiterführenden und beruflichen Schulen anschaffen – die Zuteilung sollen die Schulen übernehmen. Doch auch den Ladenbesitzern mit inhabergeführten Unternehmen, deren Existenz und Lebenswerk aufgrund der Corona-bedingten Zwangsschließungen bedrohlich gefährdet ist, will Marguerre unter die Arme greifen.

Corona in Heidelberg: Diese Lockerungen bringt der Bund-Länder-Gipfel

Update vom 3. März, 23:50 Uhr: Der Corona-Gipfel ist beendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht im Anschluss an die Bund-Länder-Schalte von „harten Verhandlungen“, aber auch von einem „Übergang in eine neue Phase“. Hier liest Du alles zu den Entscheidungen aus den Bund-Länder-Beratungen.

Update vom 3. März: Ganz Deutschland blickt heute gespannt nach Berlin, wo der nächste Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern steigt. Auch für Heidelberg und Baden-Württemberg werden die Entscheidungen, die Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die 16 Länderchefs am heutigen Mittwoch treffen, große Auswirkungen für unser aller Alltagsleben haben. Im Vorfeld ist bereits durchgesickert, dass der Lockdown wohl bis 28. März verlängert wird, es jedoch weitere Lockerungen geben soll, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Corona in Heidelberg: Anteil der Virus-Mutanten steigt dramatisch an

Update vom 2. März, 15:50 Uhr: Wie das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises am Dienstag mitteilt, sind bei 266 der momentan 489 aktiven Fälle im Rhein-Neckar-Kreis Virus-Varianten festgestellt worden. 104 davon sind der Variante B.1.1.7 (sogenannte britische Variante), 4 der Variante B.1.351 („südafrikanische Variante“) sowie in 19 Fällen einer weiteren Variante zuzuordnen. In Heidelberg gehen ebenfalls mehr als die Hälfte, nämlich 55 der 104 aktiven Fälle auf eine Infektion mit einer Virusvariante zurück. 34 davon sind der Variante B.1.1.7 sowie in 3 Fällen einer weiteren Variante zuzuordnen. Die restlichen Varianten-Proben sind noch nicht vollständig sequenziert.

„Die Zahlen machen deutlich, dass die Virusvarianten überall in der Region vorhanden sind und die Neuinfektionen nur noch zu weniger als die Hälfte auf den Wildtyp zurückzuführen sind“, sagt Dr. Andreas Welker, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes. Unklar ist, inwiefern sich der Schweregrad einer Covid-19-Erkrankung und die Übertragung im Vergleich zum normalen Coronavirus verändern können. „Der englische Ausdruck ,Variant of Concern‘ (besorgniserregende Variante) trifft es ganz gut“, so Dr. Welker. Sollten die Varianten wirklich für einen erhöhten R-Wert sorgen, sei es umso wichtiger, die AHAL-Regeln (Abstand halten, Hygiene-Maßnahmen beachten, im Alltag geeignete Schutzmasken tragen, regelmäßig lüften) zu beachten.

Heidelberg: Kreisimpfzentrum kann mehr Impftermine anbieten

Update vom 02. März: Seit dem 1. März kann das Heidelberger Kreisimpfzentrum (KIZ) deutlich mehr Impftermine als bisher anbieten, da das Vakzin von AstraZeneca nun zur Verfügung steht, wie das Rathaus mitteilt. Mit AstraZeneca können im Laufe der Woche 1.600 Personen geimpft werden, mit Biontech 750 Personen. Die Termine sind bereits zum Großteil vergeben. Im von der Stadt betriebenen KIZ sind bislang rund knapp 3.000 Impfungen erfolgt. Dazu kommen noch knapp 3.500 Impfungen, die durch zwei mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen gemacht worden sind. Die 15 Heidelberger Alten- und Pflegeheime sind seit 28. Februar „durchgeimpft“. Heißt: Alle Bewohner und Mitarbeiter, die sich impfen lassen wollten, haben zwischenzeitlich schon die Zweitimpfung erhalten. 

Corona in Heidelberg: Trotz Lockdown – darum öffnen morgen die Läden in der Altstadt

Update vom 1. März: Nicht wundern, wenn am morgigen Dienstag (2. März) trotz Corona-Lockdowns samt Einschränkungen für den Einzelhandel zwischen 11 und 14 Uhr die Türen der Geschäfte in der City öffnen und nach Wochen alle Lichter mal wieder angehen! Das Ganze ist eine symbolische Aktion des Citymarketingvereins Pro Heidelberg e.V.unter dem Motto „HEIDELBERG HAT ZU!kunft“. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Heidelberger Betriebe (immer) noch für Ihre Kunden da sind. Dies könne jedoch auch in Zukunft nur gewährleistet bleiben, wenn die geschlossenen Betriebe eine sichere Öffnungsperspektive erhalten, finanzielle Hilfen zeitnah ausgezahlt und die Kunden den lokalen Einzelhandel durch ihren Einkauf vor Ort unterstützen werden.

Wie hier das Modehaus Bofinger öffneten am Dienstag (2. März) symbolisch Einzelhändler in der Heidelberger Altstadt.

Für die Aktion werden die Eingänge durch eine Abtrennung versperrt (z. B. einen Tisch, Aufsteller, Absperrband etc.). Das Verbot von Kundenverkehr und Warenverkauf (mit Ausnahme von Click & Collect) wird befolgt. Und alles unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln und ohne jemanden gesundheitlich zu gefährden.

Mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion bringen die teils alteingesessenen Händler in der Altstadt ihren Ärger über ausbleibende Unterstützungsgelder, ihr Unverständnis über widersprüchliche Regelungen und ihre Angst, dass sie diese Pandemie als Geschäft nicht überleben, zum Ausdruck. Der Lockdown habe aber nicht nur große Auswirkungen auf Existenzen, sondern auch auf die Innenstadtentwicklung im Allgemeinen, so Pro Heidelberg e.V.

Corona in Heidelberg: Inzidenz steigt sprunghaft an – die aktuellen Zahlen vom Sonntag

Update vom 27. Februar: Heute vor genau einem Jahr wurde das Coronavirus erstmals nachweislich an einem Patienten in Heidelberg nachgewiesen. Von da an ging es Schlag auf Schlag: Erstmals erlebte Heidelberg einen Lockdown und eine ungewöhnliche Stille in der Innenstadt. „Wir blicken auf eine herausfordernde Zeit zurück, die noch nicht zu Ende ist. Die Corona-Pandemie ist ein Jahrhundertereignis, das Generationen prägen und noch lange nachwirken wird. Diese außergewöhnliche Situation hat uns gezeigt, dass in Heidelberg eine solidarische Stadtgesellschaft lebt. Unser Zusammenhalt ist wirklich enorm“, sagt Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner am Freitag. „Wir als Wissenschaftsstadt erleben gerade deutlicher als zuvor, wie wichtig Spitzenforschung ist. Nur deshalb gibt es Impfstoffe und in kürzester Zeit viele Fortschritte bei der Behandlung. Unser Universitätsklinikum und das gesamte Gesundheitswesen haben Großartiges geleistet während der Pandemie. Momentan sind wir auf einem hoffnungsvollen Weg. Dennoch müssen wir alle weiterhin umsichtig bleiben, dann bekommen wir Stück für Stück die Normalität zurück, die wir uns alle wünschen.“

Update vom 26. Februar: Nach Informationen des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis hat es elf Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Damit steigt die Zahl der Fälle auf insgesamt 3.812, von denen 3.660 bereits wieder genesen und 98 noch akut sind. Glücklicherweise hat es keine neuen Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben, sodass diese Zahl bei 54 bleibt. Die 7-Tage-Inzidenz ist leicht auf 38,4 gestiegen.

Corona in Heidelberg – Diese Besucher-Hotspot sollte man meiden

Bei frühlingshaften Temperaturen im Winter geht‘s natürlich raus ins Freie. Was unter normalen Umständen selbstverständlich ist, kann während der Corona-Pandemie problematisch werden; besonders wenn viele Menschen mit dem selben Ausflugsziel diesem Impuls nachgehen. So geschehen am vergangenen Wochenende (20./21. Februar) als an mehreren bekannten Orten zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Hygieneregeln festgestellt werden. Beliebte Ausflugsziele wie die Heidelberger Neckarwiese oder der Königstuhl sind so voll, dass der Mindestabstand kaum mehr eingehalten werden kann. Auch in öffentlichen Parkanlagen kommen in Corona-Zeiten an ihre Kapazitätsgrenzen. An etlichen Orten muss die Polizei einschreiten. Viele Wanderparkplätze sind an den Wochenenden bereits früh belegt.

Corona in Heidelberg: Polizei muss Besucher-Hotspots mit Lautsprecherdurchsagen auflösen

Neben den Freizeitanlagen und Naherholungsorte in der Natur ist auch die Innenstadt durchgängig stark frequentiert. In der Heidelberger Altstadt und auf der Alten Brücke drängen sich zeitweise die Menschen sehr. Wiederholt muss die Polizei auf die notwendigen Mindestabstände hinweisen und appelliert zugleich mehrmals an das Verantwortungsbewusstsein und die notwendige Solidarität beim Genießen der wärmenden Sonne in Zeiten der Corona-Pandemie.

Am Sonntagmittag (21. Februar) tummeln sich auf der Neckarwiese in Heidelberg bis zu 2.000 Personen, die sich insbesondere auf den dortigen Kinderspielplätzen und im Bereich einer Kioskanlage aufhalten. Auch hier verstärkt die Polizei ihre Präsenz und versucht über Lautsprecherdurchsagen einen Hotspot zu vermeiden.

Ebenfalls am Sonntag zur Mittagszeit ist die Aussichtsplattform Königstuhl so stark frequentiert, dass Besucher durch gezieltes Ansprechen zum Verlassen des Ausflugsziels aufgefordert werden müssen.

Corona in Heidelberg: Freizeit im Grünen muss nicht immer an bekannten und viel besuchten Orten sein

Experten sind sich einig: Eine erneute massive Ausbreitung des Coronavirus lässt dich in Zeiten des Impfstoffmangels lediglich durch konsequente Kontaktbeschränkungen erreichen. Damit sich Szenen, wie am vergangenen Wochenende nicht wiederholten, bittet die Stadt Heidelberg darum, bekannte Ausflugsziele zu meiden und auf weniger stark besuchte Orte auszuweichen.

Heidelberg bietet mehr als 100 Spielplätze und hunderte Kilometer an Spazier- und Wanderwegen, ob in der Ebene, am Hang oder im Stadtwald“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Einen guten Überblick zum Thema „Freizeit im Grünen“ bietet die städtische Homepage unter www.heidelberg.de/natur und für den Naturpark Neckartal-Odenwald unter www.naturpark-neckartal-odenwald.de.

Online gibt es beim Stadtplan unter www.heidelberg.de/stadtplan folgende Spezialkarten:

Freizeitkarte: Heidelberg erleben. Rad- und Wanderwege, Inline-, Mountainbike- und Walking-Strecken, Ausflugstipps und vieles mehr.

Orte für Kinder in Heidelberg: Wer in Heidelberg lebt, sucht und findet hier wohnortnahe Betreuungs- und Freizeitangebote für seine Kinder.

Natur im Überblick: Heidelberger Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Naturdenkmale zeigt der Umweltatlas im Überblick.

Heidelberg: Sperrungen beachten und AHA-Regeln einhalten

Die Kinderspielplätze sowie Freizeitanlagen und Naherholungsorte sind grundsätzlich geöffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Stadt Heidelberg allerdings diejenigen Plätze, Spiel- und Freizeitanlagen geschlossen, bei denen zu großer Andrang erwartet wird.

Dazu zählen beispielsweise die „alla hopp!“-Anlage in Kirchheim, die Skateanlagen im Stadtgebiet und die Fußballwiese auf der Neckarwiese in Neuenheim.

Geschlossen sind außerdem eingezäunte Anlagen wie beispielsweise die Boulebahn im Hasenleiser oder das Fußballfeld auf der Calisthenics-Anlage in der Bahnstadt.

Aufgrund des Andrangs ist die Aussichtsplattform am Königstuhl seit längerer Zeit gesperrt. Dennoch schieben Ausflügler die Absperrvorrichtungen immer wieder zur Seite.

Die Stadt appelliert an die Besucherinnen und Besucher, die Sperrungen zu beachten. Auf den geöffneten Freizeitbereichen sind die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten“, heißt es abschließend. (esk/pol/PM)

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Florian Römer

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