Die Brutzeit beginnt

Jetzt wird's wirklich Frühling: Störche kehren nach Heidelberg zurück!

+
Die ersten Weißstörche sind aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. (Archifoto)

Heidelberg-Neuenheim - Zur großen Freude der Zoobesucher kehren auch in diesem Jahr die Weißstörche in den Zoo zurück. Dort werden sie nun brüten und ihre Küken großziehen:

Die Vorboten des Frühlings sind zurückgekehrt...

Die Weißstörche haben ihren „Urlaub“ im warmen Süden beendet und kehren nach und nach zurück in den Heidelberger Zoo und in den Luisenpark Mannheim. Jedes Jahr verlassen die Vögel Ende August Deutschland und fliegen in ihre Winterquartiere in Ländern wie Nordafrika, Frankreich oder Spanien

Bereits im Februar sind die ersten Störche zurückgekehrt, um die Nester zu belegen. Die Männchen kommen dabei immer früher an als die Weibchen, um das Nest für den Nachwuchs vorzubereiten. Nach einer lauten Balz, bei der sich die Paare mit lautem Geklapper beeindrucken, beginnt nun die Brutzeit. 

Zwischen März und Juni legen die Weibchen zwei bis fünf Eier, aus denen nach etwa 32 Tagen Küken schlüpfen, die nach etwa 60 Tagen das elterliche Nest verlassen. Im Jahr 2017 haben hier 18 Storchenpaare insgesamt 53 Küken großgezogen. 

Die Storch-Kücken in Bildern

Störche sind bedroht

Wie viele Störche in der kommenden Saison im Zoo Heidelberg zur Welt kommen werden, können wir noch nicht sagen. Es liegen aber wahrscheinlich schon einige Eier in den Nestern und wir hoffen wieder auf zahlreichen Nachwuchs, damit sich der Bestand der bedrohten Vögel weiter erholen kann“, berichtet Simon Bruslund, Vogelkurator im Zoo Heidelberg.

Störche sind absolute Gewohnheitstiere und fliegen meist ihre Nester aus dem Vorjahr an, weshalb sich manchmal die selben Paare wiederfinden und erneut zusammen brüten. In den Süden fliegen sie dann aber alle getrennt voneinander. Dass die Tiere in die Region fliegen, war allerdings nicht immer so.

Gäbe es nicht die langjährigen Bemühungen im Zoo Heidelberg und im benachbarten Luisenpark in Mannheim, gäbe es wahrscheinlich heute kaum Störche in unsere Region. Wir hoffen, dass in Zukunft noch mehr Nisthilfen direkt außerhalb des Zoos angeboten werden – zum Beispiel auf Firmengrundstücken – und sich die Störche dadurch in der Region nach und nach weiterverbreiten.“, wünscht sich Simon Bruslund.

Auch Heidelberg erwacht aus dem Winterschlaf:

pm/dh

Quelle: Heidelberg24

Kommentare