Toter Junge (9) in Theaterstraße

Vor Grundschule: Stadt montiert Bremsschwellen!

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Nach tödlichem Unfall montiert die Stadt Schwellen vor der Friedrich-Ebert-Grundschule in der Theaterstraße.

Heidelberg-Altstadt – Nach dem tragischen Unfall-Tod des kleinen Ben (†9) hat die Stadt in der Theaterstraße vor der Friedrich-Ebert-Grundschule zwei Bremsschwellen montiert.

Der dramatische Unfall vor der Friedrich-Ebert-Grundschule am 15. Januar: Beim Spielen mit Freunden wird der kleine Ben (†9) auf der Theaterstraße nach Schulschluss gegen 12:30 Uhr von einem Mercedes-Sprinter erfasst, tödlich verletzt ( WIR BERICHTETEN).

Stadt montiert Bremsschwellen in Theaterstraße!

Eine Woche lang halten trauernde und besorgte Angehörige, Mitschüler und deren Eltern täglich eine Art Mahnwache an der Unglücksstelle. In einem offenen Brief fordert eine Initiative von OB Dr. Eckart Würzner (parteilos) und der Stadt zu handeln und die Gefahrenstelle zu entschärfen!

Und schon wenige Tage danach passiert etwas vor Ort: Zwei Tage nach der Beerdigung des Schülers am Samstag, befestigt die Stadt am Montag zwei gelb-schwarze Bodenschwellen, um die Verkehrsteilnehmer zum Abbremsen zu zwingen.

Mitschüler und Eltern halten Mahnwache vor Grundschule!

Mit sogenannten "Kölner Tellern" soll die Theaterstraße sicherer werden.

Allerdings wahrscheinlich nur eine ‚Übergangslösung‘: „Die jetzigen Bodenschwellen wurden uns am Freitag geliefert, am Montag direkt vom Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung angebracht. Dauerhaft sollen jedoch ‚Kölner Teller‘ für Sicherheit sorgen, die bereits bestellt sind... , so eine  Rathaus-Sprecherin.
Da die neuen Bremsschwellen jetzt fest verankert sind, wolle man prüfen, ob man diese überhaupt gegen die ‚Kölner Teller‘ austauscht.

Als sich der HEIDELBERG24-Reporter am Montagvormittag in der verkehrsberuhigten Theaterstraße umschaut, sind die unzähligen Blumen, Kerzen, Briefe und Kuscheltiere am Zaun der Grundschule verschwunden.

An Unglücksstelle: Kerzen, Blumen und Erinnerungen

Ein Parkplatz am Eingang zum Spielplatz auf dem Anna-Blum-Platz wurde weggenommen, zumindest das Schild mit einer Tüte verhüllt. Dennoch steht dort ein Auto – ausgerechnet ein heller Sprinter, wie der Unfall-Wagen einer ist.

Zumindest verfehlen die Bremsschwellen ihre Wirkung nicht! Im ersten Gang halten sich alle Autofahrer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern.

Hoffentlich bleibt das so und es passieren auch künftig keine schlimmen Unfälle mehr vor der Friedrich-Ebert-Grundschule – und natürlich auch vor keiner anderen Schule oder Kita.

>>>Kinder malen Verkehrshinweise auf Theaterstraße

>>>Mahnwache für toten Ben (†9) vor seiner Grundschule

pek

Quelle: Heidelberg24

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