Großeinsatz in Heidelberg

Moschee wegen bewaffnetem Mann evakuiert – dann folgt kuriose Wendung

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Wegen eines maskierten Mannes muss die Moschee in Heidelberg geräumt werden. (Archivfoto)

Heidelberg - Ein Notruf löst einen Großeinsatz im Stadtteil Rohrbach aus: Ein Masken-Mann soll bewaffnet vor einem Gebäude stehen. Vor Ort kommt es zu einer kuriosen Wendung:

  • Masken-Mann löst Großeinsatz in Heidelberg-Rohrbach aus
  • Soll Passanten mit Waffe bedroht und dann in Gebäude verschwunden sein
  • Polizei räumt eine Moschee in der Haberstraße
  • Vor Ort folgt die kuriose Wendung

Am Sonntag (13. Oktober) spielen sich kuriose Szenen in Heidelberg ab: Gegen 20:50 Uhr alarmiert ein Zeuge den Notruf, weil ein vermummter Mann ihn mit einer Waffe in der Haberstraße in Rohrbach-Süd bedroht habe. Der Maskierte sei vor einer Firma gestanden und dann mit der Waffe in der Hand in das Gebäude hereingegangen. 

Sofort rückt die Polizei mit acht Streifenwagen aus und sperrt die Zufahrtsstraße zu dem Firmenkomplex in Heidelberg ab. Auch eine angrenzende Moschee wird vorsichtshalber geräumt und etwa 20 Leute evakuiert. 

Heidelberg: Moschee evakuiert – Polizei rückt wegen Masken-Mann aus

Als sich die Polizisten dem Gebäude nähern, öffnet eine Person das Fenster. Die Beamten fordern sie auf, zusammen mit allen Personen die Firma sofort zu verlassen. Doch als alle Menschen aus dem Gebäude herauskommen folgt die Überraschung: Bei der Durchsuchung der Personen findet die Polizei weder Waffen noch Masken. Auch die Durchsuchung des Gebäudes in Heidelberg verläuft negativ – keine weiteren Personen, keine Waffen.

Erst als den Mitarbeitern erklärt wird, warum es zu diesem Polizeieinsatz gekommen ist, klärt sich die Situation auf: Ein 20-jähriger Mann erzählt, dass er alleine mit einer weißen Sturmhaube maskiert im Hof eine Zigarette geraucht habe. Dort habe er eine Idee für ein neues Video ausprobiert und mit seiner Hand eine Waffe geformt. 

Heidelberg: Masken-Mann sorgt für Polizei-Großaufgebot – wer muss Einsatz bezahlen?

Nach seinem ‚Geständnis‘ holt er die weiße Maske aus dem Gebäude und gibt sie der Polizei. Die Beamten nehmen ihn mit auf das Revier Heidelberg-Süd, wo er unter anderem erkennungsdienstlich behandelt und dann wieder auf freien Fuß gesetzt wird.

Wie die Polizei berichtet, habe nach derzeitigem Ermittlungsstand zu keiner Zeit eine ernsthafte Bedrohung bestanden – weder für den Anrufer, noch für die Moscheebesucher oder andere Menschen vor. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung dauern an. Ebenso wird geprüft, ob der Masken-Mann für den Polizeieinsatz bezahlen muss.

jab/pol

Quelle: Heidelberg24

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