Faszination Poetry Slam - im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) Heidelberg am 6. Februar 2015
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Generation whatthefuckshallwedo

Poetry Slam im DAI: Mit Applaus zum Schokopokal 

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Heidelberg - Lyrik, Zeit- und Selbstkritik, gerappte Emotionen oder geflüsterte Zärtlichkeiten - der Poetry Slam im Deutsch-Amerikanischen Institut ist ein Ereignis.

Die heutigen Moderatoren Philipp Herold und Frank Habrik erklären, um was es geht: Mitmachen kann jeder, der eigene Texte schreiben und sie vor Publikum vorstellen möchte. Es sind keine Requisiten erlaubt; das Publikum bestimmt mit dem Applaus, wer es mit seiner Lyrik (Vortrag höchstens fünf Minuten lang) bis ins Finale schafft und den Schokopokal des heutigen Tages erhält.

Was macht Poetry Slam denn so populär – und das vor allem in der Metropolregion Rhein-Neckar? Tobias (26), Student: „Hier ist kein Abend wie der andere. Mal lustig, mal nachdenklich – die Autoren und auch das Publikum wechseln ständig. Man weiß nie, was auf einen zukommt.“

Und auch dieses Mal stellten zwölf talentierte Autorinnen und Autoren von Rosenheim bis Marburg ihre Texte vor. Biggi Rohm (26) aus Heidelberg etwa, die sich selbstkritisch-humorig mit ihrer Generation auseinandersetzte, der „Generation whatthefuckshallwedo“, die auf „Druck keine Diamanten erzeugt“. Und damit unter tosendem Applaus im Finale landete. Im Gespräch mit HEIDELBERG24.de spricht die Studentin (Internationale Kunstgeschichte und Museologie), die seit fünf Jahren u.a. auch an Poetry Slams in Madrid mit ihren spanischen Texten teilnimmt, was sie motiviert: „Du bekommst ein direktes Feedback vom Publikum für deine Texte – das ist jedes Mal neu und spannend. Ich lerne daraus viel.“ Für Annika Pfisterer (25, Pädagogikstudentin an der PH), der zweiten Heidelberger Teilnehmerin des Abends, war es der erste öffentliche Auftritt: „Ich wollte 2015 etwas machen, was ich noch nie gemacht habe.“

Mal sensibel oder frivol, mal revolutionär oder feinsinnig – auch heute wurden die Gedanken und Emotionen der Autoren vom Publikum mit offenen Ohren aufgenommen und mit Beifall quittiert.

Biggi Rohm schaffte es mit Marvin Ruppert (Marburg), Jule Weber (Darmstadt), und Hauke Prigge (Mannheim) ins Finale – eine harte Entscheidung? Nein, denn beim Poetry Slam gibt es keine echten Gewinner und Verlierer. Dafür Abende mit viel Lyrik, Zeit- und Selbstkritik, gerappten Emotionen oder geflüsterten Zärtlichkeiten – Jule Weber durfte denn auch ihren Sieger-Schokopokal mit Marvin Rippert am heutigen Abend teilen. Denn das Publikum wollte es so. Jetzt. Und gefeiert wird sowieso immer.

Am Donnerstag, den 19. Februar, findet eine neue Runde Poetry Slam im Bürgerhaus im Emmertsgrund (Forum 1) statt. Beginn 20 Uhr.

(jb)

Quelle: Heidelberg24

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