Kurzzeitige Vollsperrung 

Nach Unfall auf A5: Gaffer filmen – Polizei filmt zurück! 

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Bei dem Unfall auf der A5 werden drei Personen verletzt. Die Rettungsmaßnahmen werden durch Gaffer erschwert!

Heidelberg - Nach einem Unfall auf der A5 bildet sich ein kilometerlanger Stau. Der Grund: Gaffer fahren langsam an der Unfallstelle vorbei und filmen! Was sie nicht wissen: Die Polizei hat auch sie gefilmt! 

Ein 20-jähriger BMW-Fahrer ist am Freitagnachmittag in Richtung Frankfurt unterwegs, als er gegen 14:15 Uhr in Höhe der Ausfahrt Heidelberg/Schwetzingen, vermutlich mit hoher Geschwindigkeit, aus bislang unbekannter Ursache, auf den vorausfahrenden Citroen einer 40-Jährigen kracht! Der Citroen schiebt sich auf den davor fahrenden VW einer 48-jährigen Frau.

Rettungsmaßnahmen nach Unfall auf A5 werden durch Gaffer erschwert 

Sowohl die 40-Jährige als auch die 48-Jährige und ihre 70-jährige Beifahrerin werden bei dem Unfall verletzt und nach ihrer notärztlichen Behandlung zur weiteren ambulanten Versorgung in eine Klinik gebracht. Der Sachschaden beträgt etwa 25.000 Euro. 

Durch umherfliegende Fahrzeugteile muss die Autobahn für rund 20 Minuten bis gegen 14:50 Uhr voll sowie die Ausfahrt Schwetzingen bis nach der Unfallaufnahme und Abschleppen von zwei Fahrzeugen gegen 15:50 Uhr gesperrt werden. In der Spitze bildet sich ein Rückstau von 10 Kilometern! Nach Räumung der Unfallstelle löst sich der Stau erstaunlich schnell wieder auf...

Gaffer erschweren Rettungseinsatz

Die Einsatzfahrzeuge haben Probleme die Unfallstelle zu erreichen, da keine vernünftige Rettungsgasse gebildet wird und Autofahrer vor der Unfallstelle aus ihren Fahrzeugen steigen!

Als wäre das nicht schon schlimm genug, stellen die Rettungskräfte und die Polizei fest, dass Gaffer mit gezückten Handys langsam an der Unfallstelle vorbeifahren und filmen!  

Dies nehmen die Beamten des Autobahnpolizeireviers Mannheim-Seckenheim zum Anlass, Filmaufnahmen von vermeintlichen filmenden Gaffern zu fertigen. Die Auswertung dauert allerdings noch an.

pol/pri/kp

Quelle: Heidelberg24

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