Ausgabe an Fahrgäste, Friseure und Händler

Corona-Pandemie: Stadt Heidelberg und rnv verteilen tausende Masken

Heidelberg – Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in großem Umfang: Fahrgäste, Friseure und Händler erhalten kostenlose Masken.

  • Im Kampf gegen das Coronavirus: Stadt Heidelberg verteilt im großem Stil gratis Schutzausrüstung
  • Schutzmasken werden lediglich an Ärzte im Stadtgebiet Heidelberg verteilt. 
  • Stadtverwaltung lobt „gute Kontakte“ nach China – in Medien mehrt sich Kritik an Chinas Retter-Selbstdarstellung 
  • Stadt Heidelberg und rnv verteilen tausende Masken an Fahrgäste, Friseure und Einzelhändler

Update vom 28. April: Mit dem Beginn der Maskenpflicht am 27. April in ganz Deutschland verteilt die rnv kostenlose Einwegmasken an ihre Fahrgäste. Alleine in Heidelberg am Bismarckplatz und am Hauptbahnhof sind 10.000 der Schutzutensilien verschenkt worden. Die Aktion soll auch heute weitergehen. 

Die überwiegende Mehrheit hält sich an die Regeln in Bus und Bahn. Was noch nicht so gut klappt, ist das Tragen der Maske im Haltestellenbereich. Doch gerade hier – beim Ein- und Aussteigen – kann der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden. Genau hier ist der Schutz durch eine Maske besonders wichtig. Deshalb die Bitte: Halten Sie sich an die Regeln und behalten Sie ihre Maske gerade auch am Bus- und Bahnsteig an“, appelliert Oberbürgermeister Eckart Würzner. 

Die rnv verteilt in Heidelberg tausende Masken.

Auch die Wirtschaftsförderung ist fleißig und vergibt kostenlose Starterpakete an Friseure und Einzelhändler in Heidelberg. So können sich 500 Geschäfte über die 25.000 Masken freuen. Bis zum 3. Mai können Friseure die Pakete noch anfordern und erhalten dann sogar noch einen Liter Handdesinfektionsmittel dazu. Auch das sind Ausgaben der Stadt, die während der Krise stark zugenommen haben. Dem gegenüber massiv gesunkene Einnahmen. Das Ergebnis: im Haushalt der Stadt Heidelberg klafft jetzt ein Millionenloch.  

Heidelberg: Chinesische Stadt sendet 15.000 Masken

Damit der Nachschub an Schutzmasken nicht ausgeht, hat Heidelberg eine Spende aus der chinesischen Stadt Nanjing erhalten. So kommen 15.000 Masken aus der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Jiangsu in die Stadt am Neckar. Initiator der Aktion ist Prof. Dr. med. Thomas Rabe von der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg. Der Oberarzt hat enge Beziehungen nach China. 

Die Stadt Heidelberg dankt der Stadt Nanjing und der chinesischen Botschaft herzlich für diese Spende. Sie ist ein Symbol für die vielen gelebten Kontakte und Freundschaften, die zwischen Heidelberg und China bestehen. Die Spende hilft uns dabei, Heidelberger Einrichtungen im Gesundheitsbereich gut mit Schutzmaterial zu versorgen“, sagt Aline Moser, Persönliche Referentin des Oberbürgermeisters.

Heidelberg: Stadt unterstützt Arztpraxen mit Masken

Die Stadt Heidelberg hat in großem Umfang Schutzmaterial an Arztpraxen zur Bekämpfung des Coronavirus verteilt: Jeder in Heidelberg niedergelassene Arzt erhält ein Paket mit jeweils 50 hochwertigen FFP2-Masken sowie 300 OP-Masken. Insgesamt 200 Pakete sind bereits am Karfreitag (10. April) am ehemaligen Feuerwehrhaus in der Weststadt an die Ärzteschaft im Stadtgebiet ausgegeben worden. Bis Dienstagmittag (14. April) ist die Verteilung der Schutzausrüstung an 135 weitere niedergelassene Ärzte fortgesetzt worden. Das logistische Zentrum der Aktion befindet sich im provisorisch eingerichteten Verteilzentrum auf dem Gelände der Feuerwache der Berufsfeuerwehr in der Bahnstadt.

Übrigens: Weil die Kinos wegen Corona geschlossen sind, werden immer mehr Autokinos errichten, so auch in Heidelberg

Heidelberg: Gratis Schutzausrüstung für Ärzte abholbereit 

Pro Ärztin oder Arzt wird jeweils ein Paket mit Schutzmaterial ausgegeben. Die Verteilung erfolgt ausschließlich an Arztpraxen im Heidelberger Stadtgebiet

Am Provisorischen Verteilzentrum werden Pakete mit Schutzmasken für niedergelassene Ärzte verteilt (14. April 2020).

Niedergelassene (Zahn-)Ärztinnen und -Ärzte, die noch kein Paket erhalten haben, können dieses vom Mittwoch bis Freitag (17. April) von 8 bis 12 Uhr an der Verteilstelle auf dem Gelände der Feuerwache in der Bahnstadt abholen. 

Dafür sind die Vorlage des Arztausweises und ein Rezeptpapier der Praxis erforderlich. Jedes verteilte Paket hat einen Gegenwert im mittleren dreistelligen Bereich.

Die aktuelle Corona-Verordnung in Baden-Württemberg kannst Du hier nachlesen.

Heidelberg: Auch Alten- und Pflegeheime sollen Schutzausrüstung erhalten 

Es ist derzeit enorm wichtig, dass der Gesundheitssektor gut mit Schutzmaterialien ausgestattet wird. Coronavirus-Infektionen können insbesondere bei kranken, alten und pflegebedürftigen Menschen sehr schwer und teilweise tödlich verlaufen

Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass diese Risikogruppe und alle Beschäftigten, die mit ihr arbeiten, bestens ausgerüstet sind. Die Stadt Heidelberg hat daher in den vergangenen Wochen zahlreiche Kanäle bemüht, um die aktuell so begehrten Schutzmaterialien wie Masken zu bekommen. 

Die ersten eingegangenen Lieferungen werden aktuell an Heidelberger Arztpraxen verteilt. Alten- und Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste erhalten in den kommenden Tagen weitere Schutzausrüstung über die Beschaffung des Landes zur Verfügung gestellt.

Heidelberg: Kontakte nach China begünstigen schnelle Lieferung 

Nach Angaben der Stadt haben sich in der aktuellen Corona-Krise Heidelbergs „gute Kontakte nach China als besonders hilfreich erwiesen“. Am Mittwoch (8. April) ist eine Lieferung von 300.000 Mund-Nasen-Schutzmasken in Heidelberg angekommen. Den Kontakt zu dem Lieferanten vermittelte die Sino German Hi-TechPark Holding, die seit einigen Jahren ihren Sitz im TechTower auf dem Emmertsgrund hat. 

Zudem hat Heidelbergs Partnerstadt Hangzhou 10.000 Masken des Typs FFP2 verschickt. Aus dem Pekinger Stadtbezirk Haidian, mit dem Heidelberg ebenfalls freundschaftlich verbunden ist, sind am Dienstag (14. April) weitere 2.000 OP-Masken angekommen – zusätzlich zu denbereits gespendeten 3.000 Masken. In der Stadt Guangzhou im Süden Chinas läuft aktuell zudem eine Spendensammlung von Schutzmaterial für Heidelberg

Heidelberg: Trotz Spenden aus China – Kritik an der Staatsführung in Peking 

Ungeachtet der gespendeten Schutzausrüstung geht aus der Pressemitteilung der Stadt Heidelberg nicht hervor, zu welchem Preis der Großteil der Schutzausrüstung nach Heidelberg gekommen ist. 

Zuletzt haben deutsche und internationale Medien wiederholt den Umgang der autoritären Staatsführung mit der Corona-Krise kritisiert. Nachdem sich der Ausbruch des neuartigen Coronavirus erst durch die Vertuschungsversuche der chinesischen Staatsführung zur weltweiten Pandemie entwickeln konnte, versucht sich Peking nun vermehrt als Retter zu stilisieren. 

Nachfragen zur Verteilung an das Verteilzentrum der Berufsfeuerwehr Heidelberg 

  • E-Mail-Adresse: corona-feuerwehr@heidelberg.de 
  • Werktags von 8 bis 12 Uhr unter ☎ 06221 58-21116. 

Aufgrund der Corona-Krise wird außerdem in Heidelberg „Pop-Up-Bikelines“ gefordert. Dabei werden Straßen, die eigentlich für Autos und Lkw angedacht sind, zu Radwegen umfunktioniert.

PM/esk 

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © Pellner/ Stadt Heidelberg

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