Die „nackte“ Wahrheit!

Das schräge Leben einer Bloggerin

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Lena beim MakeupDuftstar (eine Preisverleihung der Parfumindustrie): Sie wird vom Dior-Team zurechtgemacht.
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Lena präsentiert ein sommerliches Outfit und bringt den Jeansrock zurück.
Lenas erste Fashion Week in Berlin 2012.
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Lenas erste Fashion Week in Berlin 2012.
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Leuchtende Farben prägen Lenas diesjährige Sommeroutfits.
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Lena shootet neben Germany‘s Next Topmodel-Gewinnerin Luisa Hartem (l.) und Model Sara Anesse Hitzschke (r.).
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Keine „High-Fashion“-Trends, sondern alltagstaugliche Outfits sind Teil des Blogs „Leonie Löwenherz“.
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Die Vielfältigkeit ihres Stils kommt bei Lesern sehr gut an. Hier zeigt sich Lena im eher legeren sportlichen Look.
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Ihr Blog ermöglicht ihr so einige Abenteuer, wie zum Beispiel ein Rundflug über Heidelberg.

Heidelberg – Schräge Leser, peinliche Sponsoring-Anfragen und Tipps für „Fashion Victims“: HEIDELBERG24 trifft die 25-jährige Modebloggerin „Leonie Löwenherz“ zum Interview. 

Die 25-jährige Lena Becker startete 2011 mit ihrem Blog „Leonie Löwenherz“, benannt nach einer Kinderserie aus den 90ern. Mit mittlerweile knapp 8.500 Followern auf Instagram hat sie sich seitdem zu einer deutschlandweit bekannten und beliebten Modebloggerin durchsetzen können. Die gebürtige Heidelbergerin erzählt uns von der Liebe zur ihrer Heimatstadt und ihren skurrilen Erfahrungen im Modebusiness:
Was macht Deinen Blog so erfolgreich?

Ich repräsentiere sozusagen den „Normal-Typ“. Auf meinem Blog sucht man vergeblich nach High-Fashion-Trends, die von einem klapperdürren Model dargeboten werden.

Kooperierst auch mit Unternehmen?

Ja, aber man sollte als Blogger schnell verstehen, dass solche Kooperationen mit Unternehmen nur Sinn machen, wenn man selbst dahinter steht und es zum Blog passt. Die Leser sind nicht dumm. In 95 Prozent der Fälle trage ich die Sachen, die ich mir gekauft habe. Der Leser kennt natürlich meinen Stil. Wenn ich plötzlich einen Pulli, der absolut nicht meinem Stil entspricht, präsentiere und ihn meiner Leserschaft anpreise, dann glaubt mir das keiner. 

Blogs können häufig auch gewinnbringend sein. Kleine Sponsoring-Verträge können lohnenswert sein: Gratis Kleider, Make-Up und Beauty-Produkte.

Deine schlimmste/peinlichste Anfrage für eine Kooperation?
Ein Erotikspielzeughersteller wollte mir mal seine Produkte zuschicken, um darüber einen Blog-Post zu machen. In dem Moment dachte ich mir nur: Was an meinem Blog lässt denn darauf schließen, dass das ein Thema ist, das ich mit der Welt teilen möchte (lacht). Das ging gar nicht!

Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Mein Stil ist eher klassisch. Ist auch immer total stimmungsabhängig.

Hast Du Erfahrungen mit merkwürdigen Lesern gemacht?

Ein Mann hat mich gefragt, ob ich ihm meinen Rock verkaufen würde. Daraufhin habe ich ihm den Link zu meinem Rock, in neu, in einem Online-Shop geschickt. Er wollte aber meinen getragenen. Auch Anfragen nach getragenen Schuhen kommen vereinzelt rein.

Hat der Blog Deine Meinung auf eine gewisse Art verändert?

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ – die gesamte Modeszene sieht von außen immer so schön aus. Die Fashion-Week in Berlin ist größtenteils reine Wichtigtuerei. In der Modewelt geht es eben um „viel sehen und gesehen werden“. Ich habe durch den Blog gemerkt, dass diese Oberflächlichkeiten nicht so meins sind. Das was ich mache, kann jeder machen, deswegen halte ich mich auch nicht für etwas besseres.

Was kannst Du jungen Blogger-Anwärterinnen raten?
Heute ist Social Media nicht wegzudenken. Die Schnelllebigkeit lässt oftmals keine Zeit übrig, um sich mit langen Texten auseinanderzusetzen. Instagram hat eine enorme Reichweite und ist mittlerweile auch Ursprung der aktuell erfolgreichen Blogs. Dann sollte man natürlich noch kontinuierlich dabei bleiben und dabei immer authentisch sein.

Was darf Deiner Meinung nicht im Kleiderschrank einer Frau fehlen?

Eine gute Handtasche, die man jederzeit und überall mitnehmen kann. Die schwarze Skinny-Jeans lässt sich mit jeder Stilrichtung und jedem Outfit kombinieren. Zu guter Letzt: Der Kleiderschrank sollte so basic, wie möglich bleiben – dem Outfit verpasst man den letzten Schliff mit Accessoires. 

Gibt es Tage an denen Du keine Lust hast zu bloggen?

Ich bin ein richtiges Sommerkind und dementsprechend auch häufig unterwegs im Sommer. Da hat man dann doch seltener Lust zu bloggen. Deshalb nutze ich meine ideenreichen Phasen in denen ich viel vorbereite.
Auf Blogs wird ständig das perfekte Leben inszeniert, was hälst Du davon?
Die Bilder sind nun mal gestellt, auch bei mir. Wenn ich in der Heidelberger Altstadt für einen neuen Blogpost shoote, wissen meine Leser nicht, dass ich mich irgendwo in einer öffentlichen Tiefgarage umziehe, um mehrere Outfits zu präsentieren. Solche Hintergründe lassen die perfekte Fassade bröckeln. Ich sehe mich da auch als eine Art „Nischen-Bloggerin“. Außerdem habe ich eben nicht diesen perfekten Körper oder diesen extremen Abnehm- und Fitnesszwang.
Ich brauche keinen Reichtum oder Ruhm, „La Dolce Vita“ wäre für mich definitiv Essen ohne zuzunehmen (lacht). 
Gibt es Designer aus der Region, die Du empfehlen kannst?
Ja, eigentlich ein Mannheimer Unternehmen mit Sitz in Heidelberg: evaw/wave. Die Mode ist sportlich, bunt und quirlig. 
Deine HotSpots in Heidelberg?
Die Altstadt ist mitunter meine Anlaufstelle Nummer eins. Die wunderschönen Gassen dienen häufig als Kulisse für meine Fotos im Blog. Auch der Charme vom Schloss ist unüberbietbar. Am liebsten würde ich an einem der wunderschönen Häuser am Neckar leben.
Wie würdest du den Heidelberger Modestil beschreiben?
Ich finde den lockeren, gediegenen Stil sehr ansprechend. Man erkennt die Studentenstadt wieder, die Outfits sehen sehr souverän aus und nicht so nach „München-Louis-Vuitton“-Schickimicki (lacht).

>>>Lenas Blog: „Leonie Löwenherz“

jst

Quelle: Heidelberg24

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