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Corona in Heidelberg: Zahlen rasen nach oben – Weihnachtsmarkt abgesagt

Heidelberg - Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich über 620 Personen mit dem Virus infiziert. Alle wichtigen Infos und Entwicklungen findest Du im Ticker:

  • Heidelberg: Insgesamt haben sich 640 (+12) mit dem Coronavirus infiziert, 558 Personen gelten als genesen, sieben sind gestorben.
  • Aktuell gibt es in Heidelberg 75 (+11) aktive Corona-Fälle.
  • Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Heidelberg bei 39,4 (Stand: 16. Oktober).

Update vom 16. Oktober, 15:53 Uhr: Die Stadt Heidelberg und Heidelberg Marketing müssen eine traurige Nachricht für alle Weihnachtsfans machen: Der Weihnachtsmarkt 2020 in der Altstadt muss wegen der ansteigenden Corona-Infektionen abgesagt werden. Mathias Schiemer, Geschäftsführer von Heidelberg Marketing: sagt dazu: „Wir hätten unser Sicherheits- und Hygienekonzept dann nicht mehr mit der notwendigen Verlässlichkeit umsetzen können. Es blieb uns keine andere Wahl, als den Weihnachtsmarkt 2020 abzusagen. Wir wissen, dass dies insbesondere Heidelberger Schausteller hart trifft. Wir schauen daher aktuell, ob wir ihnen in der Vorweihnachtszeit alternativ einzelne Standorte im Stadtgebiet als Standfläche anbieten können.

Corona in Heidelberg: Stadt macht Ernst – ab heute gelten stengere Regeln

Update vom 16. Oktober, 12:38 Uhr: Und die Zahlen steigen munter weiter... Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreis meldet am Freitag (16. Oktober) für das Heidelberg 14 weitere laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle im Stadtgebiet auf 640, derzeit gelten 75 als „aktiv“. 558 Menschen sind bereits wieder von einer Ansteckung genesen, sieben an oder mit Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 39,4. Die Stadt hat zur Eindämmung des Virus in der Altstadt und an frequentierten öffentlichen Plätzen eine Maskenpflicht erlassen und Kontakte weiter eingeschränkt.

Corona in Heidelberg: Stadt und Bundeswehr unterstützen Gesundheitsamt

Ein erhöhtes Infektionsgeschehen bedeutet für die Mitarbeiter des Gesundheitsamts zusätzliche Arbeit, insbesondere in der telefonischen Kontaktnachverfolgung. Ein Sprecher der Stadt sagt auf Anfrage von HEIDELBERG24, dass die Verwaltung für die Kontaktnachverfolgung und die Verstärkung der Corona-Hotline (06221/522-1881) zusätzliches Personal bereitstellen will. Insgesamt 15 Stadt-Mitarbeiter sollen das Gesundheitsamt unterstützen. Kreis-Sprecherin Silke Hartmann bestätigt, dass das „erste Stadt-Personal bereits am Montag (19. Oktober) seine Arbeit beim Gesundheitsamt aufnehmen“ wird.

Zusätzlich hat das Gesundheitsamt einen Antrag auf Amtshilfe durch die Bundeswehr gestellt. In der kommenden Woche soll in ersten Gesprächen geklärt werden, welche Aufgaben die Soldaten übernehmen sollen. Bislang sind zehn Personen zugesagt. Das neue Personal soll laut Hartmann in der Kontaktnachverfolgung (Ermittlungsteam) zum Einsatz kommen. Es handelt sich dabei um eine andere Abteilung als die Corona-Hotline. Diese ist momentan unter der Woche mit „sieben bis acht, und am Wochenende mit vier Personen“ besetzt, erläutert die Sprecherin des Rhein-Neckar-Kreises. (rmx)

Corona in Heidelberg: Stadt macht Ernst – ab heute gelten strengere Regeln

Update vom 15. Oktober, 17:20 Uhr: Ab Freitag (16. Oktober) gelten in Heidelberg aufgrund der steigenden Corona-Infektionen neue Verschärfungen. Zum einen wird die Maskenpflicht ausgeweitet und das Kontaktverbot weiter beschränkt. Die Stadt reagiert damit auf die Vorgaben, die bei der Konferenz mit Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen wurden. Die Maßnahmen im Detail und auf einen Blick

Die Maskenpflicht gilt nun auch …

  • in der Fußgängerzone in der Altstadt
  • auf dem Bismarckplatz
  • auf dem Bahnhofsvorplatz (Willy-Brandt-Platz)
  • auf Wochenmärkten
  • auf anderen Märkten, wie Flohmärkte.

Die Maskenpflicht gilt nicht für …

  • Kinder bis zum 6. Lebensjahr
  • Menschen mit gesundheitlichen Problemen, weshalb sie keine Maske tragen können
  • Personen, die in der Außengastronomie sitzen
  • Fahrradfahrer, Autofahrer oder andere Fahrer
  • Bauarbeiter

Die Bereiche in Heidelberg, in denen die Maskenpflicht gilt, werden vor Ort unter anderem durch Schilder ausgewiesen. Wer gegen das Maskengebot verstößt muss ein Bußgeld von mindestens 70 Euro zahlen.

Hier gilt in Heidelberg die Maskenpflicht.

Kontaktverbot

  • Privatveranstaltung, wie Hochzeiten oder Geburtstage, sind in privaten Räumen nur noch mit maximal 15 Teilnehmern erlaubt
  • In öffentlichen oder angemieteten Räumen sind nur 25 Personen erlaubt.
  • Wer gegen diese Verschärfungen verstößt muss mit einem Bußgeld bis zu 2.500 Euro rechnen.

Corona in Heidelberg: Fallzahlen steigen weiter an

Update vom 15. Oktober, 13:43 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Heidelberg steigt um acht auf 626 an. Davon sind bereits wieder 555 genesen. Es gibt damit noch 64 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 35 pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage.

Update vom 14. Oktober, 15:40 Uhr: Die Stadt Heidelberg reagiert auf die Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wird die Maskenpflicht auf stark frequentieren Straßen und Plätzen verschärft und private Feiern beschränkt.

Auch am Bismarckplatz muss eine Maske getragen werden.

In der Pressemitteilung der Stadt Heidelberg werden die Maßnahmen konkretisiert: „Hauptproblem der derzeitigen Entwicklung ist, dass Infizierte deutlich mehr Menschen anstecken als im Frühjahr. Wesentlicher Treiber dafür sind private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Partys. Die Stadt reduziert deshalb die zulässige Teilnehmerzahl bei privaten Veranstaltungen auf 25 Personen in privaten Räumen und auf 50 Personen in öffentlichen oder angemieteten Räumen. Außerdem soll aufgrund der sehr hohen Besucherdichte künftig eine Maskenpflicht auf stark frequentierten Straßen und Plätzen gelten. Die Maskenpflicht gilt für den Fußgängerbereich der Altstadt, Bismarckplatz, Alte Brücke, die Umsteigebereiche vor dem Hauptbahnhof und am Neckarmünzplatz sowie für die Wochenmärkte. Die Bereiche werden unter anderem durch Schilder ausgewiesen. Die Regelungen werden von der Stadt per Allgemeinverfügung erlassen. Die Bestimmungen treten aller Voraussicht nach am kommenden Freitag, 16. Oktober, in Kraft.“

Die Stadt Heidelberg ergreift außerdem noch weitere Maßnahmen, wie die Erhöhung des Personals in der Nachverfolgung von Kontaktpersonen.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner appelliert erneut an die Bürger: „Die Analyse des Gesundheitsamtes ist eindeutig. Das Hauptproblem sind Begegnungen auf engem Raum ohne Maske. Deshalb ist das Gebot der Stunde: Maske tragen und Abstand halten. Nur so können wir es vermeiden, dass wir wieder ganze Einrichtungen schließen müssen. Wir müssen alles tun, um weitere Neuinfektionen zu verhindern und das öffentliche Leben aufrecht zu erhalten. Bitte helfen Sie mit, das Virus in Schach zu halten. Ich kann nur an jeden appellieren, auch Feiern unterhalb der Grenze von 25 Personen zu überdenken, damit wir nicht in eine Lage kommen, in der wir die Grenze deutlich niedriger ansetzen müssen.

Corona in Heidelberg: Vorwarnstufe erreicht – Lage wird ernst

Update vom 14. Oktober, 13:37 Uhr: Die Lage in Heidelberg verschärft sich. Wie das zuständige Gesundheitsamt am Mittwoch mitteilt, steigt die 7-Tage-Inzidenz von 30,6 auf 36,2. Damit wurde nun also der kritische Wert von 35 überschritten und die sogenannte Vorwarnstufe erreicht. Sobald 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen erreicht werden, wird Alarmstufe rot ausgerufen und verschärfte Maßnahmen sind zu erwarten. Wie die Stadt Heidelberg auf die Vorstufe reagiert, und ob sie hierfür bereits Maßnahmen ergreifen will, ist noch unklar.

Insgesamt haben sich in Heidelberg 618 Personen mit dem Coronavirus infiziert, davon sind bereits 548 wieder genesen. Es gibt noch 63 aktive Fälle in der Stadt.

Update vom 13. Oktober, 13:52 Uhr: In einer Heidelberger Klinik stirbt am Samstag (10. Oktober) ein 70-jähriger Mann im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das berichtet das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis am Dienstag in einer Mitteilung. Der Verstorbene kommt aus dem Rhein-Neckar-Kreis. In Heidelberg sind bislang sieben Menschen an oder mit Corona gestorben.

Insgesamt gibt es seit Ausbruch der Pandemie 605 Infizierte, davon sich aber lediglich 59 aktive. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Heidelberg bei 30,6.

Heidelberg: Lage spitzt sich zu – jetzt drohen verschärfte Regeln

Update vom 12. Oktober, 15:50 Uhr: Seit einigen Tagen geht die Zahl der aktiven Fälle in Heidelberg wieder schneller nach oben. Für Oberbürgermeister Eckart Würzner höchste Eisenbahn, um wieder an die Bürger zu maximaler Rücksicht und Einhaltung der Regeln zu appellieren. Am Montag heißt es in einer Mitteilung von Würzner: „Die meisten Heidelbergerinnen und Heidelberger verhalten sich seit Beginn der Pandemie vorbildlich. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Die Infektionszahlen steigen aktuell dennoch leider deutlich an. Jeder Einzelne ist gefordert, sich weiter konsequent an die AHA-Formel aus Abstand, Hygiene und Alltagsmaske zu halten, um sich selbst und alle Mitmenschen zu schützen.“ Der 59-Jährige bittet um regelmäßiges Lüften und die Nutzung der Corona-Warn-App.

Wir müssen jetzt den Anstieg der Infektionszahlen stoppen. Ansonsten sind neue Einschränkungen etwa bei Feiern und Zusammenkünften unvermeidlich. Wir bereiten uns darauf vor, im öffentlichen Raum eine Maskenpflicht an stark frequentierten Bereichen einzuführen, etwa am Bismarckplatz und auf der Hauptstraße“, so Würzner.

Heidelberg: 13 neue Fälle in der Stadt – rasanter Antstieg übers Wochenende

Update vom 12. Oktober: Das Landratsamt im Rhein-Neckar-Kreis verzeichnet am Montag in Heidelberg einen hohen Anstieg der Corona-Zahlen im Oktober. Die Zahl der Fälle steigt um 13 auf insgesamt 598 an. Die Zahl der aktiven Fälle im Stadtgebiet liegt nun bei 55. Das ist der höchste Wert seit dem 23. April. 536 Menschen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der verstorbenen Personen bleibt gleich bei 7.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Heidelberg aktuell bei 29,3. In den vergangenen sieben Tagen sind damit in Heidelberg auf 100.000 Einwohner gerechnet knapp 30 Personen neu erkrankt. Damit unterschreitet die Stadt Heidelberg nur noch knapp die vom Land definierte „Vorwarnstufe“ von 35 Fällen je 100.000 Einwohner.

Update vom 9. Oktober: Die Zahl der Corona-Fälle in Heidelberg ist am Freitag um 7 auf insgesamt 577 gestiegen. Wie das Landratsamt im Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, sind bisher 1.603 Personen wieder genesen. 119 Fälle gelten als aktiv.

Corona in Heidelberg: Betreuerin von „Päd-Aktiv“ erkrankt – Grundschüler in Quarantäne

Update vom 7. Oktober: In Heidelberg wurden bislang 556 nachgewiesene Corona-Fälle gemeldet, aktuell sind 27 Menschen an Covid-19 erkrankt. Unter ihnen nun auch eine Mitarbeiterin von „Päd-Aktiv“, wie die RNZ berichtet. Die Frau arbeitet demnach in der Hausaufgabenbetreuung einer zweiten Klasse der Kurpfalz-Grundschule18 Schüler müssen nun in Quarantäne. Auch zwei Kolleginnen der Erkrankten könnten sich mit Sars-CoV2 angesteckt haben und bleiben infolge dieses Verdachts zunächst zuhause.

Aufgrund der Corona-bedingten Konzeptänderung des Betreuungsdienstes „Päd-Aktiv“, der im Auftrag der Stadt arbeitet, werden Kinder nur noch im Klassen- oder Stufenverband betreut. Dementsprechend handelt es sich bei den 18 betroffenen Kindern auch ausschließlich um Schüler derselben Klasse. Diese müssen nun laut Bericht bis voraussichtlich 15. Oktober in die häusliche Quarantäne.

Corona in Heidelberg: Erster Todesfall seit Juni – Mann stirbt in Klinik

Update vom 1. Oktober: Wie das Gesundheitsamt am Donnerstag um 13 Uhr mitteilt hat, haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 537 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Da jedoch bereits 503 Menschen wieder genesen und 7 verstorben sind, beläuft sich die Zahl der aktiven Corona-Fälle auf 27. Auch die 7-Tages-Inzidenz in Heidelberg ist seit Beginn der Woche auf 13,1 (+2) angestiegen.

Heidelberg: Erster Corona-Toter seit Juni - Mann stirbt in Klinik

Update vom 30. September: Im Rhein-Neckar-Kreis ist erstmals seit 7. Juni wieder ein Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt worden. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, handelt es sich dabei um einen über 70 Jahren alten Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der am Freitag (25. September) in einer Klinik in Heidelberg verstarb. In Abstimmung mit der Pressestelle des Sozialministeriums verzichtet das Gesundheitsamt aufgrund des Persönlichkeitsschutzes sowie des Schutzes der trauernden Angehörigen bei der Kommunikation von Corona-Todesfällen auf Detailinfos wie den genauen Wohnort.

Heidelberg: 2.400 neue Tablets - Stadt rüstet Schulen für erneute Corona-Schließungen

Update vom 29. September, 21 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Heidelberg innerhalb eines Tages um drei angestiegen. Damit gelten noch 25 Fälle in der Stadt als aktiv. Bund und Länder wollen angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen in Deutschland Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer beschränken. Dies gelte jedoch nur wenn in einem Landkreis innerhalb von einer Woche mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner auftreten. Wer falsche persönliche Angaben beim Restaurantbesuch macht, dem soll ein Bußgeld von mindestens 50 Euro drohen.

Update vom 29. September, 10 Uhr: Auch wenn sich die Corona-Infektionen in Heidelberg bislang in überschaubaren Grenzen halten, will man diesmal besser auf mögliche Teilschließungen von Schulen gerüstet sein. Deshalb hat die Stadt 2.400 Tablets für Schulen bestellt. Die Kosten von 1,4 Millionen Euro werden aus Mitteln des „Digitalpakts“ von Bund und Ländern finanziert.

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl160.355 (2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)
SehenswürdigkeitenSchloss, Alte Brücke, Altstadt, Ruprecht-Karls-Universität

Der Lockdown habe gezeigt, dass eine gute digitale Ausstattung an den Schulen unverzichtbar sei, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos). Um die passenden Endgeräte beschaffen zu können, habe man beim Digitalpakt „entschlossen“ zugepackt. „Gerade Kinder aus einkommensschwachen Familien besitzen oft keine eigenen Tablets oder haben keinen Zugang zu einem geeigneten Rechner“, erklärt OB Würzner.

2.400 Tablets für Heidelberger Schulen - Fernunterricht gesichert?

In den Sommerferien wurden die Geräte mit den nötigen Programmen installiert und an die Heidelberger Schulen verteilt. „Wir sind sehr dankbar für die Tablets, die es uns ermöglichen, praktisch alle Schüler digital zu unterrichten“, freut sich Sabine Horn, Rektorin der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Kirchheim. Mit den 180 neuen Tablets werde die GSS jetzt 290 Tablets haben. Bei einer erneuten Schulschließung könnte jeder zweite Schüler ein Gerät bekommen, meint Horn. „Bereits jetzt können wir denjenigen Schülern, die aktuell die Schule nicht besuchen können, die digitale Teilnahme am Unterricht ermöglichen.

Schüler an den 35 öffentlichen Heidelberger Schulen können sich die Tablets leihen. Dazu stellt die Stadt einen Leihvertrag zur Verfügung. An den 35 Schulen in städtischer Trägerschaft kann nun knapp jeder vierte Schüler ein mobiles Endgerät bekommen. Die Stadt geht aber davon aus, dass alle Schüler bei einer etwaigen Schulschließung am Fernunterricht teilnehmen können, da viele bereits eigene Tablets oder Rechner haben. (pm/rmx)

Heidelberg: Arbeitslos durch Corona – diese Gruppen sind betroffen

Grundtext vom 28. September: Wie das Gesundheitsamt am Montag (28. September) mitteilt, hat sich die Zahl der Corona-Infizierten um eins auf 527 erhöht. Da bereits 491 Menschen wieder genesen und 40 verstorben sind, beläuft sich die Zahl der aktiven Corona-Fälle auf 29. Die 7-Tages-Inzidenz in Heidelberg liegt aktuell bei 11,2.

Corona in Heidelberg: Arbeitsmarkt stabiler als in anderen Städten

Der Heidelberger Arbeitsmarkt ist besser durch das erste halbe Jahr der Corona-Krise gekommen als vergleichbare Städte in Baden-Württemberg – dank Kurzarbeit, Fördermaßnahmen von Stadt, Land und Bund sowie eines breiten Branchenmix mit Arbeitsplätzen überwiegend in krisenfesten Bereichen wie Gesundheit, Soziales und öffentlicher Dienst. Die Zahl der Arbeitslosen in Heidelberg ist seit März 2020 um 1.150 Personen auf 4.405 im August gestiegen. Mit einer Steigerung um 1,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent hat Heidelberg damit den geringsten Anstieg bei der Arbeitslosenquote aller baden-württembergischen Großstädte zu verzeichnen.

Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind am stärksten betroffen: Rund 2.200 von ihnen sind ohne Arbeit – ein Drittel mehr als vor der Krise. Deutliche Anstiege gab es aber auch bei Menschen mit betrieblicher/schulischer Ausbildung (+33,7 Prozent / 310 Personen) sowie Akademiker*innen (+31,9 Prozent / 244 Personen). Die Stadt steuert unter anderem durch Unterstützung der Heidelberger Betriebe entgegen, etwa im Rahmen der Heidelberger Wirtschaftsoffensive und durch Ausweitung der Außengastronomie.

Heidelberg: So viele Menschen sind wegen der Corona-Pandemie in Kurzarbeit

Insgesamt wurde bei der Agentur für Arbeit von März bis August 2020 von rund 2.000 Betrieben in Heidelberg für etwa 29.500 Personen Kurzarbeit neu angezeigt, davon allein im März und April für rund 24.000 Mitarbeiter*innen. Damit ist ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Heidelberg betroffen. Auf diese Weise konnte ein stärkerer Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Frühjahr vermieden werden. Seit Mai nahmen die Neuanmeldungen (2.665 Personen) deutlich ab. Im August kamen nur noch 73 Neuanmeldungen durch insgesamt 14 Betriebe neu hinzu.

Heidelberg: Appell zur Berücksichtigung der AHA-Formel – Abstand, Hygiene und Alltagsmasken

Oberbürgermeister Prof. Würzner betont: „Die allermeisten Bürgerinnen und Bürger halten sich an die Vorgaben der Corona-Verordnung. Mit ihrem besonnenen Verhalten leisten sie einen großen Beitrag dazu, dass wir weite Bereiche des öffentlichen Lebens aufrechterhalten können und Heidelberg vergleichsweise gut dasteht. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken und zugleich appellieren, sich weiter an die AHA-Formel aus Abstand, Hygiene und Alltagsmasken zu halten. Wir müssen uns immer wieder bewusstmachen, dass wir das Coronavirus noch nicht hinter uns gelassen haben. Es ist nach wie vor sehr wichtig, dass sich alle an die Regeln halten und möglichst keine weiteren Einschränkungen oder gar ein zweiter Lockdown nötig werden. Denn dies hätte massive wirtschaftliche Folgen.“ (pm/kp)

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