Neckarvorland in Heidelberg

„Corona-Kreise“ auf Neckarwiese – so viele Personen dürfen in einem sitzen

Heidelberg - Das Pfingswochenende wird sommerlich warm, viele Menschen zieht es an die frische Luft. Corona-Kreise auf der Neckarwiese sollen helfen, die Abstandsregeln einzuhalten.

  • Wegen der Coronavirus-Pandemie gelten weiter Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. 
  • Die Stadt Heidelberg lässt auf der Neckarwiese „Corona-Kreise“ auf den Rasen malen.
  • Sie sollen helfen, dass Besucher die Abstände zu anderen Personen einhalten.

Ein sonniges Pfingstwochenende steht vor der Tür, da ist es klar, dass viele Menschen sich vermehrt an der frischen Luft aufhalten werden. Auch wenn viele Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Baden-Württemberg inzwischen wieder weitgehend gelockert wurden, gelten Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln weiterhin. 

Ein bei schönem Wetter beliebter Aufenthaltsort in Heidelberg ist das Neckarvorland im Stadtteil Neuenheim. In den warmen Monaten bevölkern hunderte, manchmal tausende Menschen die Neckarwiese zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Ernst-Walz-Brücke. Auf der 5 Hektar großen Fläche sitzen Familien und Freunde beisammen, es wird gegrillt, musiziert, gelacht. Kinder toben am Wasserspielplatz. Auf der Ballspielfläche wird Volleyball oder Fußball gespielt. 

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl160.355
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner

Heidelberg: Stadt malt 200 „Corona-Kreise“ auf Neckarwiese

Damit die Besucher über Pfingsten bei sommerlichen Temperaturen trotz Corona in Heidelberg auch auf der Neckarwiese die vorgeschriebenen Mindestabstände einhalten, greift die Stadt zu einer Maschine, die normalerweise auf Fußballplätzen zum Einsatz kommt: Am Freitagmorgen (29. Mai) malen Stadtangestellte rund 200 „Corona-Kreise“ mit einem Durchmesser von drei Metern auf den Rasen zwischen Theodor-Heuss-Brücke und Wasserspielplatz am DLRG-Häuschen.

Die Stadt markiert die Neckarwiese mit rund 200 „Corona-Kreisen“.

Wir wollen für die Neckarwiese eine kleine Orientierungshilfe geben, damit sich niemand Sorgen um den richtigen Abstand machen braucht“, sagt Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson (Grüne). 

Corona-Kreise auf der Neckarwiese: So viele Menschen dürfen sich in einen setzen

In einen Kreis dürfen sich Personen allein oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt sowie maximal eines weiteren Haushaltes setzen. Der Abstand zwischen den Kreisen beträgt drei Meter - genügend Platz also, um zwischen den Gruppen hindurch zu laufen.

Der Vorteil der Kreise liegt für Martin Geißler vom Landschafts- und Forstamt auf der Hand: Man müsse auf der Neckarwiese nicht mehr auf die Abstände hinweisen, da man sich an den Kreisen orientieren könne. „Wir rechnen über das Pfingstwochenende mit einem höheren Besucheraufkommen“, erklärt Geißler. Das sei Anlass für die Maßnahme gewesen, die jetzt gemeinsam mit dem Sportamt durchgeführt wird. Die Rasenmarkierfarbe hat keinen dauerhaften Effekt. Sie wird mit der Zeit und durch die Witterung von alleine verschwinden.

Doch während ganz langsam der Alltag auf der Neckarwiese wieder eintritt, folgt die traurige Nachricht von der halle02. Dort werden künfitg keine Konzerte und Partys mehr stattfinden.

Übrigens: „Corona-Kreise“ als Orientierungshilfen gibt es inzwischen auch in vielen anderen Städten weltweit, beispielsweise in New York.

Weitere Entwicklungen der Corona-Krise in Heidelberg findest Du in unserem neuen Ticker. 

rmx

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