Aktion von Polizei und Stadt

Belohnung für Müllsammler auf Neckarvorland

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Das Neckarvorland ist ein beliebter Partyplatz zum Schulabschluss.

Die Neckarwiesen sind ein beliebter Treffpunkt für Schulabschlussfeiern – so auch am heutigen Mittwoch, 30. Juli. Dann wollen Polizei und Stadt vor Ort sein, um eine neue Belohnungsaktion vorzustellen.

Anlässlich der bevorstehenden Schulabschlussfeiern auf dem Neckarvorland setzt das „Netzwerk Kommunale Kriminalprävention“ – ein Netzwerk des Polizeipräsidiums Mannheim und der Stadt Heidelberg – auf Aufklärung. Für die Zeit rund um den letzten Schultag am Mittwoch, 30. Juli, wurde wieder ein Bündel an Jugendschutzmaßnahmen geschnürt. Die Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen: Die große Mehrheit der Jugendlichen feiert den Ferienbeginn friedlich und fröhlich. Dennoch gibt es immer wieder  Schüler, die besonders beim Alkoholkonsum über die Stränge schlagen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Stadt und Polizei weisen deutlich darauf hin, dass sie die Schulabschlussfeiern keinesfalls unterbinden wollen – doch es soll nur möglichst friedlich und ohne Alkoholexzesse zugehen.

Und ohne Müllberge! Deshalb wird in diesem Jahr ist die Belohnungsaktion zur Müllvermeidung gestartet, mit dem verantwortungsvolles und umweltbewusstes Handeln der Jugendlichen honoriert wird. 

Eine volle orangefarbene Mülltüte kann gegen eine Tüte Chips, Salzstangen oder Äpfel eingetauscht werden.

Außerdem werden Eintrittsgutscheine für das Tiergartenschwimmbad an die Müllsammler verteilt, die die Stadtwerke Heidelberg zur Verfügung gestellt haben. Die Mülltüten werden bei den Jugendschutzkontrollen ausgegeben und können am Belohnungsstand beim großen Abfallcontainer an der Theodor-Heuss-Brücke abgegeben werden.

Weiteren Bausteine der Jugendschutzaktion:

- Mitarbeiter des städtischen Bürgeramtes werden stichprobenartig Verkaufsstellen von Alkohol im Einzugsbereich des Neckarvorlandes auf die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften, vor allem auf das Verbot der Abgabe von Alkohol an unter 16-Jährige sowie von branntweinhaltigen Getränken an unter 18-Jährige kontrollieren. Verstöße werden umgehend unterbunden und geahndet. 

- Im Vorfeld des letzten Schultages sind 126 Schulen in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis angeschrieben worden mit der Bitte, die Schüler über die Kontrollen auf dem Neckarvorland zu informieren und sie zum vernünftigen Umgang mit Alkohol aufzurufen. Auch sollen die Schulen innerhalb ihres pädagogischen Konzeptes darauf hinwirken, dass bei den Feiern anfallender Müll der Umwelt zuliebe entsorgt wird. 

- Die Polizei begleitet den letzten Schultag auf ihrer Facebook-Seite. 

- Auf dem Neckarvorland selbst werden am letzten Schultag Mitarbeiter des Bürgeramtes, des Kinder- und Jugendamtes, des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie Polizeibeamte die Feiern aufmerksam beobachten. Kinder und Jugendliche werden bei unerlaubtem Alkoholkonsum angesprochen, Alkoholika beschlagnahmt. 

- Falls erforderlich, werden die Kinder und Jugendlichen in Gewahrsam genommen und ihren Eltern übergeben. Mitarbeiter des städtischen Kinder- und Jugendamts werden ebenfalls vor Ort sein und bei Bedarf mit den Jugendlichen und deren Eltern das Gespräch suchen.

- Das Deutsche Rote Kreuz und die DLRG werden auf dem Neckarvorland vor Ort sein, um in Fällen von übermäßigem Alkoholkonsum oder Verletzungen (wie beispielsweise Schnittverletzungen durch herumliegende Glasscherben) rasch Hilfe leisten zu können.

- Stadt und Polizei arbeiten eng mit der Heidelberger Kinderklinik und den Heidelberger Suchtberatungsstellen zusammen, bei denen Kinder und Eltern im Krisenfall rasche Beratung und Hilfe finden. ·

pm/kb

 

Quelle: Heidelberg24

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