Tödliche Gefahr

Antiobiotika oft gegen Bakterien wirkungslos

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Antibiotika versagen immer öfter gegen Bakterien.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, dass Antibiotika immer häufiger gegen Bakterien versagen.

Simple Infektionskrankheiten und kleinere Verletzungen, die seit Jahrzehnten erfolgreich behandelt wurden, könnten deshalb künftig wieder bei mehr Menschen zum Tod führen, sagte der stellvertretende WHO-Direktor Keiji Fukuda am Mittwoch in Genf. Er stellte dort eine globale Studie seiner Organisation zu dem Problem vor.

Notwendig seien "entschlossene und koordinierte Aktionen", um Infektionen wirksamer vorzubeugen und die Herstellung, Verschreibung und Einnahme von Antibiotika zu ändern. Der WHO-Bericht fordert die Politiker weltweit auf, die Leistungsfähigkeit von Laboren auszubauen, um Resistenzen schneller erkennen und ihnen rechtzeitig begegnen zu können. Vor allem müsse es auch bessere Hygienemaßnahmen, Zugang zu sauberem Wasser, Infektionskontrollen in Gesundheitszentren und Impfungen geben, um den Einsatz von Antibiotika zu drosseln. Ärzte und Apotheker sollten Antibiotika nicht mehr so häufig verschreiben.

Einsatz von Antibiotika reduzieren

Der Bericht erfasst Daten aus 114 Ländern und konzentriert sich auf sieben Bakterienarten, die Erreger für eine Reihe von Infektionskrankheiten sind wie Durchfall, Lungen- und Harnwegsentzündungen sowie die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, auch als Tripper bekannt.

Dabei stellten die Wissenschaftler unter anderem fest, dass einer der häufigsten Erreger für Infektionskrankheiten, das Darmbakterium Klebsiella pneumoniae, weltweit eine Resistenz gegen Antibiotika entwickelt hat. Ähnliche Entwicklungen gebe es bei anderen Bakterienarten, etwa beim Darmbakterium Escherichia coli (E. coli).

Zum Krankenhauskeim MRSA (Methillicin-resistenter staphylococcus aureus) heißt es in dem Bericht, bei den damit infizierten Menschen sei das Risiko eines tödlichen Ausgangs 64 Prozent höher als bei einer Erkrankung mit den entsprechenden nicht resistenten Bakterien.

AFP

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