Ist die thailändische Küche wirklich so gesund?

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Thailändisches Essen liegt voll im Trend. Es ist äußerst vielseitig, schmackhaft und gesund. So jedenfalls die allgemeine Meinung. Doch ist das Thaifood wirklich so gesund wie wir annehmen?

Wir haben uns auf die Suche nach dem Geheimnis der exotischen Küche gemacht und sind auf interessante Fakten gestoßen.

Zunächst wollen wir die Ursprünge der thailändischen Küche etwas näher kennenlernen. Die Küche kann auf eine jahrtausendealte Tradition zurückblicken. Dabei stammen viele heute als Thaifood bekannten Gerichte gar nicht aus Thailand. Bei einem Blick auf die Geschichte wird klar, dass viele Köstlichkeiten aus China, Indien und Südasien nach Thailand gekommen sind. Erst durch den chinesischen Einfluss begannen die Thailänder beispielsweise, einige Speisen zu frittieren. Heute ist diese Zubereitungsmethode die Basis vieler Gerichte, die aus der Speisekarte nicht mehr wegzudenken sind. 

Wer bereits in Thailand war, wird mindestens einmal bei einer Garküche gegessen haben. Diese finden sich an fast jeder Ecke. Die Thailänder essen nicht drei Mahlzeiten pro Tag, sondern mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Diese holen sie sich vor allem bei den mobilen Garküchen, die meist auf nur eine Speise spezialisiert sind. Hier finden sich Suppen, Currys, Reis- und Nudelgerichte, sowie Süßspeisen. Thailänder verzichten übrigens häufig auf den Einsatz von Salz. Ihre Speisen würzen sie hingegen mit typischen Gewürzen wie Chili, Ingwer, Zitronengras, Koriander, Knoblauch, Thai-Basilikum, Fischsoße, Tamarinde und Limette. 

Generell bestehen viele Gerichte aus frischem Gemüse, das mit Reis und/oder Fleisch serviert wird. Die Zutaten sind frisch und werden nur kurz gegart, womit wertvolle Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Anstatt das Gemüse in Fett zu braten, werden die Zutaten häufig in Soja- oder Fischsoße zubereitet. Ziel eines jeden Thai-Gerichts ist es, die perfekte Harmonie von Gewürzen und Aromen herzustellen. Jede Speise sollte gleichzeitig scharf, süß, sauer und salzig schmecken. Hier unterscheidet sich die asiatische Küche deutlich von unserer. Hierzulande wird zwar nicht nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, dennoch gibt es kaum Gerichte, die alle Geschmackskomponenten ansprechen. 

Doch ist Thaifood dadurch gesünder? Nicht unbedingt. Die Thailänder verwenden viel Öl, um einige Zutaten zu frittieren. Damit kommt auch in der thailändischen Küche viel Fettiges auf den Tisch. Zudem verwenden viele thailändischen Köche Glutamat. Dem weißen Pulver kommt oft sogar eine ähnliche Bedeutung wie Salz oder Pfeffer zu. Es wandern oft mehrere Löffel Glutamat in nur ein Gericht. Bei dem Pulver handelt sich um einen Geschmacksverstärker, der im Verdacht steht, Alzheimer und Parkinson zu fördern. Als gesund kann die thailändische Küche also nicht immer bezeichnen. 

Dennoch schneiden viele Gerichte aus Thailand im Vergleich zu unserer Ernährung gut ab. Nehmen wir das beliebte Thai-Curry als Beispiel. Als Basis für dieses schmackhafte Gericht dient eine in der Regel selbstgemachte Currypaste, welche aus vielen geschmacksintensiven Gewürzen besteht. Diese wird zusammen mit Kokosmilch, Gemüse und einer Einlage nach Wunsch frisch zubereitet. Die Kokosmilch erinnert beim Kochen an unsere Sahne. Das enthaltene Fett ist bei der thailändischen Variante jedoch deutlich gesünder. In Kokosmilch steckt kein Cholesterin, dafür viele Vitamine und Mineralstoffe. Als Beilage zu einem Curry wird Reis gereicht. Dieser liefert die nötigen Kohlenhydrate, ist leicht verdaulich und reich an wertvollen Inhaltsstoffen. 

Reis dient generell als Grundlage für eine Vielzahl von Gerichten. Als Klassiker gilt beispielsweise Khao Pad, was übersetzt soviel wie gebratener Reis bedeutet. Dieser wird zusammen mit Ei, Gemüse, Fleisch oder Shrimps serviert. In diesem Gericht ist kaum Fett enthalten, dafür kommen wertvolle Zutaten zum Einsatz. Auch Nüsse finden in der thailändischen Küche Gebrauch. Diese sind reich an gesunden Fetten und Mineralien. Die Kombination aus guten Zutaten und Frische machen die asiatische Küche also sehr gesund. Bei ihrem nächsten Besuch in Thailand sollten Sie lediglich darauf achten, dass auf den Einsatz von Glutamat verzichtet wird.

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