Akne Inversa

Pickel am Po? Warum das für Sie gefährlich werden kann

+
Es juckt und juckt: Pickel am Allerwertesten sind nervig und meist auch unschön.

Ekzeme, rote Flecken und Pickel: Nicht nur im Gesicht, auch am Allerwertesten können sie auftreten. Wann sie sogar gefährlich werden können, erfahren Sie hier.

Sie sind lästig, unschön – und manche schmerzen sogar: fiese Pickel. Diese kommen oft in den Achseln, im Intimbereich und sogar am Po vor. Meist handelt es sich bei den Eiterbläschen um kleine Entzündungen, die durch falsche Ernährung, Hormonumstellungen oder auch durch einen Talgstau entstehen. Doch was begünstigt sonst noch Pickelchen am Gesäß?

Pickel am Po: Das könnte dahinter stecken - und was Sie tun können

Die Antwort: Schweiß. Wer zum Beispiel viel Sport treibt und dabei enge Kleidung trägt, braucht sich nicht über juckende, rote Stellen oder Pusteln wundern. Der Schweiß, der auf der Haut in Falten oder besonders beanspruchten Stellen, kann dabei nicht ablaufen und staut sich unter der Kleidung. Zudem wird die Haut durch Gehen, Laufen, aber auch durch stundenlanges Sitzen im Büro, zusätzlich belastet, was wiederum zu Entzündungen führen kann.

Oftmals sind die Pickel harmlos und klingen mit der Zeit wieder ab. Doch wenn sie immer wiederkommen sollten und stark jucken, kann dies auch auf eine Pilzinfektion hindeuten. Dann sollten sie schnell handeln und Wund- und Heilsalben sowie Antipilzcremes verwenden. Diese bekommen Sie oftmals schon rezeptfrei in der Apotheke. Zudem empfiehlt es sich, auf eine gründliche, aber sanfte Reinigung zu achten.

Richtige Reinigung: Was sie gegen die fiesen Pickel am Gesäß tun können

Tipp: Duschen Sie sich am besten einmal am Tag mit lauwarmem Wasser ab (bitte nicht zu kalt oder zu heiß!) und nutzen Sie dabei ein schonendes ph-neutrales Waschsyndet. Achten Sie besonders auf die betroffenen Hautstellen beziehungsweise etwaige Hautfalten. Trocknen Sie diese anschließend gründlich ab. Doch was ist, wenn die Pickel am Po dann immer noch nicht verschwinden wollen? Oder noch schlimmer: Sie entzünden sich immer weiter und werden immer mehr?

Dann könnte es sich um eine ernsthafte Krankheit handeln, wie Andreas Pinter vom Zentrum für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsklinik Frankfurt gegenüber der Bild erklärt. "Chronische Entzündungen können von 'innen' kommen. Das bedeutet, dass die Erkrankung meist genetisch bedingt ist beziehungsweise durch bisher noch unbekannte Mechanismen ausgelöst wird. Das ist zum Beispiel bei der Akne Inversa der Fall", so Pinter.

Schockierend: Die Krätzmilbe ist wieder auf dem Vormarsch - und gilt als hochansteckend.

Was ist Akne Inversa?

Die Akne Inversa ist eine chronische Hauterkrankung, die erblich bedingt ist. Sie entsteht durch eine Entzündung der Talgdrüsen und der Haarwurzeln von dicken Haaren im Achsel- und Schambereich.

Dies kann sehr schmerzhaft sein und zu Abszessen oder Ekzemen führen. Wenn diese aufbrechen, kann sich die Infektion schnell ausbreiten.

Zudem kapselt sich oftmals Eiter aus den Abszessen ab und Bakterien bilden unter der Haut lange Gänge, die sogenannten Fisteln. Nicht zu verwechseln ist Akne Inversa mit einer Störung der Schweißdrüsen.

 Akne Inversa: Antibiotika können helfen - doch viele erleiden erneuten Ausbruch

Gewebeproben und Ultraschalluntersuchen geben allerdings schnell Aufschluss darüber, welche Bakterien wirklich dahinterstecken. Nach der Diagnose werden meist Antibiotika verschrieben, damit die Entzündungen gestoppt werden.

Ist die Hauterkrankung allerdings schon zu weit fortgeschritten, müssen die Hautstellen chirurgisch entfernt werden – da dann die Fisteln zu weit reichen. Doch da dies meist größere Hautbereiche sind, die abgetragen werden müssen, können die offenen Stellen erneut entzünden. Angeblich soll die "Rückfallquote" sogar bei bis zu 30 Prozent liegen. Das bedeutet konkret: Viele Betroffene erleiden einen erneuten Ausbruch der schmerzhaften Akne-Pickel.

Dieses Mädchen erlebt mit vier bereits ihre Pubertät - und bald droht ihr sogar die Menopause. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Doch eine neue Bestrahlungstechnologie, die auf Licht- und Radiofrequenz setzt, soll endlich für Abhilfe sorgen. Sie ist allerdings erst seit kurzem in Deutschland zugelassen und muss privat übernommen werden. Kostenpunkt: etwa 50 Euro.

So verhindern Sie einen (neuen) Ausbruch der Akne Inversa

Zwar ist die Akne Inversa eine erblich bedingte Hautkrankheit – dennoch können Sie viel dafür tun, um das Risiko eines (weiteren) Ausbruchs zu mindern. Mögliche Risikofaktoren sind:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Zu enge, scheuernde Kleidung
  • Zu aggressive oder mangelnde Hygiene
  • Häufiges und aggressives Rasieren

Lesen Sie auch: Mit diesen Hausmitteln werden Sie Hautgrieß endlich los.

jp

Ist Schwitzen uncool? Das sollten Sie darüber wissen

Neueste Artikel

Jamaika ist gescheitert: Diese Möglichkeiten gibt es jetzt

Jamaika ist gescheitert: Diese Möglichkeiten gibt es jetzt

Schock: Das haben 16 Jahre Magersucht aus dieser Frau gemacht

Schock: Das haben 16 Jahre Magersucht aus dieser Frau gemacht

Spahn: WM 2022 in Katar in Sachen Sicherheit auf Kurs

Spahn: WM 2022 in Katar in Sachen Sicherheit auf Kurs

Zettel im Supermarkt: Dieser Weihnachtswunsch ist einfach herzzerreißend

Zettel im Supermarkt: Dieser Weihnachtswunsch ist einfach herzzerreißend

Mercedes-Benz stellt Transporter-Flotte auf E-Mobilität um​

Mercedes-Benz stellt Transporter-Flotte auf E-Mobilität um​

Flüchtlinge sorgen für Höchststand bei Heim-Unterbringungen

Flüchtlinge sorgen für Höchststand bei Heim-Unterbringungen

Kommentare