Reales Spielerlebnis revolutioniert die Gaming-Branche

Im Live-Modus: Online-Gaming gewinnt durch erlebte Realität an Faszination 

Frau mit Virtual-Reality-Brille.
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Virtual Reality: die Zauberkraft der Spieleentwickler.

Bei Computerspielen gilt schon lange: Je realistischer, desto besser. Live-Elemente sind zur Königsdisziplin im Gaming geworden. Neue Spielentwicklungen dürfen mit Spannung erwartet werden. 

Die Gamingindustrie entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der virtuellen Realität und einer grafischen Darstellung, die dem Spieler das Gefühl vermittelt, mittendrin im Geschehen zu sein. 

In der Virtual Reality erlebt der Gamer die Spielumgebung aus der Ich-Perspektive und kann auf unterschiedlichste Weise mit ihr interagieren. Herzstück der neuen Technologie ist die VR-Brille, die ihren Träger in die virtuelle Welt mitnimmt und gleichzeitig einen Großteil der äußeren Reize in der echten Welt ausblendet. Die Bandbreite an Szenarien, die ein Spieler auf diese Weise erleben kann, ist grenzenlos. Von klassischen PC-Games im Adventure-, Kampf- oder Strategiemodus über Sport-Events bis hin zu Reisen zu historischen Schauplätzen oder Naturschauspielen öffnen sich die Tore in die virtuelle Erlebniswelt. Auch Streamingdienste haben sich der VR-Technologie schon bedient und bieten Filme, Musik und Geschichten über die VR-Brille an. 

Wer die Möglichkeiten der Virtuellen Realität mit simplen 3-D-Effekten vergleichen möchte, hat die Faszination hinter der komplexen Technologie noch nicht erfasst. Die VR-Brille erzeugt mittels zweier hochauflösender Displays lebensecht wirkende Bilder. Hinzu kommt ein komplexes System aus Sensoren, die die Position und die Bewegung des Kopfes erfassen und mit der Wahrnehmung in der Grafik verbinden. Das Gefühl, nicht nur einen Film zu sehen, sondern selbst in der virtuellen Welt zu sein, entsteht durch eine kurze Zeitspanne zwischen der sensorischen Erfassung und der grafischen Darstellung. Liegt diese unter 11 Millisekunden, nimmt das Gehirn das Gesehene als erlebtes Geschehen wahr. 

Wo hochauflösende Bildschirme und ausgeklügelte 3-D-Grafiken an ihre Grenzen stoßen, ermöglicht die Technologie der Virtual Reality ein 360-Grad-Erlebnis, das den Spieler in die virtuelle Welt eintauchen lässt. Unterstützt durch Soundeffekte entsteht so ein Live-Modus, der in Zukunft nicht nur die Spielebranche maßgeblich prägen wird.

Von Motion Sickness und Social VR: So faszinierend sind die neuen Welten

Den Mount Everest besteigen, sportliche Höchstleistungen erbringen, durch prähistorische Welten streifen oder den Fall Trojas verhindern. Mittels Virtual Reality wird fast alles möglich, was sich die Fantasie erträumen kann. Die Faszination, die die virtuellen Welten aus der 360-Grad-Perspektive ausüben, geht weit über das hinaus, was opulente Kinofilme in 3-D anbieten können. Schließlich ist der Spieler nicht mehr nur Zuschauer, der durch einen Bildschirm vom Geschehen getrennt wird, sondern Akteur, Erlebender, eben einfach mittendrin. 

Clay Bavor, Leiter der VR-Abteilung von Google, erklärt in einem Special der ARD zum Thema Virtual Reality und 360-Grad-Video die Faszination, die die neuen technologischen Möglichkeiten begleitet: „Erfahrung ist die reichhaltigste Art der Information. VR ermöglicht dem Nutzer, etwas am eigenen Leib zu erfahren. Zwar nur virtuell, aber das Gefühl und die Erinnerung daran sind dennoch authentisch.“ Etwas erleben, das eigentlich nur Wenigen vorbehalten ist. Weit über die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten hinausgehen und Erfahrungen sammeln, die zwar nur simuliert sind, im Gehirn aufgrund der Authentizität aber trotzdem wie Erlebtes abgespeichert werden. Das ist der Reiz, den VR-Technologien bergen. 

Gleichzeitig birgt dies aber auch ein Risiko, denn nicht nur die faszinierenden Seiten der virtuellen Realität fühlen sich täuschend echt an. Auch unangenehme, bedrohliche, beängstigende Erfahrungen gehören je nach gewähltem Szenario dazu. Für das Gehirn kann es schwierig werden, die Simulation von der realen Welt abzugrenzen. Kindern und Jugendlichen unter 13 Jahren wird deshalb dringend vom Gebrauch von VR-Brillen abgeraten. Auch für Menschen, die zu Übelkeit und Schwindel neigen, ist Vorsicht geboten. Die lebensechte Simulation von Bewegungen, die meist nicht in adäquate Körperbewegungen übersetzt wird, kann zu einem Gefühl führen, das der Reisekrankheit sehr ähnlich ist und Motion Sickness genannt wird. Ein Organismus, bei dem diese Sensibilität besonders stark ausgeprägt ist, kann sogar mit Übelkeit und Erbrechen reagieren. 

Kritiker weisen außerdem immer wieder gerne darauf hin, dass das Eintauchen in die virtuelle Realität zu sozialer Isolation führen könnte. Wer durch das Aufsetzen einer Brille auf dem Sofa in fremde Welten reisen kann, muss schließlich keinen Schritt mehr vor die Tür wagen. Was bei dieser Argumentation vernachlässigt wird, ist die soziale Komponente vieler Spielvarianten im Online-Bereich. Über lebensechte Avatare ist es möglich, mit Gleichgesinnten auf einer virtuellen Ebene Zeit zu verbringen, die durchaus persönlicher gestaltet sein kann als in einem Telefonat oder einem Messenger. Die Möglichkeiten der Social-VR können neue Wege des sozialen Miteinanders eröffnen, die Kommunikation und Interaktion unabhängig von Entfernungen und anderen Einschränkungen erlebbar machen. 

Das Live Casino als Brücke zur Online-Welt

In vielen Bereichen präsentiert sich die Technologie der Virtual Reality sozusagen als Missing Link zwischen der analogen und der virtuellen Welt. Ein interessantes Beispiel bietet die Glücksspielbranche, in der sich zunehmend der Trend des Live Casinos durchsetzt. Die meisten renommierten Anbieter haben ihr Portfolio längst um diese Facette der Virtual Reality erweitert. 

Beim Live Casino sitzt der Spieler gleichzeitig zu Hause und am Spieltisch mit professionellen Croupiers und Dealern. Das echte Spielerlebnis wird durch Kameras ins heimische Wohnzimmer gebracht, die rund um die beliebtesten Spieltische auf der ganzen Welt angebracht sind. Live Casino eröffnet die Möglichkeit, in den besten Spielbanken Deutschlands zu spielen oder sogar in Las Vegas oder Monte Carlo seine Einsätze zu machen. Im Online-Bereich bietet Rizk Casino die besten Live Spiele an. 

Im Rahmen der Live Events werden vor allem klassische Tischspiele wie Roulette, Poker und Blackjack angeboten. Alle Einsätze und Spielzüge erfolgen in Echtzeit. Per Mausklick ist es möglich, zwischen verschiedenen Kameraperspektiven zu wechseln und sogar mit den Croupiers und den anderen Spielern am Tisch zu kommunizieren. Moderne Technologien aus dem Bereich der Virtual Reality sollen es bald möglich machen, ein noch lebensechteres Spielerlebnis zu präsentieren und dem Gambler das Gefühl zu geben, tatsächlich im schillernden Las Vegas am Spieltisch zu sitzen. 

Virtual Reality hält auch in anderen Branchen Einzug

Auch wenn die Gamingbranche die Initialzündung für die Entwicklung von VR geliefert hat, beschränken sich die Einsatzmöglichkeiten längst nicht mehr nur auf lebensechte PC-Spiele. 

Im Bereich der Aus- und Weiterbildung sind VR-Brillen beispielsweise auf dem Vormarsch. Neue Technologien, Fertigungsprozesse oder Arbeitsabläufe erlernen, Notfall- und Sicherheitstrainings absolvieren und ganze Praxiseinheiten im Ausbildungsbereich absolvieren, all das wird künftig über VR erfolgen können. 

Die Deutsche Bahn setzt Virtual Reality inzwischen routinemäßig ein, um das Bahnpersonal auf neuen Zugmodellen oder anderen Technologien zu schulen. Audi hat VR-Arbeitsplätze im Bereich der Aus- und Weiterbildung geschaffen, um Mitarbeiter und Auszubildende verschiedene Arbeitsabläufe und Prozesse am virtuellen Modell einstudieren zu lassen. Auch für Kunden gibt es virtuelle Showrooms, in denen sich die gewünschte Konfiguration des neuen Fahrzeugs nahezu lebensecht darstellen lässt. IKEA ist ebenfalls auf den VR-Zug aufgesprungen und bietet Kunden die Möglichkeit, ihre Küche am Bildschirm durchzudesignen und anschließend im virtuellen Showroom eine Art Ortsbegehung durchzuführen. 

Im medizinischen Bereich sind computergestützte Eingriffe zum Alltag geworden. Auch in der Diagnostik oder bei neuen Operationstechniken eröffnet Virtual Reality zusätzliche Möglichkeiten. Die Technologie ist da und wartet nur darauf, ausgeschöpft zu werden. 

Der VR-Markt der Zukunft wird das Fernsehen überholen

Was als Vision begann, ist längst Wirklichkeit geworden, nicht nur auf dem Gaming-Markt. Virtual Reality ist da und wird bleiben. Die Technologie hat Grenzen überwunden und neue Maßstäbe gesetzt. Analysten von Goldmann Sachs zufolge haben Technologien im Bereich Virtual und Augmented Reality das Potenzial, um ab 2025 sogar den Umsatz der TV-Branche in den Schatten zu stellen. 99 Milliarden US-Doller prognostizieren die Wissenschaftler der TV-Branche für das Jahr 2025. Für die neuen VR-Technologien halten sie sogar einen Umsatz von 110 US-Dollar für möglich. 

Dreh- und Angelpunkt wird die Weiterentwicklung der Hardware sein. Wenn VR-Brillen kleiner, leichter, handlicher und vor allem günstiger werden, können sie in die Massenproduktion übergehen und eine größere Zielgruppe erreichen. Die Veränderungen, die dadurch für viele Lebensbereiche entstehen könnten, sind kaum abzusehen. Fakt ist allerdings, dass nicht nur begeisterte Gamer mit großen Erwartungen in die virtuelle Zukunft blicken dürfen. 

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