Leberschäden

Iberogast mit Folgen für die Leber - diese Alternativen empfiehlt der Mediziner

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Bayer in der Kritik.

Das Magenmittel Iberogast kann der Leber schaden. Auf was Sie achten sollten - und auf welche Alternativen Sie zurückgreifen können.

Der problematische Inhaltsstoff von Iberogast: Schöllkraut. Was nach Natur pur klingt, kann schwerwiegende Leberschäden zur Folge haben.

Mögliche Leberschäden durch Schöllkraut

Wegen der leberschädigenden Wirkung, die Schöllkraut in Iberogast entfalten kann, wurde der Beipackzettel von Iberogast in Deutschland im Jahr 2018 angepasst, wie das Ärzteblatt berichtete. Unter anderem weist der Hersteller Bayer nun darauf hin, dass bei der Anwendung von Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln Fälle von Leberschädigungen sowie Fälle von Leberversagen aufgetreten seien.

Nach Angaben des Herstellers sollten Patienten die Einnahme von Iberogast sofort beenden und einen Arzt aufsuchen, wenn sie Nebenwirkungen bemerken.

Wichtiger Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hatte die Redaktion geschrieben, dass ein entsprechender Hinweis auf mögliche Leberschäden im Beipackzettel von Iberogast in Deutschland aktuell nicht enthalten sei. Diese Behauptung war nicht korrekt und wurde korrigiert. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. 

Vorsicht vor Iberogast bei bestehenden Leberschäden

Viele Menschen schwören bei Magen-Darm-Problemen auf Iberogast, das schmerzlindernde, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung verspricht. Das Schöllkraut als eines von neun enthaltenen Heilpflanzen sieht auch Apotheker und Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske kritisch. Im Interview mit Marktcheck sagte er, dass die Nebenwirkungen - vor allem wenn Iberogast über längeren Zeitraum eingenommen wird - schwerwiegend ausfallen und die Leberwerte sich drastisch verschlechtern können. Es könne zur Leberentzündung kommen, weshalb vor allem Menschen mit vorbelasteter Leber nicht zu Iberogast greifen sollten.

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Blähungen bis Bauchweh: Natürliche Alternativen zu Iberogast

Neben Präparaten aus der Apotheke gibt es unzählige Hausmittel, die bei Magen-Darm-Problemen versucht werden können. Prof. Dr. Jost Langhorst vom Zentrum für Integrative Gastroenterologie der Kliniken Essen-Mitte zählte im Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk folgende Präparate auf, die lindernde Wirkung entfalten:

  • Blähungen und Bauchkrämpfe: Hier eignen sich Langhorst zufolge Kräutertees und eine Kümmel-Leibauflage. Parallel eingenommen lindern Carminativum-Hetterich-Tropfen (dreimal 20 Tropfen täglich eingenommen 30 Minuten vor den Mahlzeiten) die Beschwerden. Auch Probiotika aus der Apotheke seien sinnvoll.
  • Reizdarmsyndrom: Hier gilt eine Mischung aus ausreichend Bewegung, Entspannungsverfahren und ausgewogener Ernährung mit bekömmlichen Lebensmitteln als erfolgsversprechend.
  • Magenschleimhautentzündung: Betroffene sollten reizende Nahrungsmittel wie Kaffee, Alkohol und scharfe Speisen meiden. Kamillen- und Süßholzwurzeltee beruhigen und auch selbstgemachter Leinsamenschleim oder Kuren mit Heilherde können vom Patienten versucht werden.

Diese Hinweise ersetzen nicht den Gang zum Arzt. Haben Sie Magen-Darm-Beschwerden, kann nur ein Mediziner die richtige Diagnose stellen und eine passende Therapie einleiten.

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jg

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