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Gürtelrose: Symptome erkennen und behandeln – bei Jüngeren ist die Krankheit oft ein Warnsignal

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Von: Laura Wittstruck

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Eine Gürtelrose-Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen.
Eine Gürtelrose-Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen. © Christian Ohde/Imago

Eine Gürtelrose ist ein schmerzhafter Hautausschlag und betrifft vor allem ältere & geschwächte Personen. Doch warum kommt es zum Ausbruch und was können Sie dagegen tun?

Eine Gürtelrose ist für Betroffene sehr unangenehm. Dabei bildet sich auf der Haut ein Ausschlag* mit Bläschen, der eine Streifen- oder Gürtelform hat. Normalerweise beschränkt sich dieser auf eine Hälfte des Körpers. Der Auslöser für die Krankheit sind, laut gesundheitsinformation.de, sogenannte Varizella-Zoster-Viren. Wer sich mit Windpocken infiziert, trägt diese im Körper, auch wenn der dazugehörige Ausschlag längst verschwunden ist. Die Viren nisten sich in den Nervenzellen ein und verbleiben dort ein Leben lang, meist ohne, dass der Betroffene etwas davon mitbekommt. 

Im Alter jedoch, oder wenn das Immunsystem geschwächt ist, fangen die Viren an, sich zu vermehren. Über den befallenen Nerv gelangen sie anschließend in die Haut. An der betroffenen Stelle entwickelt sich dann die Gürtelrose

Die Gürtelrose ist oft ein Warnzeichen

Auch, wenn eine Gürtelrose meist bei älteren Menschen auftritt – auch bei Jüngeren kann die Virusinfektion ausbrechen. Das bedeutet meist, dass das Immunsystem des Körpers zeitweise geschwächt ist. Mögliche Gründe dafür sind etwa:

Nur in sehr seltenen Fällen kommt es zu einem spontanen Ausbruch ohne vorherigen Anlass. Auch nach einer Corona-Impfung* soll es vereinzelt zu Fällen von Gürtelrose gekommen sein – die Zusammenhänge sind jedoch noch nicht ausreichend untersucht.

Gürtelrose: Erste Symptome und typische Beschwerden

Schon bevor bei einer Gürtelrose der typische Hautausschlag ausbricht, verspüren Betroffene erste Symptome. Gesundheitsinformation.de zufolge fühlen sie sich abgeschlagen und müde, auch leichtes Fieber ist möglich. Zudem kribbelt oder juckt es leicht an der entsprechenden Hautstelle, auch brennende und starke Schmerzen sind möglich. Eindeutig wird die Erkrankung, wenn nach wenigen Tagen die typischen Hautveränderungen hinzukommen:

Bis sich eine Gürtelrose vollständig zurückbildet, können bis zu vier Wochen vergehen. Meist entsteht die Entzündung im Bereich von Rumpf oder Brustkorb. Doch auch andere Körperregionen und Organe wie die Ohren können betroffen sein.

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Therapie bei Gürtelrose: Was hilft gegen die Virusinfektion? 

Gegen die Beschwerden, die mit einer Gürtelrose einhergehen, können Patienten auf unterschiedliche Weise vorgehen. Etwa helfen schmerzlindernde Mittel wie Paracetamol. Antiseptische Lotionen oder Cremes trocknen die Bläschen aus. Zudem gibt es spezielle Medikamente, sogenannte Virustatika*, die verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Außerdem heilen die Bläschen durch die Medikamente meist schneller ab.

Wichtig ist, dass die Medikamente frühzeitig eingenommen werden – am besten maximal 72 Stunden nach dem Auftreten der Hautveränderungen. Besonders für Personen über 50, solche mit einem besonders schweren Verlauf, Vorerkrankungen wie einer Nierenschwäche oder für Immunschwache ist das Medikament empfehlenswert. Bei jüngeren Personen mit leichtem Krankheitsverlauf ist es dagegen auch häufig möglich, auf Virustatika zu verzichten.

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Gürtelrose: Wann ist die Impfung sinnvoll?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für alle Personen ab 60 Jahren eine Impfung gegen die Krankheit. Wer eine chronische Erkrankung wie Diabetes oder eine Immunschwäche hat, soll sich dagegen bereits ab 50 impfen lassen. Dafür erhalten die Patienten einen Totimpfstoff, der in zwei Dosen im Abstand von zwei bis maximal sechs Monaten verabreicht wird. Nach aktueller Studienlage wird durch die Impfung das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, deutlich reduziert. (lw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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