Durch globalen Transport: Tigermücke breitet sich aus

Gefährliches Zika-Virus jetzt auch in Europa - Französischer Patient infiziert sich zu Hause

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Vor allem für ungeborene Babys hat das Zika-Virus fatale Folgen: Infiziert sich die Mutter, können lebensgefährliche Schädelfehlbildungen beim Neugeborenen die Folge sein.

Ein französischer Patient beunruhigt aktuell Mediziner: Er hatte sich im Heimatland mit einer tropischen Krankheit infiziert. Kommt das Zika-Virus auch bald nach Deutschland?

Fieber, Ausschlag und Gelenkschmerzen führten einen Franzosen im August 2019 zum Arzt. Die Mediziner im Sainte-Marguerite in Hyères fanden heraus, dass sich der Mann mit dem Zika-Virus infiziert hatte. Diese Viren kommen in der Regel nur in tropischen und tropennahen Regionen wie Zentralamerika, Indien, weiten Teilen Afrikas oder Thailand vor. Doch der französische Patient war nicht im Ausland gewesen. Die naheliegendste Vermutung der Ärzte bestätigte sich: Er hatte sich in Frankreich mit dem Zika-Virus infiziert.

Zwei Zika-Virus-Infektionen in Frankreich - Patienten waren nicht im Ausland

Die meisten Menschen stecken sich über einen Insektenstich mit der gefährlichen Tropenkrankheit an. Hauptüberträger sind dem Robert-Koch Institut zufolge mit dem Virus infizierte Aedes-Mücken. Zu ihnen zählen die Asiatische Tigermücke und die Gelbfiebermücke, die auch als Ägyptische Tigermücke bezeichnet wird. Diese Mückenarten fühlen sich vor allem in tropischem Klima wohl - doch durch globalen Warenhandel gelangt sie auch nach Europa. Dort kann sie immer besser überleben, in erster Linie durch die Klimaerwärmung und das zunehmende Ausbleiben kalter Winter.

Im Fall des französischen Zika-Patienten bestätigte sich der Verdacht, dass er sich durch eine infizierte Asiatische Tigermücke, die inzwischen in Südfrankreich heimisch ist, mit dem Zika-Fieber infiziert hatte. Dier und auch ein zweiter gemeldeter Fall in Frankreich gingen glimpflich aus - beide Patienten sind mittlerweile wieder gesund - doch Mediziner sind alarmiert.

Asiatische Tigermücke in Deutschland: Wie Sie sich am besten schützen

Aedes-Mücken wie die Asiatische Tigermücke können nicht nur das Zika-Fieber, sondern auch diverse andere Krankheiten übertragen, dazu zählen:

  • Dengue-Fieber
  • Gelbfieber
  • West-Nil-Fieber
  • Chikungunyafieber 
  • Japanischen Enzephalitis

Die Asiatische Tigermücke fühlt sich mittlerweile auch in Deutschland wohl. In der Region Heidelberg und Freiburg sei sie bereits heimisch geworden, wie die Welt Dietrich Abeck zitiert, Professor für Dermatologie und Allergologie an der Technischen Universität München. Das Risiko einer Ansteckung mit Zika-Viren in Deutschland wird dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge zwar "bislang als sehr gering eingeschätzt", weil der Hauptüberträger - die Gelbfiebermücke - in unseren Gefilden nicht vorkommt. Doch auch andere Aedes-Mücken wie die Asiatische Tigermücke würden unter bestimmten Bedingungen Zika-Viren übertragen können.

Mehr zum Thema: Dieses lebensgefährliche Virus kann in wenigen Stunden um die ganze Erde gehen.

Bislang wurden in Deutschland nur Zika-Infektionen gemeldet, die Menschen aus dem Urlaub mitgebracht hatten. Um sich zu schützen, sollten Sie deshalb vor allem auf Reisen in tropische Regionen immer auf ausreichenden Mückenschutz achten. Außerdem empfiehlt das RKI bei folgenden Symptomen nach einer Reise in Risikogebiete einen Arzt aufzusuchen:

  • Hautausschlag
  • Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Bindehautentzündung
  • Fieber

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jg

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