Fühlte sich wie ein "Monster"

"Quasimodo": Mutter kann fünf Wochen lang weder essen noch trinken - das ist der traurige Grund 

+
Die Ärzte stellten fest, dass Shayna Aldrich an einer seltenen Form von Gesichtslähmung litt. (Symbolbild)

Fünf Wochen lang konnte Shayna Aldrich nichts zu sich nehmen, weil ihr ganzes Gesicht taub war. Doch anstatt eines Schlaganfalls, stellten die Ärzte etwas ganz anderes fest.

Schnell merkte Shayna Aldrich, dass etwas nicht mit ihr stimmte. Ihr kam es anfangs komisch vor, dass sie eine Olive aß und das Gefühl hatte, dass sie metallisch schmeckte, aber ihrem Mann Patrick und ihrer acht Jahre alten Tochter Lola dies nicht auffiel. Doch bereits am nächsten Morgen wurde es noch kurioser: Aldrich, von Beruf Kellnerin, wachte auf und ihr Kinn fühlte sich taub an, am Abend folgten dann die Lippen.

Junge Mutter kann wegen Gesichtslähmung fünf Wochen lang nicht essen, trinken oder sprechen

Schnell verschlechterte sich ihr Zustand, schon am Tag darauf war schließlich ihr gesamtes Gesicht gelähmt. Die 34-Jährige wurde sofort ins Krankenhaus gebracht - mit Verdacht auf Schlaganfall. Doch die Ärzte stellten fest, dass die New Yorkerin an etwas ganz anderem litt: an einer seltenen Form von Gesichtslähmung namens "Bell-Lähmung". Sie glauben, dass die junge Frau einen Virus verschleppt haben muss, der am Ende ihr bereits geschwächtes Immunsystem weiter angegriffen haben muss.

Auch tragisch: Dreifache Mutter spürt Stich im Nacken – dann erlebt sie blanken Horror.

Mit der Folge, dass Aldrich fünf Wochen lang ihr Gesicht nicht mehr bewegen und nicht mehr normal essen oder trinken konnte. Ihr Gesicht schien abzusacken, am Ende war sie nicht einmal mehr fähig, sich mit Leuten zu unterhalten. Sie habe sich in dieser Zeit wie ein "Monster" gefühlt, verglich sich damals oft mit Quasimodo, dem Glöckner von Notre-Dame, gesteht sie gegenüber dem britischen Mirror. Ihr einziger Trost war es, dass die Ärzte ihr sagten, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, so Aldrich weiter.

Wie ein "Monster": Aldrich warnt jetzt vor den Gefahren von Bell-Lähmung

Sie wurde nach Hause geschickt, bekam aber Steroide, "um die Schwellungen um die Nerven herum zu verringern und sie sagten mir, dass ich abwarten müsse. Sie schätzten, dass es etwa zwei bis acht Wochen dauern würde, bis es nachlässt. In Extrem-Fällen können es aber auch zwei Jahre sein", erinnert sich die US-Amerikanerin.

Und tatsächlich: Nach wenigen Wochen konnte Aldrich allmählich wieder ihr Gesicht bewegen. Sie ist zwar wieder völlig gesund, dennoch warnt sie nun davor, Viruserkrankungen auf die leichte Schulter zu nehmen und sich auch wirklich immer ganz auszukurieren.

Lesen Sie auch: Diese Symptome weisen auf eine Borreliose-Infektion hin.

jp

Aufgepasst: Das sind die acht häufigsten Irrtümer über Zecken

Kommentare