Kritik

Ärztepräsident: Terminservicestellen für Patienten ein "Flop"

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Augenarzt wehrt sich gegen Zwangszuweisung von Patienten.

Die neuen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen sind nach Ansicht von Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery gescheitert.

 "Das Modell der Terminservicestellen ist ein Flop", sagte Montgomery der "Rheinischen Post" von Montag. Der EDV-Aufwand sei zu hoch, daher müssten die Stellen wahrscheinlich bald wieder geschlossen werden.

Die Bundesregierung hatte die Kassenärztlichen Vereinigungen zur Einrichtung der Terminservicestellen verpflichtet, um die oft langen Wartezeiten bei Fachärzten zu beschleunigen. Sie waren im Januar gestartet. Gesetzlich Versicherte können sich per Telefon an die zuständige Servicestelle in ihrem Bundesland oder ihrer Region wenden, die dann innerhalb einer Woche einen Termin vorschlagen muss.

Montgomery kritisierte, die 61.000 im ersten Halbjahr eingegangenen Anfragen seien "so gut wie nichts". Er sprach sich dafür aus, dass "auf einem administrativ niedrigerem Niveau Kammern und Kassenärztliche Vereinigungen den Versicherten weiter bei der Terminsuche helfen". Das hätten Ärzte unabhängig von den Terminservicestellen auch früher schon gemacht.

Nach einer Anfrage bei den Servicestellen darf die Wartezeit für den Termin höchstens vier Wochen betragen. Andernfalls muss dem Patienten ein Behandlungstermin in einem Krankenhaus angeboten werden. Ausgenommen von der Terminvermittlung sind Vorsorgeuntersuchungen und sogenannte Bagatellkrankheiten. Ein Anspruch auf einen bestimmten Arzt oder Wunschtermin besteht nicht. Jeder Patient kann sich aber auch weiterhin bei einem Arzt seiner Wahl einen Termin holen.

AFP

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