1. Ludwigshafen24
  2. Garten & Natur

Tigermücke in BW: Diese Mücken-Arten können ebenfalls gefährliche Krankheiten übertragen

Erstellt:

Von: Tobias Becker

Kommentare

Die Tigermücke ist wohl die bekannteste invasive Mückenart in Deutschland. Dabei gibt es noch weitere Stechmücken, die gefährliche Viren übertragen können.

Der Sommer rückt näher, die Mücken-Zeit ebenfalls. Schon jetzt gibt es viele Mücken in Deutschland, die über Terrassen und durch Schlafzimmer schwirren. Gleichzeitig geistert die Asiatische Tigermücke durch die Medien. Sie wurde bereits von Microsoft-Gründer Bill Gates als „gefährlichstes Tier der Welt“ bezeichnet, da sie Krankheiten wie das Dengue-Fieber übertragen kann.

TierartAsiatische Tigermücke
wissenschaftlicher NameAedes albopictus
FamilieStechmücken
Herkunftsüd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen
übertragene KrankheitenWest-Nil-Virus, Gelbfiebervirus, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber

Tigermücken sind nicht alleine: Diese Mücken breiten sich in Deutschland aus

Allerdings ist die Tigermücke, die laut BW24 in Ludwigsburg mit Bakterien bekämpft wird, nicht die einzige Stechmücke, auf die man achten muss. Weniger populär, aber potenziell gefährlich, sind die Asiatische Buschmücke, die erstmals 2008 in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde, und die in Ostasien beheimatete Mücke Aedes koreicus (Koreanische Buschmücke), wie der bayrische Rundfunk schreibt.

Aber nicht alle Überträger von Krankheiten kommen aus Asien und anderen Teilen der Welt. Auch die einheimischen Stechmücken, können beispielsweise das West-Nil-Virus übertragen. Fälle gibt es seit einigen Jahren in Ostdeutschland. „Am Oberrhein ist jedoch noch kein solcher Fall aufgetreten“, erklärt KABS-Pressesprecherin Xenia Augsten gegenüber HEIDELBERG24.

Nicht nur die Tigermücke macht sich breit: Buschmücken auf dem Vormarsch

Besonders die Asiatische Buschmücke scheint sich in Deutschland inzwischen recht wohl zu fühlen. Sie ist in fast allen Bundesländern verbreitet. Einen Vorteil, den der Plagegeist hat: Sie mag es kalt und kommt mit den klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa gut zurecht. Das Problem sind die Krankheiten, die die Asiatische Buschmücke übertragen kann.

West-Nil-Fieber und andere Viren, die von ihr übertragen werden können, könnten Enzephalitis (Gehirnentzündung) auslösen. Ähnlich ist es bei der Koreanischen Buschmücke, die Viren von Enzephalitis, des Chikungunya-Fiebers, aber auch Fadenwürmer übertragen kann. 2015 wurde sie in Bayern entdeckt, 2017 in Hessen. Im Jahr darauf wurden Larven und Puppen entdeckt, was für die Ausbreitung spricht.

Keine Panik! Viele Mückenarten, aber nicht alle sind gefährlich wie die Tigermücke

Generell braucht man jedoch bei Mücken nicht direkt in Panik verfallen, denn nicht jede Mücke ist gleichzeitig auch gefährlich und nicht bei jedem Stich wird auch ein Virus übertragen. Es gibt einige Symptome, auf die man nach einem Mückenstich achten sollte. Hinzu kommt, dass auch nicht jede Mücke eine Stechmücke ist, sondern es verschiedene Arten gibt, wie HEIDELBERG24 bereits berichtete.

Ob es 2022 eine Mücken-Plage gibt, lässt sich bislang nicht vorhersagen. Allerdings spielt das Wetter dabei eine Rolle, denn Mücken benötigen stille Wasserstellen, um sich fortzupflanzen. Diese gibt es nach einem Hochwasser beispielsweise ausreichend, aber auch in den heimischen Gärten dienen Blumentöpfe als Grundlage. (tobi)

Auch interessant

Kommentare