Corona-Warnstufe in Esslingen

Corona-Hotspot Esslingen: Wichtiger Wert deutlich über Warnstufe

Autos fahren hinter einem Schild mit der Aufschrift „Lkr. Esslingen“ entlang. (Symbolbild)
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Der Landkreis Esslingen hatte als erste Region in Baden-Württemberg die Grenze von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. (Symbolbild)

Die Lage im Kreis Esslingen ist ernst, die Sieben-Tage-Inzidenz ist weit über dem wichtigen Grenzwert von 50. Die aktuellen Regeln auf einen Blick.

  • Der aktuelle 7-Tage-Inzidenz-Wert im Landkreis Esslingen beträgt 111,4(Stand 29. Oktober).
  • Seit Beginn der Pandemie sind 4.715 SARS-CoV-2-Fälle bekannt (Stand 29. Oktober).
  • Im Landkreis Esslingen gilt derzeit die Corona-Warnstufe (Stand 29. Oktober).

Coronavirus in Esslingen: Warnstufe bleibt, aber wichtiger Wert deutlich gesunken

Update, 29. Oktober: Aufatmen in Esslingen? Davon kann wohl noch lange nicht die Rede sein. Doch der aktuell vom Landesgesundheitsamt veröffentlichte Inzidenzwert macht Hoffnung auf Besserung. Innerhalb von 24 Stunden ist er, ähnlich wie in Stuttgart und Ludwigsburg*, deutlich von 126,2 auf 111,4 gesunken. Trotzdem: Die Anzahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegt damit aber weiter über dem Warnstufen-Grenzwert von 50.

Seit Beginn der Pandemie haben sich nun nachweislich 4.715 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind noch einmal 66 mehr als am Vortag. 130 Erkrankte sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.

Esslingen: Corona-Zahlen steigen weiter - strenge Regeln gelten

Update vom 27. Oktober: Die Corona-Entwicklung in Esslingen bleibt weiter kritisch: Der 7-Tage-Inzidenz-Wert ist zuletzt auf 121,5 gestiegen (Stand vom 26. Oktober). Angepasste Corona-Regeln sollen diese Entwicklung stoppen, doch: Was gilt jetzt in Esslingen? Im Landkreis gilt die Corona-Verordnung des Landes - bis auf den Bereich Messen, Ausstellungen, Kongresse. Das stellt der Landkreis auf seiner Homepage klar. Zudem gilt die Sperrstunde ab 23 Uhr und die Regelungen über das Alkoholabgabe- u. Konsumverbot!

Corona-Regeln Esslingen im Überblick:

Nach Allgemeinverfügung des Landkreises vom 26.10.2020 gilt:

1. Die allgemeine Sperrzeit des Gastgewerbes, sowie der öffentliche Vergnügungsstätten wird für die Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags festgesetzt.

2. Es gilt ein Alkoholverkaufsverbot, sowie ein Verbot des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr.

Nach Allgemeinverfügung des Landkreises vom 16.10.2020 gilt:

3. Öffentliche Veranstaltungen werden auf 100 Personen begrenzt.

Nach CoronaVO des Landes in der ab dem 19.10.2020 gültigen Fassung gilt:

4. Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Fußgängerbereichen und bei Nutzung öffentlicher Einrichtungen, wenn der Mindestabstand von 1,50 m nicht sichergestellt ist.

5. Ansammlungen werden auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen maximal zweier Haushalte handelt, die Teilnehmer in gerader Linie verwandt sind oder Geschwister und deren Nachkommen sind.

6. Private Veranstaltungen in privaten Raum werden auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen maximal zweier Haushalte handelt, die Teilnehmer in gerader Linie verwandt sind oder Geschwister und deren Nachkommen sind.

Esslingen einer der stärksten Corona-Hotspots in BaWü! Wert steigt dramatisch - alle Regeln im Überblick!

Update, 26. Oktober: Die Corona-Krise im Landkreis Esslingen wird immer schlimmer. Zum Wochenstart wurden erneut 94 Neu-Infektionen gemeldet. 4.394 Infizierte hatte der Landkreis somit seit Beginn der Pandemie. Besonders schlimm sieht es bei der 7-Tage-Inzidenz aus.

Lag diese gestern in Esslingen noch bei 108, ist sie am Montag auf 121,5 gestiegen. Heftig! Esslingen liegt damit in ganz Baden-Württemberg auf Rang 3 hinter Heilbronn (155,6) und dem Alb-Donau-Kreis (137).

Esslingen: Es wird immer schlimmer! 7-Tage-Inzidenz im dreistelligen Bereich

Update, 23. Oktober: Auch Esslingen hat es jetzt in den dreistelligen Bereich geschafft. Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt (LGA) von Baden-Württemberg im Corona-Hotspot eine 7-Tage-Inzidenz von 104,9. Damit ist Esslingen eine der bislang fünf Regionen in BaWü, die bei diesem Wert über 100 liegen.

Außerdem gab das LGA bekannt, dass es im Kreis Esslingen weitere 128 Infizierte gibt. Somit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie infizierten Menschen in der Region Esslingen auf 4.189 an.

Allgemeinverfügung des Landkreises Esslingen im gesamten Landkreis

1. Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum, wenn der Mindestabstand von 1,50 m nicht durchgehend eingehalten werden kann.

2. Ansammlungen werden auf zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn es sich ausschließlich um Personen maximal zweier Haushalte handelt oder wenn die Teilnehmer miteinander verwandt sind. 

3. Private Veranstaltungen werden in privaten Räumen auf maximal zehn Personen begrenzt. Die Anzahl darf überschritten werden, wenn es sich um Personen maximal zweier Haushalte handelt oder wenn die Teilnehmer miteinander verwandt sind.

4. Öffentliche Veranstaltungen werden auf 100 Personen begrenzt.

Esslingen: Corona-Hotspot! Was ist erlaubt, was verboten? Regeln im Überblick

Update vom 22. Oktober: Die Corona-Zahlen in Esslingen geben weiterhin keinen Grund für Entwarnung: aktuelle 7-Tage-Inzidenz-Wert beträgt 95,7 (Stand 22. Oktober). Es gibt am Donnerstag 139 bekannte Neuinfektionen mit dem Virus, es gilt weiterhin die Warnstufe im Landkreis Esslingen. Doch was ist in Esslingen erlaubt, was verboten, nachdem auch das Land Baden-Württemberg die Corona-Regeln* erneut angepasst hat? echo24.de* gibt einen Überblick über die wichtigsten Regeln.

Risikogebiet Esslingen: Kontrollen angekündigt! Alle Corona-Regeln im Überblick

Update vom 20. Oktober: Der Landkreis Esslingen ist, was die steigenden Corona-Zahlen betrifft, ganz vorne mit dabei. Seit dem 8. Oktober gilt dort die Warnstufe und damit die verschärften Maßnahmen. Der Landkreis Esslingen hat eine Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Für Mittwoch und Donnerstag, 21. und 22. Oktober, wurden in Esslingen Quarantäne-Kontrollen angekündigt. Damit beteiligt sich die Stadt an der landesweiten Schwerpunktaktion. Betroffen von den Kontrollen sind die Covid-19 Erkrankten, sowie die engen Kontaktpersonen und Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten. Wer sich nicht an die Einhaltung der häuslichen Absonderung hält, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Corona-Grenzwert deutlich überschritten – Bundeswehr unterstützt Landkreis Esslingen

Update vom 15. Oktober, 20 Uhr: 63 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Esslingen gibt das Landesgesundheitsamt am Donnerstag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der übermittelten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 3.538. Mit 82,4 liegt der Landkreis Esslingen hinsichtlich des Inzidenzwerts deutlich über der kritischen Schwelle von 50.

Die Bundeswehr unterstützt seit Mittwoch das Gesundheitsamt im Landkreis Esslingen bei der Kontaktnachverfolgung, wie ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ebenfalls in Heilbronn, im Enzkreis und im Ortenaukreis ist die Bundeswehr unterstützend tätig. 102 Soldatinnen und Soldaten seien demnach bislang in Gesundheitsämtern im Südwesten im Einsatz. 

Die Bundeswehr unterstützt Gesundheitsämter in Baden-Württemberg bei der Kontaktnachverfolgung.

Landkreis Esslingen ist Corona-Hotspot: Maßnahmen verschärft - alle Regeln im Überblick

Update vom 15. Oktober, 10.00 Uhr: In Esslingen wurde die Warnstufe bereits am 8. Oktober ausgerufen. Um eine schnelle Ausbreitung zu verlangsamen, wurden die Maßnahmen verschärft. Der Landkreis Esslingen hat eine Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Aufgrund der alarmierenden Fallzahlen haben sich Bund und Länder am Mittwoch zu einer Corona-Konferenz getroffen, um über einheitliche Maßnahmen zu beraten. Das Ergebnis: Erhebliche Kontaktbeschränkungen.

Landkreis Esslingen ist Corona-Hotspot: Neuer Höchstwert in ganz Baden-Württemberg

Update, 13. Oktober: Das Coronavirus hat Landkreis Esslingen weiterhin fest im Griff. Es ist nicht nur keine Besserung in Sicht - die Lage scheint sich noch zu verschlimmern. Denn: Esslingen erreichte einen neuen Höchstwert in Baden-Württemberg. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) heute mitteilt, liegt der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert im Landkreis bei 77,6. Außerdem übermittelte das LGA weitere 96 bestätigte Corona-Fälle. Somit erhöht sich die Gesamtzahl an Infizierten im Landkreis Esslingen auf 3.405 Personen.

Aber nicht nur bei Sieben-Tage-Inzidenz ist Esslingen der traurige Spitzenreiter. Neben sehr vielen Neuinfektionen verzeichnet der Landkreis auch eine dramatisch hohe Anzahl an Todes-Fällen. Mit 121 Todesopfer, im Zusammenhang mit dem Coronavirus, liegt Esslingen nur knapp hinter Ortenaukreis, mit einem traurigen Höchstwert von 127 Todes-Fällen.

Kreis Esslingen ist Corona-Hotspot: Höchster Wert in BaWü! Kommen weitere Maßnahmen?

Update, 12. Oktober: Im Landkreis Esslingen ist keine Besserung in Sicht – im Gegenteil! Am Sonntagabend vermeldete das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg 106 weitere Corona-Neuinfektionen. Damit erhöhte sich die Gesamtanzahl der Fälle auf 3.288. Der wohl wichtigste Wert, die Sieben-Tage-Inzidenz, stieg im Kreis Esslingen weiter drastisch: Er lag am Sonntag bei 74,4! Zum Vergleich: Am Samstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 59,8, am Freitag bei 56,3.

Die aktuelle Lage ist angespannt.

Andrea Wangner, Pressesprecherin des Landkreises Esslingen

Der Kreis Esslingen bleibt somit Corona-Hotspot! Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen es pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gegeben hat. Der Wert 74,4 ist in ganz Baden-Württemberg mit Abstand der höchste! Danach folgt der Stadtkreis Stuttgart mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von zuletzt 55,8* (Stand 11. Oktober). Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg* stieg am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 477 auf 54.330 Fälle.

Kreis Esslingen ist Corona-Hotspot: Weitere Maßnahmen werden geprüft

Die Corona-Warnstufe im Kreis Esslingen hat Folgen: Seit Freitag müssen dort auf öffentlichen Plätzen wie in der Fußgängerzone oder auf Wochenmärkten Masken getragen werden, wenn kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann. Das hatte Landrat Heinz Eininger mitgeteilt. Private Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen sind nur noch erlaubt, wenn höchstens 25 Menschen teilnehmen. In privaten Räumen dürfen nicht mehr als zehn Menschen zusammenkommen.

Doch bislang ist von der Wirkung der verschärften Corona-Regeln im Kreis Esslingen in der Statistik nichts zu erkennen. Andrea Wangner rechnet damit, dass sich das in den kommenden Tagen ändern wird. „Es gibt immer einen Zeitversatz, bis sich Regeln auf das Infektionsgeschehen niederschlagen“, sagt sie gegenüber echo24.de*. Allerdings seien weitere Maßnahmen nicht auszuschließen. Derzeit werde geprüft, ob und welche Verschärfungen erfolgen. „Sollte es zu weiteren Verschärfungen kommen, werden diese auf das Infektionsgeschehen abgestimmt“, sagt Wangner. Man sei in enger Abstimmung mit dem Land Baden-Württemberg.

Kreis Esslingen ist Corona-“Hotspot“: Einschneidende Regeln und Beherbergungsverbot

Update, 8. Oktober, 16.15 Uhr: Nachdem der Landkreis Esslingen die kritische 50er-Marke bei der Sieben-Tage-Inzidenz überschritten hat, greifen dort einschneidende Corona-Regeln. Wie das Landratsamt in einer Pressekonferenz mitteilte, gilt künftig eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Außerdem greift beispielsweise noch das Beherbergungsverbot. Auf dieses hatten sich die elf der 16 Bundesländer am Mittwoch geeinigt. Was bedeutet das genau?

Das Beherbergungsverbot besagt, dass Menschen aus Städten, Orten und Gemeinden mit hohen Infektionszahlen nur dann beherbergt werden dürfen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen, Bremen gibt es abweichende Regelungen beziehungsweise gar keine entsprechenden Corona-Schutzverordnungen. Urlaubern wird empfohlen, sich vor der Anreise beim Hotel nach den aktuellen Regelungen zu erkundigen.

Corona-Warnstufe in Esslingen: Extremer Infektionsanstieg im Landkreis - überwiegend auf Reiserückkehrer zurückzuführen

Als ein Infektionsherd im Kreis Esslingen wurde ein DHL-Frachtzentrum in der Gemeinde Köngen ermittelt. Das teilte Landrat Heinz Eininger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. In dem Frachtzentrum arbeiteten Flüchtlinge, die in Gemeinschaftsunterkünften in der Nähe wohnten. Insgesamt seien mindestens 26 Schulen, fünf Kindertagesstätten und neun Flüchtlingsheime von Ausbrüchen im Landkreis betroffen. Pflegeheime seien nicht betroffen.

Wie lassen sich die schnell steigenden Zahlen an Neuinfektionen erklären? Wie Dr. Dominique Scheuermann, Amtsleiterin des Gesundheitsamtes im Landkreises Esslingen, bei der Pressekonferenz erläuterte, lassen sich die Neuinfektionen auf die Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückführen. Namentlich aus den Balkanländern und der Türkei, auf die er den Anstieg der Infektionszahlen zurückführt. Sie hätten das Virus „in ihren hier lebenden Familien verbreitet“.

Heinz Eininger, Landrat des Landkreises Esslingen, spricht bei einer Pressekonferenz.

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen will der Kreis Esslingen jetzt mehr Menschen auf das Virus testen lassen. Im Abstrichzentrum in Nürtingen könnten 600 Tests am Tag durchgeführt werden, gab Christian Baron vom Landratsamt bekannt. Ein zweites Zentrum solle auf der Messe wieder geöffnet werden, dann wären bis zu 1.000 Tests täglich möglich. Landrat Eininger berichtet zudem, dass wieder mehr Corona-Infizierte mit schwerem Krankheitsverlauf stationär behandelt werden müssten. In den Krankenhäusern Kirchheim unter Teck und Nürtingen befänden sich acht Personen in Isolationsbereichen, zwei von ihnen müssten auf der Intensivstation künstlich beatmet werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Schärfere Regeln für Landkreis Esslingen - Kritischer Wert überschritten

Update, 8. Oktober, 14.45 Uhr: Im Kampf gegen die stark steigende Zahl von Corona-Infektionen gilt künftig im Kreis Esslingen eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Schutzbedeckungen seien überall dort vorgeschrieben, wo Menschen keinen ausreichenden Abstand halten könnten, sagte Landrat Heinz Eininger am Donnerstag. Dazu gehörten Fußgängerzonen und Wochenmärkte.

Eininger appellierte zudem an alle Veranstalter, Termine zu überdenken und beim geringsten Zweifel abzusagen. „Es gilt: Nicht alles, was man tun darf, muss auch getan werden.“ Außerdem würden wie erwartet von Freitag an die Auflagen für Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern weiter verschärft, kündigte der Landrat an. Mit welchen Konsequenzen dürfen die Bewohner im Landkreis Esslingen rechnen, wenn sie gegen die verschärfte Vorlagen verstoßen? Es werden Bußgelder verhängt, „spürbar aber verhältnismäßig“, hieß es in der Pressekonferenz.

Außerdem sprach Landrat Heinz Eininger mehrere Empfehlungen aus. Unter anderem appellierte er an die Sportvereine, die bevorstehenden Veranstaltungen ohne Zuschauer abzuhalten. Er forderte die Einwohner des Landkreises Esslingen auf, sich noch gewissenhafter an die Corona-Regeln zu halten. Hinzu kommt noch, dass der Landkreis einen Antrag an die Bundesregierung gestellt hat, Bundeswehrsoldaten für das Nachvollziehen der Infektionsketten einzusetzen. Der Grund: Unter den Neuinfektionen sind sehr viele junge Menschen, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben, deswegen lassen sich die Infektionsketten nur schwer nachvollziehen. „Die Soldaten müssen natürlich erst einmal geschult werden“, so Landrat Eininger.

Virus Das COVID-19-Virus/Coronavirus
Häufigste SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Seltenere SymptomeGliederschmerzen, Halsschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Binderhautentzündung

Coronavirus in Baden-Württemberg: Landkreis Esslingen überschreitet kritischen Wert - Warnstufe!

Update, 8. Oktober, 14 Uhr: In Baden-Württemberg schnellen die Corona-Neuinfektionen wieder in die Höhe. Der Landkreis Esslingen hat als erste Region die kritische 50er-Marke der Sieben-Tage-Inzidenz überschritten. Im Kampf gegen die stark steigende Zahl von Corona-Infektionen hat sich der Oberbürgermeister der gleichnamigen Stadt für eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum ausgesprochen, wie die dpa berichtet. „Wir sehen uns einfach in der Verantwortung vor den hohen Infektionszahlen, die wir haben“, sagte Jürgen Zieger (SPD) am Donnerstag.

Der Kreis hatte am Vortag als erste Region im Land die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Er gilt nun offiziell als einer von aktuell rund zehn innerdeutschen „Hotspots“. Das Landratsamt will am Donnerstag um 14.00 Uhr über konkrete Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Virus informieren.

Corona-Boom in baden-Württemberg: Esslingen überschreitet 50er-Marke - Warnstufe!

Erstmeldung, 8. Oktober, 13 Uhr: Das neuartige Coronavirus hat Baden-Württemberg bereits seit mehreren Monaten fest im Griff, doch jetzt scheint sich die Lage im Land noch zu verschlimmern. Von allem im Landkreis Esslingen spitzt sich die Corona-Lage zu. Als erste Region im Land hat Esslingen die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten.

Somit hat der Landkreis nicht nur die Werte für Corona-Vorwarnstufe, sondern auch die für die Warnstufe erreicht und überschritten. Die Region gilt offiziell als innerdeutscher „Hotspot“. Denn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch, 7. Oktober, bei 52,3, wie echo24.de* berichtet. Esslingens Oberbürgermeister Zieger fordert nun eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum - das Landratsamt will auf einer Pressekonferenz verschärfte Maßnahmen* vorstellen, wie auch bw24.de* berichtet.

Coronavirus im Landkreis Esslingen: „Besorgniserregende Entwicklung“

„Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Das Land stehe im engen Kontakt mit dem Landkreis, auch was die jetzt anstehenden schärferen Maßnahmen betreffe. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, gehe das Infektionsgeschehen in Landkreis Esslingen vor allem auf Reiserückkehrende, private Feiern und den Ausbruch in einem Unternehmen zurück. Die Kontaktpersonennachverfolgung sei in vollem Gange, teilte Lucha mit. Er appellierte eindringlich an die Bevölkerung, die Corona-Regeln strengstens einzuhalten.

Wir müssen eine diffuse Ausbreitung des Virus unbedingt verhindern.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne)

Der Landkreis hat bereits auf die extremen Zahlen an Neuinfektionen reagiert, wie die Landesregierung am Dienstagabend mitteilte, und die Teilnehmerzahl bei privaten und öffentlichen Feiern eingeschränkt. Nun dürfen an privaten Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen höchstens 25 Menschen teilnehmen. In privaten Räumen werden dann nicht mehr als zehn Teilnehmer erlaubt sein.

Wird in einem Landkreis binnen sieben Tagen die Zahl von 35 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner überschritten, soll die Zahl der Teilnehmer in öffentlichen oder angemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer festgelegt werden. In privaten Räumen werden dann 25 Teilnehmer empfohlen. Diese regionalen Maßnahmen werden nicht über die allgemeine Corona-Verordnung des Landes geregelt, sondern von den Gesundheitsbehörden in den Städten und Kreisen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Warnstufe in Esslingen - Vorwarnstufe in mehreren anderen Regionen

In ganz Baden-Württemberg spitzt sich die Lage seit Tagen gefährlich zu. Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Land stieg am Mittwoch im Vergleich zum Vortag um 652 Fälle (Stand: 7. Oktober). Insgesamt haben sich nun 52.222 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um vier auf 1.898.

Außerdem haben mehrere Regionen bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz die Vorwarnstufe von mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erreicht - darunter auch die Landeshauptstadt Stuttgart. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag in Stuttgart am Mittwoch bei 38,4 und somit über der kritischen Marke von 35. Auch Mannheim mit einem Wert von 37,3 und der Stadtkreis Heilbronn mit 35,5 liegen in der Vorwarnstufe. Die Sieben-Tage-Inzidenz für das ganze Land stieg am Mittwoch auf 20,6.

Am Dienstag, 6. Oktober, hatte die Landesregierung wegen der steigenden Infektionszahlen die zweite von drei möglichen Corona-Warnstufen ausgerufen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von einer Habt-Acht-Stufe. Die Pandemie-Stufe zwei gilt, wenn die landesweite „Sieben-Tage-Inzidenz“ von zehn Fällen je 100.000 Einwohner überschritten wird und zusätzlich das Infektionsgeschehen diffus steigt oder sich die landesweiten wöchentlichen Fallzahlen innerhalb von zwei Wochen verdoppeln. *echo24.de und *bw24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

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