Auf Sparflamme

Daimler/Stuttgart: Schock-Nachricht! Tausende Mitarbeiter von Sparmaßnahmen betroffen

Sparen ohne Stellenabbau? Genau das macht Daimler aus Stuttgart jetzt. Im Dezember erhalten Tausende Mitarbeiter eine unangenehme Nachricht.

  • Daimler aus Stuttgart steckt in einer schweren Krise.
  • Seit Sommer werden immer mehr geplante Sparmaßnahmen des Unternehmens bekannt.
  • Jetzt kommt der nächste Schritt: weniger Lohn für das Personal.

Dass Daimler jetzt richtig sparen muss, ist schon lange bekannt - darüber berichtete echo24.de* bereits mehrfach. Auch an dem Autobauer aus Stuttgart ist die Corona-Krise nicht spurlos vorbeigegangen. Doch wo spart man am besten? Am Personal! Der Daimler Sparplan scheint hart und betrifft Tausende Mitarbeiter.

Daimler will die Arbeitszeit bei den unbefristeten Tarifbeschäftigten von 40 Stunden pro Woche auf 35 Stunden verkürzen. Das ging aus einem internen Papier hervor, das den Stuttgarter Nachrichten vorliegt. Der Automobilkonzern soll diese Informationen bestätigt haben. Mit der Senkung der Arbeitszeit schrumpft auch automatisch das Gehalt der Mitarbeiter.

Daimler in Stuttgart: Arbeitszeitverkürzung statt Stellenabbau

Im November sollen tausende Mitarbeiter die Nachricht per Post erhalten. Daimler beruft sich auf die Rechtssprechung des Bundesarbeitsgerichts, wonach er die Vereinbarungen kündigen kann, ohne dass der Betroffene, der Betriebsrat oder die Gewerkschaft zustimmen muss. Ausreichend ist dabei nur, dass der Arbeitgeber die Verkürzung der Arbeitszeit drei Monate im Voraus ankündigen muss. Zum 1. April soll dieser „Spar“-Plan umgesetzt werden.

Doch wer ist von den Änderungen betroffen? Alle Daimler-Beschäftigten in Deutschland, bei denen die Arbeitszeit unbefristet verlängert wurde. Einzelne Abteilungen wie Feuerwehr und Rettungskräfte sind ausgenommen. Von den Sparmaßnahmen nicht betroffen, sind außerdem Führungskräfte der Ebenen 4 und 5, sowie Meister-Stellvertreter, berichtet stuttgarter-nachrichten.de.

Daimler in Stuttgart: Pläne vor zwei Jahren werden jetzt umgeschmissen

Vor zwei Jahren hatte die Arbeitgeberseite bei einer Tarifrunde beschlossen, deutlich mehr Mitarbeiter 40 Stunden pro Woche zu beschäftigen. Aufgrund des heutigen technologischen Wandels hin zur Elektromobilität, sowie zum selbstfahrenden Auto ist es nicht so einfach Fach- und Führungskräfte im Ingenieurbereich zu finden. Noch dazu wollen viele längere Arbeitszeiten. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage will Daimler jetzt doch eine andere Schiene fahren. Ziel sei es nun kurzfristig Personalkosten zu reduzieren und sich mittels befristeter 40-Stunden-Verträge verstärkt am Bedarf ausrichten.

Stuttgart: Tausende Daimler-Mitarbeiter betroffen von den Änderungen

Von den Sparmaßnahmen bei Daimler sind Tausende Mitarbeiter, davon viele Ingenieure betroffen. Ein Großteil davon in der Region Stuttgart. Nach Angaben des Konzerns liegt die Anzahl im niedrigen vierstelligen Bereich. Erst im Sommer kündigte Daimler-Chef Olaf Källenius einen Stellenabbau von 30.000 Jobs* an. Dazu kamen Werksschließungen - drei Standorte in Deutschland* rückten dabei auch in den Fokus. So sollen die Kosten gedrückt werden. Immer mehr wird deutlich wie schlecht es dem Automobilhersteller aus Stuttgart wirklich geht. Daimler will jetzt den Fokus darauf legen, zahlungsfähig zu bleiben* – und nicht auf deutliche Gewinne. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

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