Rückkehrer aus Risikogebieten

Rolls-Royce in Friedrichshafen sperrt wegen Corona Zugangsausweise von Mitarbeitern, die im Urlaub waren

Die Zahl der mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infizierten Personen steigt aktuell wieder an. Motorenbauer Rolls-Royce aus Friedrichshafen sperrt vorsorglich die Zugangsausweise aller Mitarbeiter, die im Urlaub waren.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitete sich in den vergangenen Wochen weniger schnell als zu Beginn und die Zahl der Neuinfektionen nahm stetig ab.
  • Aktuellen Zahlen des Sozialministeriums zufolge steigt die Zahl der derzeit mit dem Coronavirus Infizierten nun aber wieder an - ein Grund könnten Reiserückkehrer aus Risikogebieten sein.
  • Motorenbauer Rolls-Royce aus Friedrichshafen sperrt deshalb ab kommender Woche allen Beschäftigten, die länger abwesend waren, die Zugangsausweise

Friedrichshafen - Das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) legte das Leben in nahezu allen Bereichen lahm und führte zu weitreichenden Einschränkungen des sozialen Lebens sowie zu etlichen Verboten und Maßnahmen zum Infektionsschutz*.

Da sich das Coronavirus in Baden-Württemberg* in den vergangenen Wochen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau ausbreitete, beschloss die Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann* bereits mehrfach Lockerungen für den Alltag und die Freizeit der Bürger. Auch Reisen ins Ausland - und in potenzielle Risikogebiete sind mittlerweile wieder erlaubt. Damit sich möglichst wenige Menschen mit der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 anstecken, gelten trotz der vielen Lockerungen nach wie vor Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen - dazu gehört beispielsweise die Ende April von der Landesregierung eingeführte Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg*.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen sperrt Mitarbeitern, die im Urlaub waren, den Zugang zum Unternehmen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Rolls-Royce in Friedrichshafen sperrt vorsorglich Zugangsausweise von Urlaubsrückkehrern

Aktuellen Zahlen des Sozialministeriums in der Landeshauptstadt Stuttgart* zufolge sind die Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* kürzlich jedoch wieder angestiegen. Ein entscheidender Faktor des erhöhten Infektionsgeschehens könnten Reiserückkehrer aus Risikogebieten sein. Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen am Bodensee geht deshalb einen ungewöhnlich drastischen Schritt: Ab kommender Woche sperrt das Unternehmen die Zugangsausweise von Mitarbeitern, die länger abwesend waren.

Die vorsorgliche Maßnahme zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg, das Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Unternehmen verbreiten könnten, gelte die neue Maßnahme bei Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen am Bodensee ab kommendem Montag. Danach würden die Zugangsberechtigungen für Beschäftigte, die länger als fünf Tage im Urlaub waren oder Überstunden abgebaut haben, automatisch für zwei Wochen blockiert. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende Andreas Schell gegenüber dem SWR.

Mitarbeiter, die nicht in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Corona-Risikogebiet waren, müssen dies in einer Mail an Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen am Bodensee mitteilen. Dann würden die Zugangsausweise sofort entsperrt. Das sei zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg mit dem Betriebsrat so vereinbart worden. „Wenn jemand in einem Risikogebiet war, erwarten wir, dass er einen Test auf das Virus macht“, sagte Schell zum SWR. „Ist dieser Test negativ, wird der Ausweis freigeschaltet.“

Coronavirus in Baden-Württemberg verbreitet sich weiter - Zahl der Neuinfektionen im Land nimmt wieder zu

Wie ungewöhnlich drastisch diese Maßnahme zum Schutz vor dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist, zeigt auch der Vergleich von Rolls-Royce Power Systems in Friedrichshafen am Bodensee mit anderen Unternehmen in der Region. Autozulieferer ZF in Friedrichshafen setzt beispielsweise auf Freiwilligkeit. Das Unternehmen rät von Reisen in Risikogebiete zwar ab, wer aber dennoch fährt, muss sich lediglich an die Quarantäneverordnung des Landes Baden-Württembergs halten.

Ein weiterer Faktor der steigenden Infektionszahlen könnte auch die Öffnung der Schulen sein. Zum 29. Juni wurde das Ende der Schulschließungen in Baden-Württemberg* beschlossen. Seitdem kam es bereits mehrfach zu neuen Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. In Stuttgart waren zuletzt mindestens fünf Schulen und zwei Kitas betroffen. Laut Gesundheitsamt geht der Corona-Ausbruch an den Schulen in Stuttgart* auf den sorglosen Umgang einer Großfamilie mit Krankheitssymptomen zurück. *BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Jonathan Brady/PA Wire/dpa

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