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Corona-Zahlen in BW explodieren – Extrem-Anstieg in nur einer Woche

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Von: Jason Blaschke

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In Baden-Württemberg explodieren die Corona-Zahlen: Binnen einer Woche hatte sich die 7-Tage-Inzidenz fast verdoppelt – der Grund dafür ist enthüllt.

In ganz Deutschland steigen die Corona-Zahlen sprunghaft an. Stand 14. Januar 2022 meldet das Robert Koch-Institut (RKI) 7.835.451 Fälle – die meisten in Nordrhein-Westfalen (1.521.697), Bayern (1.426.155) und Baden-Württemberg (1.103.455). Die aktuellen Zahlen in Deutschland spiegelt auch die 7-Tage-Inzidenz wider. Die beträgt laut RKI aktuell (Stand 14. Januar 2022) 470,6 und nähert sich der Marke von 500 neuen Infektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner laut HEIDELBERG24* bedrohliche nahe an.

Größtes Sorgenkind mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Fallzahlen ist aktuell Baden-Württemberg. Man kann schon von einer ‚Fallzahlen-Explosion‘ sprechen, wenn man sich die aktuellen Werte genauer anschaut. Das Landesgesundheitsamt (LGA) mit Sitz in Stuttgart teilte am Donnerstag (13. Januar 2022) im täglichen Lagebericht mit, dass die 7-Tage-Inzidenz von 256,3 in der Vorwoche auf 478,6 angestiegen ist – das ist ein sattes Plus von 131,1 innerhalb von sieben Tagen und ein trauriger Rekord.

Corona-Zahlen in BW explodieren: Ein Wert binnen 24 Stunden fast verdoppelt

Kein Wunder, dass mit der 7-Tage-Inzidenz auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg* extrem gestiegen ist. Aus RKI-Daten und Informationen vom LGA geht hervor, dass (Stand 14. Januar) 1.103.455 bestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie bekannt sind. Das sind 19.023 Infektionen mehr, als am Vortag. Kein anderes Bundesland weist eine so extreme Differenz an neuen Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunde auf. Aber was ist die Ursache der plötzlichen ‚Fallzahlen-Explosion‘?

Soviel einmal vorweg: Es gibt keine neuen Corona-Hotspots in Baden-Württemberg, das Problem ist vielmehr technischer Natur. Im Lagebericht vom 13. Januar 2022 teilte das LGA mit, dass aufgrund „technischer Störungen am 12. Januar“ die Corona-Fallzahlen vom 12. Januar in der Berichterstattung vom 13. Januar enthalten sind. Der Deutschen-Presse-Agentur (DPA) teilte die Behörde dazu noch mit, dass die Meldedaten der einzelnen Gesundheitsämter teilweise nicht in der Datenbank angekommen waren.

Corona-Zahlen in BW explodieren: Behörde nennt Grund für Extrem-Anstieg

Dass der sprunghafte Anstieg der Corona-Fallzahlen auf ein technisches Problem zurückzuführen ist, zeigen auch andere wichtige Werte. Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz – also die Zahl der Menschen, die binnen einer Woche wegen Covid-19 in eine Klinik mussten – ist von 2,5 in der Vorwoche auf aktuell 3,1 bloß leicht gestiegen. Und die Zahl der Corona-Patienten, die derzeit auf der Intensivstation behandelt werden müssen, ist in Baden-Württemberg zum 13. Januar 2022 sogar gesunken.

Laut LGA werden derzeit 378 Covid-Patienten auf einer Intensivstation in Baden-Württemberg behandelt, das sind neun Personen weniger, als am Mittwoch. In der Vorwoche hatte die Zahl der Covid-19-Fälle auf der Intensivstation noch 464 betragen. In Baden-Württemberg sind (Stand 13. Januar 2022) insgesamt 24.026 Fälle mit der Omikron-Variante (B.1.1.529) bekannt – hier handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden.

Corona-Zahlen in BW explodieren: Werte besonders kritisch – Labore am Limit

Zum Anteil der aktuellen Omikron-Verdachtsfälle machen die Behörden keine Angaben. Um der Verbreitung von Omikron Einhalt zu gebieten, wurde die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg* noch einmal verschärft. Seit Mittwoch (12. Januar 2022) sind neue Quarantäne-Maßnahmen für Geimpfte und Ungeimpfte* in Kraft. Zudem gibt es eine FFP2-Maskenpflicht in Geschäften, der Gastro sowie in Kultureinrichtungen*, die bald auch auf Busse und Bahnen ausgeweitet werden soll.

Über die Corona-Fallzahlen in Heidelberg informiert HEIDELBERG24* im Liveticker tagesaktuell. In der Universitätsstadt ist die Lage aktuell besonders kritisch. Die Labore in Heidelberg sind am Limit* und die Rufe nach einer Priorisierung der Tests werden überall in Deutschland lauter. Ebenso wie die Rufe nach einer rechtlich umstrittenen allgemeinen Impfpflicht*, über welche fr.de* schreibt. In Deutschland sprechen sich mehrere Politiker dafür aus. *HEIDELBERG24 und fr.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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