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Neue Corona-Verordnung in BW: Was bedeutet die 2G-Regel für Schwangere?

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Von: Christina Rosenberger

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Schwangere und Stillende können sich jetzt auch offiziell gegen Corona impfen lassen. Doch gilt für sie auch die 2G-Regel? (Symbolbild)
Schwangere und Stillende können sich jetzt auch offiziell gegen Corona impfen lassen. Doch gilt für sie auch die 2G-Regel? (Symbolbild) © Caroline Seidel/dpa

Baden-Württemberg hat eine neue Corona-Verordnung. Diese bringt Besonderheiten für Schwangere und Stillende - was jetzt gilt:

Für Ungeimpfte wird es in Baden-Württemberg jetzt richtig ungemütlich. Denn die Corona-Pandemie ist weiter auf dem Vormarsch und es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass mittlerweile vor allem Menschen ohne vollständige Impfung mit Covid-19-Infektionen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wie echo24.de* berichtet, hat die Landesregierung deshalb eine die Corona-Verordnung für Baden-Württemberg* überarbeitet - auf Ungeimpfte kommen strengere Regeln zu. Doch was ist mit Schwangeren und Stillenden ohne Impfung?

Die Problematik ist, dass es für schwangere und stillende Frauen in Deutschland erst seit einer Woche (10. September) eine offizielle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO* gibt. Wie das Robert Koch-Institut mitteilt, werden „ausdrücklich zwei Impfdosen eines mRNA-Impfstoffs empfohlen“. Während Stillende allerdings ohne zeitliche Einschränkung geimpft werden dürfen, sollen Schwangere erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel immunisiert werden.

Neue Corona-Verordnung Baden-Württemberg: Was gilt konkret für Schwangere und Stillende?

Bevor es diese Empfehlung gab, wurden Schwangere und Stillende nur in Ausnahmefällen geimpft - nämlich wenn eine Vorerkrankung bestand oder Schwangere durch ihre Lebensumstände mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko rechnen mussten. Bedeutet konkret: Bisher hatten vermutlich noch nicht viele Schwangere und Stillende in Baden-Württemberg die Möglichkeit, sich impfen zu lassen - was mit Eintritt der 2G-Regel zu Problemen führen könnte.

Denn wenn im Südwesten die Hospitalisierungsinzidenz den Wert 12 erreicht oder 390 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt werden, dann greift die sogenannte „Alarmstufe“ und für Ungeimpfte treten generell strengere Regelungen in Kraft. Unter anderem müssen die Menschen ohne vollständige Immunisierung mit Kontaktbeschränkungen rechnen - außerdem dürfen sie nicht mehr ins Restaurant, Kino, Museum oder zu Sport- und Kulturveranstaltungen.

Neue Regeln für Schwangere und Stillende: Was die Corona-Verordnung vorsieht

Für Schwangere und Stillende wird es vorerst allerdings nicht so streng. Die Landesregierung hat in der neuen Corona-Verordnung eine Ausnahme festgehalten. Die 2G-Regelung gilt für diese Gruppe vorerst nicht - denn die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission ist einfach noch zu frisch ist, als dass ein Großteil der betroffenen Frauen bereits vollständig geimpft sein könnte. Dennoch werden ungeimpfte Schwangere und Stillende nicht wie Immunisierte behandelt.

Denn die Frauen müssen, im Gegensatz zu Geimpften, in der Warn- und Alarmstufe weiterhin einen Testnachweis erbringen. Das muss allerdings kein PCR-Test sein. Ein negatives Antigen-Schnelltestergebnis reicht aus, wenn Schwangere und Stillende ins Restaurant oder Kino gehen möchten. Damit erhalten sie Zugang zu allen Bereichen, die ihnen als „normale Ungeimpfte“ verwehrt blieben.

Corona-Verordnung für Schwangere und Stillende: Wer zahlt für Tests?

Ein weiterer positiver Aspekt für schwangere und stillende Frauen: Sie müssen wahrscheinlich in der nächsten Zukunft nicht für ihre Schnelltests zahlen. Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erklärt, werden die Kosten für die Corona-Tests für diese Personengruppe vermutlich auch über den 10. Oktober hinaus vom Staat übernommen. Hier ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen - in den kommenden Wochen soll nämlich eine neue Testverordnung beschlossen werden. Wann genau diese verkündet wird, ist noch nicht klar. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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