Besorgniserregender Anstieg

Corona in Stuttgart: 60 Soldaten unterstützen ab sofort das Gesundheitsamt

Stuttgart zählt jetzt zu den bundesweiten Corona-Risikogebieten. Seit Donnerstag greift die Bundewehr dem Gesundheitsamt unter die Arme.

Update vom 15. Oktober, 18:40 Uhr: Seit Donnerstag (15. Oktober) unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt. „Wir sind dankbar für die schnelle Hilfe durch die Bundeswehr“, sagte Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration. Die Stadt Stuttgart hat zuvor am Sonntag (11. Oktober) einen sogenannten Amtshilfeantrag gestellt, wie es in ihrer Mitteilung heißt. 60 Soldaten und Soldatinnen sollen das Gesundheitsamt bei der telefonischen Kontaktnachverfolgung unterstützen. Die Hilfe soll zunächst bis zum 27. November andauern. Laut der Deutschen Presse-Agentur liegen auch Amtshilfeanträge aus Reutlingen, Karlsruhe, Heidelberg* und Mannheim* bereits vor.

Corona in Stuttgart: Alarmstufe Rot – an diesem Ort explodieren die Zahlen

Update vom 13. Oktober, 18:30 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Stuttgart erhöht sich die Zahl der Infizierten auf 49. 31 Bewohner und 18 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden, wie ein Stadtsprecher am Dienstag auf Anfrage mitteilt. Alle Bewohner und Mitarbeiter seien getestet worden. Es liegen aber noch nicht alle Ergebnisse vor.
Vier Bewohner werden den Angaben zufolge stationär in einer Klinik behandelt. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, seien nicht betroffene Teile der Einrichtung abgesondert worden. Zudem erlässt das Heim ein vorübergehendes Besuchsverbot.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Stuttgart bei 69,7.

Update vom 12. Oktober, 18:44 Uhr: In einem Altenheim in Stuttgart kommt es zu einem Corona-Ausbruch. Ein Sprecher der Stadt sagt auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass 30 Menschen positiv auf das Virus getestet worden seien. Unter den Infizierten seien zahlreiche Mitarbeiter und einige Bewohner. Weitere Informationen liegen nicht vor. In Stuttgart sind am Montag 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet worden. Deshalb greifen ab Mittwoch strengere Regeln, wie die Maskenpflicht in der Innenstadt.

Update vom 12. Oktober, 9 Uhr: Beim Blick auf die Corona-Lage in Baden-Württemberg rückt die Landeshauptstadt immer mehr in den Fokus. In Stuttgart wurde am Samstag der Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Am Sonntag stieg dieser Wert dann auf 55,8 – obwohl an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Die Stadtverwaltung von Stuttgart zieht angesichts der kritischen Lage nun die Notbremse – und setzt strenge Regeln in Kraft.

Corona in Stuttgart: Situation kritisch – ab Mittwoch gelten diese strengen Regeln

In der Innenstadt von Stuttgart wird ab Mittwoch das Tragen einer Maske verpflichtend. Auch der Verkauf von Alkohol soll auf bestimmten Plätzen ab 21 Uhr, der Konsum ab 23 Uhr verboten werden. Diese Beschränkungen gelten laut Stadt zunächst für zwei Wochen. Bei privaten Feiern sind demnächst nur noch zehn Teilnehmer erlaubt, in öffentlichen und angemieteten Räumen dann 25, teilte ein Sprecher des Stadt mit. Illegale Partys sollen durch mehr Kontrollen verhindert werden.

Zudem mobilisiert Stuttgart zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung und erbittet die Hilfe der Bundeswehr. „Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen“, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) zur Begründung der Maßnahmen.

Corona in Stuttgart: Zahlen explodieren – jetzt muss die Bundeswehr einschreiten

Update vom 11. Oktober, 15:50 Uhr: Die Stadt Stuttgart mobilisiert zur Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Corona-Pandemie die ganze Stadtverwaltung. Zudem erbittet sie die Hilfe der Bundeswehr, wie Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, am Sonntag mitteilt. „Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann“, so Ehehalt gegenüber der Deutschen-Presse Agentur.

Zuvor ist in der Landeshauptstadt die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat nach einer Telefonkonferenz zur Lagebesprechung gesagt: „Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können.“

Stuttgart jetzt Risikogebiet: Diese strengen Regeln kommen

Update vom 10. Oktober, 21:30 Uhr: Jetzt gilt auch die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart als Corona-Risikogebiet. Wie die Stadt am Samstagabend (10. Oktober) mitteilt, wurden 82 neue Infektionen mit Sars-Cov2 gemeldet. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz jetzt bei 50,5 und damit über der kritischen Marke. Es gelte die „Eingriffstufe“.

Um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, bereite die Stadt jetzt „Einschnitte“ vor, mit dem ziel, soziale kontakte reduzieren sollen. Dazu zählen die Einführung einer Sperrstunde, Alkoholverbote und die Maskenpflicht innerhalb des City‐Rings. Zudem wolle man den Unterrichtbeginn an Schulen „entflechten“, Arbeitnehmer zum Home‐Office ermuntern oder auch das Masketragen im Rathaus erweitern. 

Corona in Stuttgart: Stadt rast auf Alarmstufe zu – wird Maskenpflicht jetzt verschärft?

Update vom 10. Oktober: Sollte sich die Corona-Lage in Stuttgart weiter verschärfen, will die Stadt weitere Auflagen erlassen. Am Freitag sagt Oberbürgermeister Fritz Kuhn, dass eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen der Innenstadt erlassen wird, sollte die Stadt die kritische Marke von mehr als 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner erreichen. Auch die Auflagen für private Feiern sollen verschärft und die erlaubten Teilnehmerzahlen halbiert werden. Ebenfalls im Gespräch sei ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot. „Die Städte haben verstanden, wie dringend es ist, jetzt zu neuen und einschneidenden Maßnahmen zu kommen, wenn man einen Lockdown verhindern will“, warnt Kuhn.

StadtStuttgart
Einwohnerzahl635.911 (31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterFritz Kuhn (Grüne)

Er appelliert an die Stuttgarter Bevölkerung, sich mit Masken und Abstand zu schützen. „Wir müssen uns leider auf einen schwierigen Winter einstellen“, sagte Kuhn weiter. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Stefan Ehehalt, nannte die Entwicklung besorgniserregend. „Wir beobachten eine diffuse Ausbreitung im privaten Bereich“, sagte er. Die Landeshauptstadt Stuttgart bewegt sich mit 43,7 Fällen auf 100.000 Einwohner weiter auf die kritische Marke für schärfere Maßnahmen zu. 

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft die Stadt Stuttgart ihre Corona-Auflagen.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bürgermeister der zehn weiteren größten Städte in Deutschland über Maßnahmen beraten, die den neuen Stuttgarter Entscheidungen ähneln. In 14 Tagen wollen die Stadtoberhäupter erneut diskutieren.

Corona in Stuttgart: Stadt rast auf Alarmstufe zu – kommt der nächste Lockdown?

Update vom 9. Oktober: Wegen stark steigender Corona-Fallzahlen gelten in Stuttgart seit Freitag (9. Oktober) strengere Regeln für Feiern in privaten und auch in öffentlichen oder angemieteten Räumen. Je nach Setting darf nur noch eine Maximalzahl an Personen gemeinsam feiern: in privaten Räumen maximal 24 Personen, in öffentlichen oder angemieteten höchstens 50.

Damit will die Stadtverwaltung die Zahl der Neuinfektionen eindämmen, die sich mittlerweile unaufhaltsam der Alarmstufe von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen nähert. Derzeit (Stand: 9. Oktober, 9 Uhr) liegt die 7-Tage-Inzidenz für Stuttgart bei 43,7. In den vergangenen 24 Stunden wurden 67 neue Corona-Fälle im Stadtkreis registriert.

Stuttgart rast auf kritische Corona-Marke zu - Stadt plant strengere Maßnahmen

Sollten sich die Zahlen weiter so entwickeln wie in den vergangenen Tagen, könnte bald die kritische 50er-Marke gerissen werden. Für diesen Fall bereite die Stadtverwaltung bereits weitere Einschränkungen vor, sagt ein Stadtsprecher gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“.

Im benachbarten Kreis Esslingen wurde die Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen bereits überschritten. Dort gilt beispielsweise schon eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Derweil nähern sich auch die Kreise Bietigheim-Bissingen (32,5) und Göppingen (34,9) der Corona-Vorwarnstufe.

Corona in Stuttgart: Kritische Schwelle erreicht – kommt ein weiterer Lockdown?

Grundtext vom 8. Oktober: Seit vielen Wochen steigen die Zahlen von Corona*-Neuinfektionen in den europäischen Nachbarländern. Jetzt scheint das Virus sich auch in Deutschland wieder schneller zu verbreiten. Erstmals seit April meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (8. Oktober) bundesweit über 4.000 neue registrierte Ansteckungen mit Sars-Cov-2. Eine Tendenz, die Lothar Wieler beunruhigt: „Wir wissen nicht, wie sich die Lage in Deutschland in den nächsten Wochen entwickeln wird. Es ist möglich, dass wir mehr als 10.000 neue Fälle pro Tag sehen. Es ist möglich, dass sich das Virus unkontrolliert verbreitet“, sagt der RKI-Präsident am Donnerstag in Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich ob der sprunghaft steigenden Fallzahlen ebenso „besorgt“.

Auch die Entwicklung in Baden-Württemberg* lässt für die kommenden Tage und Wochen nichts Gutes erahnen: Mit 652 neuen Fällen hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Ländle im Vergleich zum Vortag fast verdoppelt. Insgesamt haben sich in Baden-Württemberg 52.231 Menschen mit Corona infiziert, 1.898 Erkrankte sind an oder mit Covid-19 gestorben. Mit 52,3 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritt der Kreis Esslingen* am Mittwoch (7. Oktober) die kritische 50er-Marke bei der 7-Tage-Inzidenz. Es ist das erste Mal seit Ausbruch der Pandemie, dass ein Kreis in Baden-Württemberg die Marke reißt.

Corona in Stuttgart: Landeshauptstadt erreicht Vorwarnstufe

HEIDELBERG24* berichtet, dass im Südwesten weitere Städte die zweite Corona-Warnstufe überschritten haben, die bei 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen liegt. Neben Mannheim* (37,3) in Nordbaden haben aktuell (8. Oktober) auch die Stadtkreise Heilbronn (35,5) und Stuttgart* die Vorwarnstufe erreicht. In der Landeshauptstadt liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 38,4 zum zweiten Mal binnen weniger Tage über der 35er-Schwelle.

Das Überschreiten des Schwellenwert bezeichnet die Stadt Stuttgart als „besorgniserregend“. Um zu verhindern, dass sich die Landeshauptstadt nach Esslingen zum zweiten Corona-Hotspot in Württemberg entwickelt, will man mit verschärften Regeln, u.a. für private Feiern gegensteuern. So hofft Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) einen erneuten Lockdown wie im Frühjahr verhindern zu können. Darüber berichtet auch echo24*.

Stuttgart überschreitet Corona-Schwellenwert: Scharfe Regeln für Privatfeiern

Ab Freitag (9. Oktober) gelten in Stuttgart strikte Einschränkungen für private Feiern. Das hat die Verwaltung am Mittwoch (7. Oktober) beschlossen. Darüber berichtet auch bw24*. Deutschlandweit seien die steigenden Fallzahlen auf private Feiern und Partys zurückzuführen, erklärt Gesundheitsamtsleiter Prof. Stefan Ehehalt: „Überall dort, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen, laut reden, sich locker austauschen, verbreiten sich Viren.“ Wenn wir Infektionen nachverfolgen und Ketten durchbrechen wollen, müssen wir den Hebel hier ansetzen.

Deshalb dürfen zunächst bis 25. Oktober nur noch maximal 24 Menschen in privaten Räumen treffen. In öffentlichen oder angemieteten Räumen ist die Zahl der Anwesenden auf maximal 50 beschränkt. Verstöße gegen die Allgemeinverfügung werden mit Bußgeldern ab zu 250 Euro geahndet. Maximal sind Strafzahlungen bis zu einer Höhe von 25.000 Euro drin! Das Ordnungsamt kann Ausnahmen für die bestehenden Regeln genehmigen.

Corona in Stuttgart: OB Kuhn will Kitas, Schulen und Geschäfte offen halten

OB Kuhn fühlt sich angesichts der sprunghaft steigenden Fallzahlen „an die Situation im März erinnert“. Es würden immer mehr Fälle registriert, das Infektionsgeschehen gestalte sich immer diffuser. „Das bereitet uns Sorgen. Deswegen handeln wir jetzt: zielgerichtet und angemessen“, sagt Kuhn.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne).

Um Kitas und Schulen sowie Geschäfte weiter offen halten zu können, „schränken wir private Zusammenkünfte ein, so wie es auch andere Kommunen gemacht haben“, erläutert Stuttgarts Oberbürgermeister. Die Maßnahmen zielten darauf ab, das öffentliche Leben weitestgehend aufrecht zu erhalten. Daher auch der Appel Kuhns an die Bürger: „Jeder von uns kann selbst dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“ Das Gesundheitsamt ergänzt, dass auch die Einhaltung der Maskenpflicht sowie der Abstands‐ und Hygieneregeln ebenso zu einer Eindämmung des Virus beitragen, wie regelmäßiges und häufiges Lüften von Räumen. (rmx) *HEIDELBERG24,*echo24 und *bw24 sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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