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Smartphone am Steuer: Fast jeder Dritte nutzt es trotz Verbot

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Von: Simon Mones

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Fast jeder dritte Autofahrer in Deutschland nutzt Smartphone oder Handy auch am Steuer. Die wenigsten werden jedoch erwischt.

München – Die Erfindung des Smartphones hat vieles verändert. Nicht nur die Art wie wir kommunizieren, sondern auch wie wir von A nach B kommen. Kartendienste wie Google Maps oder Waze übernehmen teilweise die Aufgaben von Navigationssystemen. Und auch die Spritpreise lassen sich dank verschiedener Apps vergleichen. Eine Sache hat sich jedoch nicht geändert: Auch das Smartphone darf am Steuer nicht in die Hand genommen werden.

Ein Verbot, an das sich auch der Großteil der Autofahrer hält, doch ein beachtlicher Teil eben nicht. Fast jeder Dritte (32 Prozent) hat Smartphone oder Handy schon einmal während der Fahrt benutzt. Das geht aus dem aktuellen AllianzDirect Auto-Report zum Thema Verkehrskontrollen hervor.

Fast jeder dritte Autofahrer in Deutschland nutzt Smartphone oder Handy auch am Steuer. Die wenigsten werden jedoch erwischt.
Die Nutzung des Smartphones während der Fahrt ist verboten. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Smartphone am Steuer: Fast jeder Dritte nutzt es trotz Verbot

Im Ranking der zugegebenen Verkehrsdelikte landet die Nutzung des Handys damit auf Rang sieben. Jedoch werden nur die wenigsten Autofahrer (lediglich fünf Prozent) erwischt. Auffällig ist zudem, dass jüngere Fahrer besonders häufig zum Smartphone greifen.

In der Altersgruppe von 24 bis 34 Jahren sind es rund 41 Prozent, es folgen die 35 bis 44-Jährigen mit 39 Prozent. Derweil lassen Fahranfänger ihre Finger während der Fahrt eher vom Handy, nur knapp jeder Vierte (24 Prozent) hat laut AllianzDirect einen Verstoß zugegeben.

Smartphone am Steuer: Uneinigkeit bei Höhe des Bußgeldes

Deutliche Unterschiede gibt es auch, wenn es um das Bußgeld geht: Wer das Handy am Steuer noch nicht genutzt hat, spricht sich eher für eine härte Strafe aus. Autofahrer, die das Smartphone schon einmal während der Fahrt in der Hand hatten, eher für ein niedrigeres Bußgeld.

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Derzeit wird die Handy-Nutzung am Steuer mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro sowie ein Punkt in Flensburg bestraft. Bei einer Gefährdung sind es 150 Euro, 2 Punkte sowie ein Fahrverbot von einem Monat. Baut man einen Unfall, erhöht sich das Bußgeld nochmal auf 200 Euro. Im Ausland drohen teils noch höhere Starfen.

Smartphone am Steuer: Auch Uhrzeit ablesen ist verboten

Doch was genau ist eigentlich verboten? Neben dem lesen oder schreiben von Textnachrichten, steht laut ADAC auch „das Ablehnen von Anrufen oder Ablesen der Uhrzeit“ unter Strafe, „wenn dazu das Handy in die Hand genommen werden muss“. Erst, wenn der Motor ausgeschaltet ist, darf das Smartphone genutzt werden. „Das Ausschalten des Motors durch eine Start-Stopp-Automatik zum Beispiel an der Ampel oder im Stau genügt nicht“, warnt der ADAC. Ähnliches gilt im übrigen auch für Spiele, die Tesla in seinen Autos anbietet. Diese ließen sich jedoch auch während der Fahrt spielen.

Wer sein Handy dennoch nutzen möchte, der kann auf Infotainmentsysteme setzen, die sich mit dem Handy verbinden können. Beispielsweise über Bluetooth oder Apple Carplay beziehungsweise Android Auto. Mit diesen Systemen lassen sich die Funktionen des Smartphones auch über Sprachsteuerung oder Touchscreen bedienen. Zudem können so Anrufe getätigt werden oder Textnachrichten vorgelesen werden. Oft lassen sich diese Systeme bequeme auch nachrüsten.

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