Mit 250 km/h auf der Flucht

Polizei verfolgt abgedunkeltes Fahrzeug - Fahrer wehrt sich mit gefährlicher "Waffe"

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Ein Raser wehrte sich mit Krähenfüßen gegen die Verfolgung der Polizeibeamten - die haben nun einen beunruhigenden Verdacht.

Im Landkreis Traunstein trugen sich vor Kurzem filmreife Szenen zu: Ein Unbekannter flüchtete auf der A8 vor der Polizei - dabei war ihm jedes Mittel recht.

Auf der A8 bei Bergen im Landkreis Traunstein fiel der örtlichen Polizei ein offenbar stark motorisiertes Fahrzeug mit abgedunkelten Scheiben auf. Beim Versuch den Fahrer zu kontrollieren, ignorierte er die Beamten jedoch und raste mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Salzburg davon.

Raser mit gefährlicher "Waffe" auf A8 unterwegs

Es kam zu einer wilden Verfolgungsjagd, in deren Zuge der Fahrer des flüchtenden Autos eine Ladung Krähenfüße aus dem Fenster warf. Dabei handelt es sich um Wurfeisen mit spitzen Metallstiften. Drei Streifenwagen mussten mit platten Reifen stoppen, mindestens fünf Unbeteiligte waren ebenfalls betroffen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd dem Bayerischen Rundfunk mitteilte.

Weitere Beamten verfolgten den Fahrer, der mit 250 km/h Richtung Österreich unterwegs war, noch bis kurz hinter die Grenze, bis sich die Spur bei Hallein verlor. Auch österreichische Beamten konnten den Raser nicht mehr ausfindig machen. An dem Fahrzeug waren österreichische Kennzeichen angebracht, die allerdings als gestohlen gemeldet wurden.

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Mit 250 km/h davongerast: Diesen Verdacht hegt die Polizei

Aufgrund des aggressiven Verhaltens des Fahrers geht die Polizei nun davon aus, auf eine grenzüberschreitend agierende Gruppe gestoßen zu sein. Deshalb übernehmen nun die Spezialisten für grenzüberschreitende Kriminalität in Bad Reichenhall den Fall. "Wer Krähenfüße dabei hat und die auch einsetzt und mit 250 Stundenkilometern davon rast – da muss mehr dahinter stecken, als dass er seinen Führerschein zu Hause vergessen hat", erklärt ein Polizeisprecher.

Video: Top 5 Verfolgungsjagden

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