Neues Urteil

Cannabis am Steuer: Wann ist der Führerschein weg?

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Bundesgerichtshof entscheidet über Führerscheinentzug bei Cannabis am Steuer.

Bislang galt: Wer zum ersten Mal mit Cannabis am Steuer erwischt wurde, musste seinen Führerschein abgeben. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ändert das jetzt.

Wer mit 0,5 Promille Alkohol am Steuer erwischt wird, muss mit einem Fahrverbot rechnen. Ähnliches gilt für Cannabiskonsumenten. Diesen wurde die Fahrerlaubnis entzogen, wenn sie das erste Mal von der Polizei erwischt wurden. Dies ist künftig nicht immer der Fall.

Erstmaliger Cannabiskonsum: Führerschein nicht automatisch weg

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig führt eine einmalige Autofahrt unter Cannabiseinfluss nicht mehr automatisch dazu, dass Fahrer ihren Führerschein abgeben müssen.

Stattdessen müssen die Fahrerlaubnisbehörden zunächst eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen, erklärte Professor Andreas Korbmacher im Gespräch mit dem ZDF. Korbmacher ist Pressesprecher des Bundesverwaltungsgerichts.

Den THC-Grenzwert für Autofahrer hat das Gericht aber nicht angehoben. Dieser liegt weiterhin bei einem Nanogramm Tetrahydrocannabinol (THC) je Milliliter Blutserum. Experten schlugen bereits 2015 vor, den Grenzwert auf 3,0 Nanogramm THC anzuheben.

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anb

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