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Auto-Versicherung: Was passiert, wenn man mehr Kilometer fährt als angegeben?

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Von: Marcus Efler

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Die jährliche Kilometerleistung gehört zu den wichtigsten Angaben im Versicherungsvertrag. Ist sie falsch, kann das teure Folgen haben.

Wer eine neue Autoversicherung abschließt, oder den Anbieter wechselt, kennt das Prozedere: Seitenweise – beziehungsweise unendlich scheinende Klicks auf dem Online-Portal – möchte die Versicherungsgesellschaft Details über Auto, Fahrer und mehr wissen. Wohnort? Garage vorhanden? Verheiratet? Alter aller Fahrer? Jährliche Fahrleistung?

Im Gegensatz zu manchen anderen klingt der letzte Punkt zumindest einleuchtend: Wer mehr fährt, hat ein höheres Unfall-Risiko, und muss daher einen höheren Beitrag zahlen. Andererseits können Wenig-Fahrer bei Haftpflicht- und Vollkasko-Tarifen Geld sparen. Da ist es natürlich verführerisch, diese Angabe eher knapp zu kalkulieren – oder sogar ein wenig nach unten zu biegen.

Kilometerstand in Auto-Tacho (Symbolbild)
Besser noch mal überprüfen lassen: Tachostand bei Gebrauchten. (Symbolbild) © Imagebroker/Imago

Auto-Versicherung: Was passiert, wenn man mehr Kilometer fährt als angegeben?

Das jedoch kann am Ende umso teurer werden. Dann nämlich, wenn es kracht, und die Versicherung die falsche Angabe bemerkt – wenn etwa ein Sachverständiger das Auto begutachtet. Der Autohalter ist dann nämlich unterversichert, und der Anbieter kann die Auszahlung der Schadenssumme in der Vollkasko verweigern oder reduzieren. Begleicht er im Rahmen der Haftpflicht den Schaden des Unfallgegners, wird er zumindest einen Teil der Summe vom Versicherungsnehmer zurückfordern. Ein paar hundert Kilometer sind meistens kein Problem, aber ab dem vierstelligen Bereich können Falschangaben unschöne Folgen haben.

Auto-Versicherung: Auf ein paar hundert Kilometer kommt es nicht an

Eine ehrliche Angabe ist daher wichtig. Doch soll man sich bei der Fahrleistung einschränken, um einen günstigeren Tarif zu erhalten? Das lohnt sich meistens nicht wirklich. Denn die Versicherungen kalkulieren nicht auf den Kilometer genau, sondern in Spannen: 10.000, 15.000 oder 20.000 Kilometer im Jahr sind beliebte Grenzwerte. Ob jemand 12.000 oder 14.000 Kilometer angibt beziehungsweise fährt, spielt da keine Rolle.

Darüber hinaus haben sich viele Autohalter längst einen Schadenfreiheits-Rabatt erfahren, sodass die Differenz zwischen zwei Kilometerklassen praktisch kaum ins Gewicht fällt.

Auto-Versicherung: Änderungen bei der Fahrleistung bitte melden

Wichtig zu wissen: Wenn sich, vielleicht wegen eines Umzuges oder eines neuen Jobs, die jährliche Fahrleistung ändert, muss das bei der Versicherung angegeben werden. Das kann dann natürlich etwas teurer werden – umgekehrt bei weniger Kilometern aber auch günstiger.

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