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Ab Juli 2016 gibt es bei Rewe keine Plastiktüten mehr.

Bei Rewe und KiK bereits verbannt

Hier gibt es noch Plastiktüten und das kosten sie

München - Aus Umweltschutzgründen verschwinden in immer mehr Supermärkten und Einkaufsläden die Plastiktüten. Einige möchten noch nicht ganz darauf verzichten, verlangen jedoch Geld für die Tragetaschen.

Als erster großer Lebensmittelhändler verzichtet Rewe ab Juli 2016 komplett auf umweltschädliche Plastiktüten. Die Einkäufe müssen dann beispielsweise in Papiertüten, Stofftaschen oder Kartons verstaut werden. Ein Schritt, der bei der Kundschaft offenbar gut ankommt. Schließlich hatten bei einer im Frühjahr veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten für eine Abschaffung der Plastiktüten plädiert.

Bislang haben jedoch erst sehr wenige Unternehmen aus der Lebensmittel- und Textilbranche den selben Weg wie das Kölner Unternehmen eingeschlagen. Nach Bild-Informationen setzen die Parfümerie Douglas und der Textildiscounter Kik ab sofort auf Papiertüten. Letzterer bietet aus Umweltschutzgründen bereits seit Oktober 2015 keine Plastikbeutel mehr an. Nach Angaben von KiK-Chef Patrick Zahn sind durch den Verzicht allein in den vergangenen acht Monaten rund 400 Tonnen Plastik eingespart worden.

Die Preise variieren von Laden zu Laden

In den meisten Läden sind Plastiktüten aber noch erhältlich. Allerdings haben sich inzwischen rund 300 Einzelhandelsunternehmen freiwillig dazu verpflichtet, Geld für die umweltschädlichen Tragetaschen zu verlangen, um den Plastiktütenverbrauch in Deutschland zu senken.

Wie viel der Kunde letztendlich an der Kasse für die Plastikbeutel zahlen muss, entscheiden die Händler. Zwar orientieren sie sich zum Teil an der Konkurrenz, dennoch gibt es Unterschiede. So verlangt das Bekleidungsunternehmen H&M seit kurzem 15 Cent pro Tüte, während die Tragetaschen bei C&A sogar 20 Cent kosten. Auch bei Rossmann, dm, Tchibo, Karstadt, Media Markt, Saturn und Deichmann zahlt der Kunde mittlerweile zwischen fünf und 50 Cent pro Plastiktüte.

Hier gibt es noch kostenlose Plastiktüten

Trotz der Kritik von Umweltschutzorganisationen gibt es deutschlandweit noch Geschäfte, in denen die umweltschädlichen Tüten kostenfrei erhältlich sind. Dazu gehören unter anderem Foot Locker, das XXXL Möbelhaus und der Biomarkt Denn's. Der Lebensmittelhändler hat aus diesem Grund zuletzt den Unmut vieler Kunden hervorgerufen.

Der Aufpreis, der inzwischen in vielen Märkten für den Erwerb von Plastiktüten verlangt wird, soll dabei helfen, eine EU-Richtlinie umzusetzen, die den jährlichen Verbrauch von Kunststoff-Tragetaschen bis Ende 2025 auf höchstens 40 Tüten pro Einwohner senken soll. Aktuell benutzt jeder Einwohner Deutschlands im Jahr im Schnitt etwa 70 Tüten - umgerechnet mehr als 5,6 Milliarden Stück. Die Zukunft wird zeigen, ob es gelingt.

sk/dpa

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