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Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat am Sonntagmorgen in Tunesien die Parlamentswahl begonnen.

Massive Sicherheitsvorkehrungen

Tunesier wählen ein neues Parlament

Tunis - Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat am Sonntagmorgen in Tunesien die Parlamentswahl begonnen.

Mehr als 5,2 Millionen registrierte Wähler sind landesweit aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Vor den Schulen, in denen im Zentrum der Hauptstadt Tunis gewählt wird, reihen sich Männer und Frauen in lange Warteschlangen ein. Polizisten und Soldaten sichern die Straßen ab, Sicherheitskräfte in Zivil beobachten die Umgebung. Aus Angst vor Terroranschlägen militanter Islamisten sind mehr als 70 000 Polizisten und Soldaten im Einsatz.

Die Abstimmung ist fast vier Jahre nach den Umstürzen im Arabischen Frühling ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Demokratie. Bei der ersten Abstimmung 2011 wurde die islamistische Ennahda stärkste Kraft.

Mit der säkularen Allianz Nidaa Tounes gibt es diesmal starke Konkurrenz. Deren Anhänger geben sich in den Wahlbüros im Mittelklassebezirk Lafayette zu erkennen. „Es wird Zeit, dass Demokraten in Tunesien die Macht übernehmen und nicht die Islamisten“, argumentieren sie. Wahl sei ein wichtiger Schritt für das Land.

Das offizielle Ergebnis der Parlamentswahl wird innerhalb eines Monats erwartet. Seit Jahresbeginn hat Tunesien eine neue, moderne Verfassung. Bis zum Jahresende wird ein neuer Präsident gewählt. Damit soll der Transformationsprozess in dem nordafrikanischen Land mit rund elf Millionen Einwohnern abgeschlossen sein.

dpa

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