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Tourismus in Antalya

Nach Putschversuch

Türkei-Reisen können jetzt storniert oder umgebucht werden

Berlin/Ankara - Verunsicherte Urlauber können nach dem Putschversuch in der Türkei kurzfristig ohne Mehrkosten Reisen in das Land stornieren oder umbuchen. Große deutsche Reiseveranstalter gaben dies am Wochenende bekannt.

Update vom 18. Juli: Kann ich nach dem Putschversuch in der Türkei noch sicher Urlaub im Land machen? Wie ist die Lage in den Badeorten? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Bei TUI, Alltours und Thomas Cook gelten die Stornierungsangebote allerdings nur für unmittelbar bevorstehende Reisen, kostenlose Umbuchungen sind noch länger möglich. Das Auswärtige Amt riet Reisenden in den Metropolen Ankara und Istanbul zu "äußerster Vorsicht".

Derzeit machen 200.000 Urlauber aus Deutschland Ferien in der Türkei, wie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) der "Bild am Sonntag" sagte.

Alltours teilte am Samstag mit, alle Abreisen in die Türkei bis einschließlich Montag könnten kostenlos storniert werden, der Reisepreis werde zu hundert Prozent erstattet. Abreisen bis zum nächsten Sonntag (24. Juli) könnten kostenlos auf andere Ziele umgebucht werden.

Alle aktuellen Entwicklungen nach dem Putschversuch in der Türkei finden Sie hier in unserem Live-Ticker

Der Branchenriese TUI bot nach eigenen Angaben Gästen gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für alle Anreisen bis Sonntag an. Betroffene Urlauber sollten sich an ihre Buchungsstelle wenden. 

TUI teilte zugleich mit, in den touristischen Regionen der Türkei am Mittelmeer sei die Situation "aktuell ruhig". Nach Angaben der Reiseleiterorganisation sei die Stimmung unter den Gästen "besonnen". Die Ausflugsprogramme seien für Samstag aber vorsorglich abgesagt, hieß es in einer Erklärung von TUI.

Urlauber an Südküste bislang nicht von den Ereignissen betroffen

Auch nach Angaben von Thomas Cook sind die Urlauber an der Südküste bislang nicht von den Ereignissen betroffen. Dennoch konnten Kunden ihre für das Wochenende gebuchten Türkei-Reisen kostenfrei umbuchen oder stornieren. Für Istanbul-Reisende gelte das Angebot für Reisen bis Ende Juli.

Die Lufthansa strich am Samstag zunächst acht ihrer zehn Abflüge in die Türkei. Am Sonntag kehrte das Unternehmen bei den Türkei-Verbindungen "weitgehend zum normalen Flugplan zurück".

Auch die Lufthansa-eigene Billig-Airline Eurowings hatte unmittelbar nach dem Putschversuch alle Flüge zwischen Deutschland und Istanbul sowie Ankara bis auf weiteres ausgesetzt. Auch sie nahm am Sonntag nach eigenen Angaben den "normalen Flugbetrieb" in die Türkei wieder auf.

Angesichts des Putschversuchs riet das Auswärtige Amt Reisenden in Istanbul und Ankara zu "äußerster Vorsicht". Im Zweifel werde geraten, "in sichere Wohnungen und Hotels zurückzukehren", hieß es in einem aktualisierten Sicherheitshinweis des Ministeriums. Demnach werden aus den anderen Landesteilen, insbesondere von der bei deutschen Urlaubern beliebten Mittelmeerküste, "keine besonderen Ereignisse gemeldet".

Der Krisenstab der Bundesregierung ging unterdessen von einer allmählichen Beruhigung der Lage vor Ort aus. "Die Situation in der Türkei scheint sich nach und nach zu stabilisieren", hieß es im Auswärtigen Amt am Samstagmittag nach einer Sitzung des Krisenstabs.

Das Reiseland Türkei hatte bereits in den vergangenen Monaten stark gelitten. Nach einer Serie von blutigen Anschlägen meiden die Deutschen das Urlaubsziel. 87 Prozent sagten in einer Umfrage von Anfang Juli, die Türkei komme für sie als Urlaubsland in diesem Jahr nicht in Frage.

Türken feiern Scheitern des Putsches

Noch 2014 stand die Türkei auf Platz sechs der beliebtesten Reiseländer weltweit. 36,8 Millionen Touristen besuchten das Land - so viele wie nie zuvor. Die meisten von ihnen kamen aus Deutschland, gefolgt von Großbritannien und Russland.

AFP

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