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Griechenland ist das erste Euro-Krisenland, das nicht einfach aus seinem Programm aussteigt. Foto: Maurizio Gambarini

Streit um Ausstieg Griechenlands aus Rettungsprogramm

Athen/Brüssel (dpa) - Um den Ausstieg Griechenlands aus seinem Rettungsprogramm gibt es vor einem wichtigen Eurogruppentreffen weiter Streit.

Während die Troika-Kontrolleure der internationalen Geldgeber eine Verlängerung des Programms um ein halbes Jahr anstrebten, sei Athen nur zu ein oder zwei Monaten bereit, hieß es am Freitag in Brüsseler EU-Kreisen.

Die Euro-Finanzminister wollen am Montag darüber sprechen, ob das eigentlich zum Jahresende auslaufende Hilfsprogramm verlängert werden kann. Die Zeit drängt, denn in einigen Eurostaaten, darunter auch Deutschland, dürften Zustimmungen der nationalen Parlamente dazu noch vor der Weihnachtspause nötig sein.

Im Hilfsprogramm der Europäer stehen noch 1,8 Milliarden Euro an Krediten für Athen bereit; dieses Geld kann möglicherweise nicht mehr 2014 ausgezahlt werden, da die Troika-Untersuchung immer noch läuft. Das Programmteil des Internationalen Währungsfonds (IWF) läuft bis Anfang 2016.

Vizeregierungschef und Außenminister Evangelos Venizelos sagte in Athen bei einem Parteitreffen: "Es ist eine sehr harte Verhandlung mit der EU und dem IWF, lang und schwierig." Er strebe eine Einigung bis zum 15. Dezember an.

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte im November angekündigt, es solle für Athen ein Finanzpolster in Form einer vorbeugenden Kreditlinie geben. Darüber könnte nach Informationen in Brüssel endgültig erst Anfang kommenden Jahres entschieden werden. Griechenland ist das erste Euro-Krisenland, das nicht einfach aus seinem Programm aussteigt.

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