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Der italienische Bischof Luigi Locati wurde umgebracht.

Tödlicher Machtkampf in der Kirche

Priester ermordet Bischof - Todesstrafe

Isiolo - Wegen Ermordung eines italienischen Bischofs in Kenia hat ein Gericht in Nairobi am Donnerstag einen kenianischen Priester und vier Mitangeklagte zum Tod verurteilt. Das Motiv: Machtgier.

Das Gericht sah es als erwiesen, dass die fünf Männer den 77-jährigen Luigi Locati im Juli 2005 in seiner Diözese im kenianischen Isiolo töteten. Der katholische Priester Waqo Guyo sei der Drahtzieher des Verbrechens gewesen. Hintergrund der Tat sei ein Machtkampf um die Kontrolle der Diözese im Zusammenhang mit der Versetzung Locatis in den Ruhestand gewesen.

Die fünf Angeklagten, die ihre Täterschaft bestreiten, können gegen das Urteil in Berufung gehen. Ob sie hingerichtet werden, erscheint fraglich. Zuletzt wurde in Kenia 1987 ein Todesurteil vollstreckt. Der im Jahr 1952 in Italien zum Priester geweihte Locati hatte die 250 Kilometer nördlich von Nairobi gelegene Diözese Isiolo im Jahr 1963 gegründet. An seiner Beisetzung in Isiolo nahmen tausend Menschen teil, unter ihnen der damalige Staatspräsident Mwai Kibaki. Ein sechster Angeklagter wurde in dem Prozess freigesprochen.

afp

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