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Papst Franziskus.

Nach Terror-Attacke auf Geistlichen

"Satanisch": Papst verurteilt Töten im Namen Gottes

Saint-Étienne-du-Rouvray - Bei einem Gedenkgottesdienst für einen in Frankreich von Terroristen getöteten Priester hat Papst Franziskus die Tat aufs Schärfste verurteilt.

"Wie gut wäre es doch, wenn alle Konfessionen erklären würden, dass Töten im Namen Gottes satanisch ist", sagte der Papst am Mittwoch bei einem Gedenkgottesdienst für den französischen Geistlichen Jacques Hamel, der am 26. Juli in der Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray in der Normandie ermordet worden war.

Hamel sei ein "guter Mensch" gewesen, sei aber "wie ein Verbrecher" getötet worden, sagte der Papst, der den Geistlichen als Märtyrer bezeichnete - was auf die baldige Einleitung eines Verfahrens zu seiner Seligsprechung schließen lässt. Der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun, sagte, die Bezeichnung des Priester-Mordes als "satanisch" beziehe sich konkret auf die beiden Täter, nicht auf alle Muslime

An der Morgenmesse, die der Papst in der Kapelle des Gästehauses Santa Marta des Vatikans zelebrierte, nahmen rund 80 Pilger aus der Diözese Rouen teil, zu der Saint-Etienne-du-Rouvray gehört. Franziskus beklagte, die Kirche zähle heute "mehr Märtyrer als in den ersten Jahrhunderten". Zahlreiche Christen würden wegen ihres Glaubens inhaftiert, gefoltert und umgebracht. 

Dem 85-jährigen Geistlichen war während der Morgenmesse die Kehle durchgeschnitten worden. Die beiden Angreifer verletzten auch einen 86-jährigen Gottesdienstbesucher schwer, bevor sie von der Polizei erschossen wurden.

afp

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