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298 Kerzen erinnerten an die Toten der Flugkatastrophe.

Royals bei der Trauerfeier

Niederländer gedenken der 298 Opfer von MH17

Amsterdam - Mit einer Schweigeminute, Flaggen auf halbmast und landesweiten Trauerveranstaltungen haben die Niederlande der Opfer der Flugzeugtragödie vor vier Monaten in der Ostukraine gedacht.

König Willem-Alexander und Königin Maxima der Niederlande bei ihrer Ankunft zu der Trauerfeier für die Opfer von Flug MH17.

"Was wäre gewesen, wenn die Ferien einen Tag später losgegangen wären? Wenn die Maschine Verspätung gehabt hätte? Was wäre, wenn wir alle aufwachen würden und feststellten, dass es nur ein Traum war?", fragte Ministerpräsident Mark Rutte bei der Hauptgedenkfeier in Amsterdam. An ihr nahmen neben Rutte und rund 1600 Angehörigen der 298 Opfer auch König Willem Alexander und Königin Maxima teil.

"Es gibt kein 'Was wäre' - nur die brutale Realität von 298 Toten", fuhr Rutte fort - und betonte, die Opfer würden nie vergessen. Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur in der Ostukraine abgestürzt, keiner der 298 Menschen an Bord überlebte. Kiew und der Westen gehen davon aus, dass prorussische Separatisten die Maschine abgeschossen haben; Moskau sieht die Verantwortung für den Absturz hingegen bei Kiew.

Eine vorläufige Untersuchung des Hergangs, die von den Niederlanden geleitet wurde, ergab, dass die Maschine im Flug von einer Vielzahl von Objekten durchsiebt wurde, bevor sie abstürzte. Vermutlich wurde vom Boden aus eine Rakete abgefeuert, die das Flugzeug zerstörte. Zwei Drittel der Opfer waren Niederländer, darunter viele Familien auf dem Weg in den Sommerurlaub.

Angehörige aus allen Ländern verlasen während der vom Rundfunk übertragenen Feier die Namen der Toten sowie deren Alter. Klassenkameraden der jungen Opfer legten Blumen vor den 298 Kerzen nieder, die an die Opfer erinnerten.

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Zu den Trauergästen gehörte Anton Kotte, der drei Angehörige bei der Tragödie verlor, darunter auch seinen Sohn. Sein Leben gleiche seitdem einem niemals anhaltendem Zug, in dem er mit den anderen Trauernden sitze, sagte Kotte in einer kurzen Ansprache. "Wir kannten uns nicht, aber wir sind Partner in unserem Unglück", sagte er.

Gita Wiegel, die bei dem Unglück ihre Mutter verlor, sagte, sie habe die Idee, ihre Mutter vier Wochen lang zu entbehren, "schrecklich" gefunden. "Das aber ist noch viel schrecklicher." Die 13-Jährige will nach eigenen Angaben im Namen ihrer Mutter so weiterleben, dass diese "wenn sie von oben auf mich herunterschaut, stolz auf mich ist".

Bislang sind 289 der 298 Opfer identifiziert. Nach Angaben des niederländischen Außenminister Bert Koenders, der am Samstag die Unglücksstelle besuchte, können einige der Opfer möglicherweise niemals geborgen werden.

AFP

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