Teenager wollte sterben

Lehrer überwältigt bewaffneten Schüler

Lacey - Ein Lehrer hat an seiner Schule im US-Bundesstaat Washington einen bewaffneten Schüler überwältigt. Der Teenager plante jedoch offensichtlich keinen Amoklauf.

Der 16-jährige Schütze hatte dem Bericht zufolge am Montag das Feuer in der North Thurston High School in Lacey eröffnet. Er gab zwei Schüsse ab, bevor der Lehrer Brady Olson ihn überwältigte. Niemand wurde verletzt.

"Ich finde das heldenhaft", sagte Polizist Chris Ward dem TV-Sender King 5. "Es gibt Leute, die über sich hinauswachsen, wenn es nötig ist."

In der nach dem Vorfall abgehaltenen Pressekonferenz erklärte der örtliche Polizeichef, der Schütze habe in die Luft geschossen, um keinen seiner Mitschüler zu töten. Er habe stattdessen die Absicht verfolgt, selbst getötet zu werden. Das berichtet das örtliche Nachrichtenportal mynorthwest.com. Die Waffe stammt demnach aus dem Besitz der Eltern des Teenagers, der erst kürzlich an die Schule gewechselt hatte und den wenige seiner Mitschüler kannten.

An Schulen und Universitäten in den USA kommt es immer wieder zu Schießereien und Amokläufen. Nach den Taten werden regelmäßig Rufe nach schärferen Waffengesetzen laut. Umfassende Reformen blieben aber bislang aus.

afp/hn

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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