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Die Zeichen bei der IG Metall stehen auf Streik.

Arbeitskampf verschärft sich

IG Metall droht mit unbefristeten Streiks

München - Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie zeichnet sich ein harter Arbeitskampf ab. Die IG Metall sei "auf unbefristete Streiks vorbereitet", so der Gewerkschafter Meinhard Gerken.

Die Gewerkschaft könne zudem nach ihrem neuen Streikkonzept einzelne Betriebe für 24 Stunden lahmlegen erklärte der Leiter des Bezirks Küste, Meinhard Gerken, der "Süddeutschen Zeitung". Die Friedenspflicht in der Branche endet am 28. April um Mitternacht.

Die Positionen liegen bislang sehr weit auseinander: Die Gewerkschaft fordert für die rund 3,8 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent mehr Lohn - die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde in den verschiedenen Bezirken 0,9 Prozent mehr Lohn plus eine Einmalzahlung angeboten. Nach ihrer Rechnung sind dies 1,2 Prozent mehr.

Verhandlungen nach 30 Minuten beendet

Als letzter Bezirk verhandelte am Montag in zweiter Runde Sachsen. Nach 30 Minuten endete die Verhandlung ohne Ergebnis, wie die IG Metall mitteilte. "0,9 Prozent sind eine Missachtung der Leistungen der Belegschaften", erklärte Olivier Höbel, Bezirksleiter für Berlin-Brandenburg-Sachsen. Bei "Dividenden in Milliardenhöhe" fordere die Gewerkschaft für die Beschäftigten eine "angemessene Beteiligung".

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 28. April statt - in allen Bezirken der Gewerkschaft gleichzeitig. Sachsens Bezirksleiter Höbel kündigte Warnstreiks ab dem 29. April an. Auch andere Bezirksleiter haben bereits damit gedroht.

Warnstreiks dauern nur wenige Stunden. Unbefristete Streiks gab es in der Branche zuletzt 2002. Die IG Metall hatte im Oktober ein neues Streikkonzept beschlossen, wonach eintägige betriebliche Arbeitsniederlegungen möglich sind. Anders als bei einem flächendeckenden Streik ist dafür keine Urabstimmung unter den Mitgliedern nötig, sondern nur eine Abstimmung innerhalb eines Betriebs. "Ob wir dieses Instrument benötigen, wird sich in den weiteren Verhandlungen erweisen", sagte Geiken der "SZ".

AFP

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