Tankstellen-Überfall in Mönchengladbach

Hoden weggeschossen - Räuber will Schmerzensgeld

Mönchengladbach - Ein verurteilter Tankstellenräuber, dem nach einer Schussverletzung ein Hoden entfernt wurde, will wegen Polizeischüssen 10.000 Euro Schmerzensgeld.

Nach Meinung des Klägers habe der Polizist nicht in Notwehr geschossen, teilte das Landgericht Mönchengladbach am Donnerstag mit und bestätigte damit einen „Bild“-Bericht. Die „Rheinische Post“ hatte zunächst über die Zivilklage berichtet.

Bevor der heute 23-Jährige dieselbe Tankstelle im Juli 2012 innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Mal überfiel, hatten die Angestellten Lunte gerochen und die Polizei alarmiert. Zwei Polizisten legten sich auf die Lauer. Als der Räuber von der Angestellten mit vorgehaltenem Messer Bargeld forderte, griffen die Polizisten ein - dann fielen Schüsse, der Mann wurde von zwei Polizeikugeln getroffen. Nach seiner Darstellung hatte er sein Messer aber direkt fallengelassen, als sich die Polizei zu erkennen gab.

Der Räuber wurde wegen besonders schweren Raubes in zwei Fällen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Ein Verfahren gegen den Polizisten wegen Körperverletzung war eingestellt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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