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Brahin Zaibat hat ein Foto mit Jean-Marie Le Pen gemacht, während dieser schlief. 

Ärger für Madonnas Ex-Freund

Ein Euro Geldstrafe für Selfie mit Le Pen

Weil er ein Selfie mit dem schlafenden französischen Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen im Internet veröffentlichte, muss Madonnas Ex-Freund Brahim Zaibat eine symbolische Geldstrafe von einem Euro zahlen.

Der 29-jährige Tänzer muss außerdem Le Pens Gerichtskosten in Höhe von 3000 Euro tragen, wie ein Pariser Gericht am Mittwoch entschied.

Auf dem Foto, das bereits zwei Jahre alt ist, ist der Gründer der rechtsextremen Front National (FN) in einem Flugzeug auf dem Weg von Paris nach Nizza zu sehen. Er schläft mit leicht geöffnetem Mund. In der Reihe hinter ihm sitzt Zaibat - mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Am Tag vor der zweiten und entscheidenden Runde der Regionalwahlen in Frankreich im Dezember hatte Zaibat, der Popdiva Madonna im Jahr 2012 auf ihrer Welttournee begleitet hatte, das Foto in sozialen Netzwerken im Internet verbreitet. Dazu schrieb er: "Geht morgen alle wählen, um sie zu besiegen. Um unser brüderliches Frankreich zu retten."

Der 87-jährige FN-Gründer verklagte Zaibat daraufhin wegen der Verletzung seines Rechts am eigenen Bild und forderte 50.000 Euro Schadenersatz. Das Gericht gab Le Pen nun teilweise Recht. Das Foto zeige den Politiker in einem "privaten Moment" und sei ohne dessen Erlaubnis veröffentlicht worden. Es sei aber "weder erniedrigend noch boshaft". Zaibat muss daher nur eine symbolische Geldstrafe zahlen, das Foto aber binnen 48 Stunden löschen.

Bei den Regionalwahlen in Frankreich war die FN unter der Führung von Le Pens Tochter Marine im ersten Wahlgang stärkste Kraft geworden. In der zweiten Runde konnte sie letztlich aber doch keine Region gewinnen. Mit mehr als 6,8 Millionen Wählern erzielte die Partei aber einen Stimmenrekord.

Der langjährige Partei-Chef Jean-Marie Le Pen war im Sommer aus der Partei ausgeschlossen worden, weil er die NS-Gaskammern wiederholt als "Detail" der Geschichte des Zweiten Weltkriegs bezeichnet hatte. Damit zog er den Zorn seiner Tochter auf sich, die durch solche Äußerungen ihren Kurs gefährdet sah, der rechtsextremen Partei ein respektableres Ansehen zu verschaffen und so neue Wähler zu gewinnen.

AFP

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