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Generalstaatsanwalt Frank Lüttig wird des Geheimnisverrates bezichtigt.

"Kein Geheimnisverrat"

Edathy-Affäre: Generalstaatsanwalt bestreitet Vorwürfe

Hannover - Der Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttig hat die Vorwürfe des Geheimnisverrats in den Fällen Wulff und Edathy in einer schriftlichen Stellungnahme zurückgewiesen.

„Wir können in den meisten der ihm zur Last gelegten Fälle den Nachweis führen, dass Herr Dr. Lüttig nicht der Hinweisgeber gewesen sein kann“, sagte Lüttigs Verteidiger Dirk Lammer am Donnerstag dem NDR.

Des weiteren gebe es in keinem einzigen Fall konkrete Hinweise darauf, dass Informationen von Lüttig an die Medien weitergegeben worden seien. Am 20. Februar hatte Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) im Landtag in Hannover über die Ermittlungen gegen Lüttig berichtet.

Lüttig ist seither krankgeschrieben und lässt seine Geschäfte ruhen. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Weitergabe von Informationen aus den Strafverfahren gegen den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff und den früheren Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy. Die Ermittler werfen Lüttig die Weitergabe von Interna in acht Fällen vor. Lüttig hatte als Generalstaatsanwalt die Dienstaufsicht über die von der Staatsanwaltschaft Hannover geführten Verfahren. Aus beiden Verfahren waren wiederholt Informationen an die Öffentlichkeit gelangt.

dpa

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