Topmanager glaubt an die Partei

Deutsche Wirtschaft wünscht sich FDP zurück

Stuttgart - Die deutsche Wirtschaft wünscht sich die FDP zurück. Das zumindest behauptet Industriepräsident Ulrich Grillo.

Fünfzehn Monate nach dem historischen Scheitern der Liberalen bei der Bundestagswahl sagte Industriepräsident Ulrich Grillo der Deutschen Presse-Agentur: „Die FDP als wirtschaftspolitisches Gewissen fehlt mir, das sieht man ja im Bundestag.“ An diesem Dienstag treffen sich die Freidemokraten in Stuttgart zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen.

Unternehmer Grillo glaubt nicht, dass das Totenglöckchen für die FDP bald läutet. „Die ist noch nicht abgeschrieben.“ Der Topmanager, der als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) die politischen Interessen von mehr als 100 000 Firmen mit gut acht Millionen Beschäftigten vertritt, sieht neue Chancen für die FDP, weil die große Koalition in der Wirtschaftspolitik zu wenig tue.

Grillo warf Union und SPD vor, ihr erstes Regierungsjahr und viel Geld für das Rentenpaket verschenkt zu haben. Die FDP mit ihrer wirtschaftspolitischen Vernunft werde gebraucht: „Man kann nur hoffen, dass es der FDP bald wieder besser geht“, meinte Grillo.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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