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Der Hype um Pokémon Go ist riesig.

Drogenbeauftragte in Sorge

Debatte um Spiele-Hype: Macht Pokémon Go süchtig?

Berlin - Der Hype um Pokémon Go ist riesig. Nun werden erste besorgte Stimmen laut. Macht das Spiel womöglich süchtig? Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnte. 

Angesichts des weltweiten Erfolgs des Smartphone-Spiels Pokémon Go wird zunehmend über mögliche Gefahren diskutiert. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), warnte vor Suchtgefahren. "Wir müssen neben den faszinierenden Seiten der Spielewelt auch die Abgründe erkennen", sagte Mortler der "Passauer Neuen Presse". Sie befürchte eine neue Falle, durch die noch mehr Jugendliche den Kontakt zur Realität verlieren könnten.

Schon jetzt kämen laut Studien hunderttausende junge Menschen von Internetspielen nicht mehr los. "Im schlimmsten Fall verlieren sie den Kontakt zur Realität", warnte die Drogenbeauftragte. Avatare und Pokémons würden wichtiger als echte Sozialkontakte, Ausbildung und Beruf.

Der SPD-Verkehrsexperte Martin Burkert warnte in der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag vor "größten Gefahren" für Spieler, die mit dem Smartphone in der Hand über die Straße gingen, ohne sich umzusehen. Er teile Befürchtungen von ADAC und Polizeigewerkschaft, die vor weiteren Smartphone-bedingten Unfällen warnen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), mahnte dagegen "Unaufgeregtheit" an. "Wenn Jugendliche gegen Laternenmasten laufen, weil sie Fantasiewesen in einem Spiel auf dem Smartphone jagen, dann ist nicht das Spiel schlecht, sondern der Jugendliche ein schlechter Spieler", sagte Bär dem Blatt. Am Steuer sei das Handy "in Deutschland ohnehin verboten".

Die kostenlose Spiele-App Pokémon Go animiert die Nutzer, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der "echten Welt" versteckte Pokémon-Figuren einzufangen. Dabei werden die GPS-Funktion und das Kartenmaterial des Smartphones genutzt. Seit der Veröffentlichung der App wurde sie bereits millionenfach heruntergeladen.

AFP

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