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US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Demokratische Kandidatin attackiert Putin

Clinton wirft Russland Einmischung in US-Wahlkampf vor

Washington/Moskau - Die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat die russische Regierung beschuldigt, ihren Wahlkampf torpedieren zu wollen. Die Demokratin glaubt, dass Moskau ihren Konkurrenten Trump stärken will.

Zu den Serien von Hackerangriffen, für welche die US-Regierung offiziell Russland verantwortlich gemacht hat, sagte sie in ihrem TV-Duell mit Donald Trump in der Nacht zum Montag, Moskau wolle damit die Wahl zugunsten ihres Rivalen beeinflussen.

Womöglich mische sich Moskau derart ein, weil der Republikaner sich lobend über den russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert habe, sagte die frühere Außenministerin. Vielleicht sei auch der Grund, dass der Immobilienmogul "Geschäfte in Moskau machen will".

Der Ticker zum zweiten TV-Duell zwischen Clinton und Trump zum Nachlesen 

Ministerium beschuldigt Moskau erstmals offiziell

Das US-Heimatschutzministerium sowie das Amt des Geheimdienstkoordinators hatten Moskau am Freitag erstmals offiziell beschuldigt, sich mit Cyberattacken in den US-Wahlkampf einzumischen. Moskau wies dies als "Unsinn" zurück.

Die Hackerangriffe hatten sich unter anderem gegen die Parteizentrale der Demokraten gerichtet. Dadurch kamen brisante interne Mailwechsel ans Licht, was im Juli zum Rücktritt der Parteivorsitzenden Debbie Wasserman Schultz führte. Die Mails enthielten abfällige Kommentare über den in den Vorwahlen gegen Clinton unterlegenen Senator Bernie Sanders.

Zudem veröffentlichte die Plattform Wikileaks am Freitag angebliche Auszüge aus Reden, die Clinton in den Jahren 2013 und 2014 hinter verschlossenen Türen vor Bankern gehalten hatte. Sie sollen demnach unter anderem eine Wall-Street-freundliche Haltung der Präsidentschaftskandidatin dokumentieren, die im Kontrast zu ihren derzeitigen Wahlkampfreden steht.

Clinton sagte nun in der TV-Debatte, noch nie habe in der Geschichte der Vereinigten Staaten eine fremde Macht "so hart dafür gearbeitet", den Ausgang einer Wahl zu beeinflussen. Sie forderte in diesem Zusammenhang erneut, dass Trump seine Steuererklärungen veröffentlicht, was der Baulöwe entgegen der für Präsidentschaftskandidaten geltenden Gepflogenheiten ablehnt. Auf diese Weise solle erhellt werden, was seine möglichen finanziellen Beziehungen zu Russland seien.

Ihr republikanischer Rivale zog in Zweifel, dass sich Russland in den Wahlkampf einmische. Vielleicht gebe es gar keine Hackerangriffe, sagte er. Zugleich betonte der Baulöwe, keine geschäftlichen Interessen in Russland zu haben. Er habe dort "keine Geschäfte", und er habe auch keine Kredite aus Russland.

AFP

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